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  #1  
Alt 29.06.2015, 21:17
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Ausrufezeichen Befahrensverordnung Nordsee (Novellierung)

Ahoi!

Vor 10 Jahren wurde das letzte Mal in Sachen:

Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstraßen in Nationalparken im Bereich der Nordsee
(NPNordSBefV) (kurz:BefVO) (Erstfassung von 1992)
=> http://www.gesetze-im-internet.de/np...002420992.html

getagt, und zwar getrennt bei den Nationalparkverwaltungen (NPV) von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die dort getroffenen Vereinbarungen wurden jedoch vom Bundesinnenministerium, das für die Bundeswasserstraßen verantwortlich ist, nicht akzeptiert. Nun ist eine neue Runde eingeleitet worden, die auf den Ergebnissen von 2006 aufbaut und zum Ziel hat, die BefVO von 1992 zu novellieren. Am 2.6.15 tagte der entsprechende Arbeitskreis bei der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (NPV-SH)und am 10.6.15 jener bei der Nationalparkverwaltung-Niedersächsisches Wattenmeer (NPV-Nds.)

Im Wesentlichen ist für das Küstenkanuwandern Folgendes von Interesse:

(a) Die 3-Std.-Regelung, d.h. die Befahrung der Ruhezone von 3 Std. vor Hochwasser bis 3 Std. nach Hochwasser, soll - wie schon 2006 vereinbart – abgeschafft werden. Als Ausgleich werden dafür die Robben- und Vogelschutzgebiete (RVSG) erweitert. Leider hat sich die NPV-SH bei der Festlegung der Grenzen der RVSG nicht an die Kompromisslösung von 2006 gehalten. D.h. die Grenzen wurden teilweise weiter ausgedehnt, ohne jedoch die exakten Grenzverschiebungen bekanntzugeben.

(b) Die NPV-SH will automatisch alle 5 Jahre die Grenzen der Schutzgebiete den morphologischen Veränderungen anpassen, ohne die davon Betroffenen vorher anzuhören.

(c) Die NPV-SH will nicht mehr, wie bei der Kompromisslösung von 2006 vereinbart, den "muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen die Querung großer RVSG ermöglichen, soweit dies aus naturschutzfachlicher Sicht vertretbar ist." Eine Ausnahme wird jedoch zugesichert, nämlich ein „Küstenkanuwanderweg“ westlich der Außensände (hier: Süderoog-, Norderoog-, Japsand), der mitten durch ein RVSG führt.

(d) Es ist unklar, ob die NPV-SH auch für das Küstenkanuwandern "unbezeichnete Interessentenfahrwasser" einrichten wird, damit es möglich ist, auch weiterhin bestimmte Bereiche zu umfahren, ohne dabei die Sicherheit der Kanuten zu gefährden. Dafür dürfen in Zukunft ehemalige bzw. zukünftige Fahrwasser, die nicht mehr bezeichnet werden, sog. "traditionellen Wattfahrwasser", weiterhin in Zukunft befahren werden, und zwar auch dann, wenn sie durch ein RVSG führen. Diese beiden Fahrwassertypen werden jedoch nicht (mehr) in der Seekarte aufgeführt, sondern bloß in einer Anlage zur BefVO gesammelt.

Diese Interessentenfahrwasser (inkl. der traditionellen Wattfahrwasser) stellen die zentrale Forderung aus der Sicht des Küstenkanuwanderns dar. Können sich hier alle Betroffenen Naturschütz und „Naturnutzer“ einigen, sind die Einwände (a) bis (d) gegenstandslos. Sollten aber diese für das Küstenkanuwandern bestimmte Fahrwasser für konkrete RVSG nicht gewährt werden, obwohl ansonsten dort die Befahrung mit einem Seekajak aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist, schlägt der DKV vor, dass dann die Grenzen der RVSG verkleinert werden, damit ihr Befahrungswunsch möglich ist. Wird auch dies von der NPV-SH abgelehnt, verbleibt als Alternative nur noch, die vorgeschlagene Novellierung der Befahrensverordnung abzulehnen.

Die NPV-Niedersachsen. ist sich demgegenüber wohl von Anfang der zentralen Bedeutung dieser „Interessentenfahrwasser“ für das Wattsegeln und Küstenkanuwandern bewusst. Da sie die Grenzen für die RVSG, wie sie 2006 vereinbart wurden, nicht verändert hat, hat sie den Vorschlag des Arbeitskreises aufgegriffen und gebeten, ihr die gewünschten Interessentenfahrwasser und die traditionellen Wattfahrwasser, die durch RVSG führen, zu melden.

Was nun die NPV-Schleswig-Holstein betrifft, hat sie auf die Bedenken des DKV insofern reagiert, als sie dem DKV mitteilte, dass „in Schleswig-Holstein nichts gegen eine Ausweisung von „Küstenkanuwanderwegen“ als zweckgebundene Fahrwasser spricht, solang diesbezüglich keine naturschutzrechtlichen Bedenken bestehen.“ Damit kann der DKV leben. Die Interessen der Küstenkanuwanderinnen und –wanderer werden anerkannt und die oben vorgetragenen Einwände sind nunmehr gegenstandslos

Nun gilt es, solche fürs Küstenkanuwandern sicherheitsrelevante Wege durch RVSG zu benennen, was ohne Unterstützung der aktiven Küstenkanuwanderer vor Ort nur bedingt möglich sein wird. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Schutzinteressen der Natur und die Sicherheitsinteressen des Küstenkanuwanderns fair abgewogen werden. Es sollte hier allen bewusst sein, dass zum einen die Zeiten vorbei sind, wo wir Küstenkanuwanderer noch kreuz & quer übers Wattenmeer paddeln konnten, und zum anderen niemals die Zeiten kommen mögen, wo alle aus dem Wattenmeer ausgesperrt werden.

Das Ziel liegt in einem Kompromiss, der nicht nur den realen Gefahren für die Natur Rechnung trägt (Stichworte: Brut-/Säugezeiten, Mauserzeiten; Befahrensdruck), sondern auch den bescheidenen Wünschen der Küstenkanuwanderer, denen es genügt:

(1) vom Festland (z.B. Hafen, Badestelle, Rastplätze) zu jeder Insel (sofern keine Vogelschutzinsel) draußen im Wattenmeer paddeln zu können,
(2) jede Insel umrunden zu können
und (3) von jeder Insel zur nächsten übersetzen zu können.

Packen wir es an und tragen konstruktiv mit zu einer Kompromisslösung bei, mit der alle leben können. Schade, dass bislang die Salzwasserunion dem DKV bei der Durchsetzung seiner Forderungen nicht aktiv zur Seite stand, obwohl es eigentlich m.E. keinen Interessenunterschied zwischen den Küstenkanuwanderern des DKV und den „Seakayakern“ der SaU gibt. Aber das kann sich ja noch ändern. Zumindest der DKV wird auch weiterhin die SaU über ihre Schritte in Sachen Befahrensregelung informieren. Vielleicht kommt doch noch auf diese Weise ein Informationsaustausch zustande, von dem alle Kanuten, die entlang der Küste paddeln, Nutzen ziehen können.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (01.07.2015 um 08:36 Uhr) Grund: Ergänzung Link: BefVO
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  #2  
Alt 30.06.2015, 15:02
Kan(g)oo Kan(g)oo ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 01.11.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 16
Standard Quellenangaben bitte nicht links liegen lassen

Hallo Udo,

schön, dass du hier einen Überblick zu den Wünschen der einzelnen Beteiligten vorstellst.

Für Leser, die das offenbar jahrzehntelang andauernde Gezerre und die damit wohl auch verbundenen Zwistigkeiten nicht aus eigener Begleitung kennen und auch nicht bei den aktuell tagenden Arbeitskreisen anwesend sind, wäre es noch besser wenn du ein paar verlinkte Quellenangaben einfügen könntest.

Gruß
Jens

OffTopic: Die unterstrichenen Textteile sind irreführend da das Programm verlinkte Textpassagen auf die gleiche Art darstellt.
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  #3  
Alt 01.07.2015, 08:21
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil Links

Ahoi Jens!

Nun, bis auf den Link zur bisherigen Befahrensverordnung (Nordsee) (den Du in Deinem Post gebracht hast) gibt es keine weiteren Links. Die Protokolle - und die Absprachen dazu - sind nicht übers Internet einsehbar.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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  #4  
Alt 02.02.2016, 23:09
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil DKV-Vorschläge zur Befahrung in den Nationalparken der Deutschen Bucht

Ahoi!

2005/06 waren schon einmal mit den Nationalparkverwaltungen der Nationalparke im Niedersächsischen bzw. Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer Gespräche in Sachen Befahrung dieser Nationalparke u.a. mit Seekajaks geführt und Vorschläge erarbeitet worden. Aus politischen Gründen führten diese Gespräche jedoch nicht zu einem Abschluss. Fast 10 Jahre herrschte „Funkstille“. Ab Mitte 2015 werden diese Gespräche in Arbeitskreisen der beiden Nationalparkverwaltungen weitergeführt. Zu den Teilnehmern zählen neben den Vertretern der Nationalparkverwaltungen, Vertreter von Naturschutzorganisationen, Fischern, Reedern und Wassersportlern.

Ein Kernpunkt der Gespräche betraf die Novellierung der Befahrensverordnung (Nordsee), und zwar der Verzicht auf die „3-Stunden-Regelung“, die bislang die Befahrung der „Ruhezone“ regelte, und die Einrichtung besonderer Schutzgebiete zum Schutze von Seevögeln, Robben und Seegras. Damit die Ausdehnung der Schutzgebietsgrenzen nicht zu einer unzumutbaren Beschränkung des Wassersports im Allgemeinen und des Küstenkanuwanderns im Besonderen führt, wurde auf die Vereinbarungen von 2005/06 zurückgegriffen, und die Betroffenen aufgefordert, „traditionelle Wattfahrwasser“ bzw. „Interessentenfahrwasser“ (z.B. „Küstenkanuwanderweg“), die durch diese Schutzgebiete führen, zu benennen bzw. vorzuschlagen.

In den folgenden Posts werden die Vorschläge des DKV, die in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landeskanu-Verbänden erarbeitet wurden, vorgestellt.

Gruß aus Hamburg
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (02.02.2016 um 23:59 Uhr)
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  #5  
Alt 02.02.2016, 23:31
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil DKV-Vorschlag: Küstenkanuwanderwege (inkl. Trittsteine) im NP SH-Wattenmeer (25.8.15)

Ahoi!

Folgende Küstenkanuwanderwege (=> Interessentenfahrwasser) und „traditionellen Wattfahrwasser“ (=> die nicht mehr oder nur noch unvollständig bezeichnet/gekennzeichnet/ausgeprickt sind) werden aus der Sicht des Küstenkanuwanderns vorgeschlagen, in der Anlage der zu novellierenden Befahrensverordnung (Nordsee) (=> „Verordnung über das Befahren der Bundeswasseerstraßen in Nationalparken im Bereich der Nordsee“ (NPNordSBefV)) extra aufzunehmen, da sie durch „Besondere Schutzgebiete (=> ehemals Vogel-/Robbenschutzgebiete / VSG/RSG) des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer führen:

1. Start-/Anlandemöglichkeit Keitum (Trittstein):
Ziel: Es muss auch weiterhin möglich sein, während der Hochwasserphase in Höhe von Keitum „Meeresschwimmbad“ mit Seekajaks in Richtung Munkmarsch zu starten bzw. von Munkmarsch aus kommend anzulanden.
Erläuterung: Diese Ein-/Ausstiegsstelle (=> könnte auch als „Trittstein Keitum“ angesehen werden) ist für die Umrundung von Sylt mit dem Seekajak wichtig! Hinweis: Dieser Ort ist nur während der Hochwasserphase nutzbar.

2. Start-/Anlandemöglichkeit Schöpfwerk Kreuz-Wehle (Trittstein/Küstenkanuwanderweg):
Ziel: Es muss auch weiterhin möglich sein, beim Schöpfwerk in Richtung Rantum zu starten bzw. von Rantum aus kommend anzulanden.
Erläuterung: Diese Ein-/Ausstiegsstelle (=> könnte auch als „Trittstein Kreuz-Wehle“ angesehen werden) ist für die Umrundung von Sylt mit dem Seekajak wichtig! Hinweis: Dieser Ort ist nur während der Hochwasserphase nutzbar.
Wegführung: In Höhe des östlichen Punktes des “Rantumer Beckens“ führt der Küstenkanuwanderwege auf ca. 2,5 km im leichten Bogen durchs Schutzgebiet über die „Baggerlöcher“ zum „Schöpfwerk Kreuz-Wehle“.

3. Traditionelles Wattfahrwasser „Südwesthörn“ – Prickenweg (Föhr/Ost):
Ziel: Start und Ziel einer Umrundung von Föhr.
Wegführung: Vom Schöpfwerk Südwesthörn (Hafen) aus kommend Richtung West zum Prickenweg, der vom Hörnumtief ins Föhrer Ley führt.
Hinweis: Nur von Relevanz, wenn hier ein Schutzgebiet eingerichtet werden soll (die Kartenvorlage ist hier etwas unklar!).

4. Küstenkanuwanderweg Liinsand:
Ziel: Er soll die Umrundung von Föhr im West ermöglichen.
Wegführung: Südlich von Tonne 23 (Hörnumtief) führt der Küstenkanuwanderweg auf ca. 4 km im leichten Bogen durchs Schutzgebiet und dann weiter in den Priel, der dicht westlich von Utersum (Föhr) endet.

5. Traditionelles Wattfahrwasser „Schweinsrückendurchfahrt“:
Ziel: Querung des südlichen „Schweinsrücken“ bei kritischen Gewässerbedingungen.

6. „Trittstein Schweinsrücken“ (West):
Ziel: Abwarten des Tidenwechsel, um bei weniger kritischen Gewässerbedingungen das „Rütergat“ queren oder umkehren zu können, wenn die Gewässerbedingungen sich doch als zu kritisch erweisen.
Wegführung: Ca. 500 m westlich des Beginn des „Nordmarschfahrwasssers“, mindestens aber 500 m Abstand zu den im Osten auf einer Sandbank liegenden Seehunden!

7. Küstenkanuwanderweg Süder-/Norderoog-Sände
Hinweis: Wegführung wie 2005 mit DKV und Salzwasserunion vereinbart!

8. Traditionelles Wattfahrwasser „Rummelloch:
Ziel: Erhaltung der Aus-/Einfahrtsmöglichkeit von/nach Pellworm (West)
Wegführung: Nördlich entlang der „Scheelsplate“ mit Abzweigungsmöglichkeit mit Küstenkanuwanderweg in:
· => Richtung Süd-Ost ins Watt von Pellworm (Süd-West),
· => Richtung Nord hoch nach Hooge (Süd-Ost) bzw. weiter im Norden von Pellworm herum,
· => Richtung Nord-Ost nach Pellworm (Anleger Hoogefähre).

9. Trittstein „Süderoogsand (Süd)“:
Ziel: Abwarten des Tidenwechsels.
Wegführung: Wattfläche der Südspitze von Süderoog (erlaubt, nur in der Niedrigwasserphase zu nutzen!).

10. Querung vom „Dieksander Priel“ zum „Neufahrwasser“ (östl. Trischen):
Ziel: Umrundung von „Buschsand“, „Bielshövensand“ bzw. Querung von Elbe aus kommend Richtung Büsum bzw. retour.
Wegführung: Ca. 2 km langer Küstenkanuwanderweg, der zwischen „Dieksander Priel“ (Tonne 13/11) und „Neufahrwasser“ (Tonne NFW 11/13) verläuft.

11. Trittstein „Isern Hinnerk Nordwest“:
Ziel: Abwarten des Tidenwechsels (nur in der Niederigwasserphase zu nutzen!)

12. Trittstein „D-Steert Nord“:
Ziel: Abwarten des Tidenwechsels (nur in der Niederigwasserphase zu nutzen!)

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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  #6  
Alt 02.02.2016, 23:55
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil DKV-Vorschlag: Küstenkanuwanderwege (inkl. Trittsteine) im NP Nds. Wattenmeer (10/15)

Ahoi!

Folgende Küstenkanuwanderwege (=> Interessentenfahrwasser) und „traditionellen Wattfahrwasser“ (=> die nicht mehr oder nur unvollständig bezeichnet, gekennzeichnet oder ausgeprickt sind) werden aus der Sicht des Küstenkanuwanderns vorgeschlagen, in der Anlage der zu novellierenden Befahrensverordnung (Nordsee) (=> „Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstraßen in Nationalparken im Bereich der Nordsee“ (NPNordSBefV)) extra aufzunehmen, da sie überwiegend durch Gebiete führen, die bislang oder – was die traditionellen Wattfahrwasser betrifft – früher mit Wassersportbooten befahren werden durften, nun aber diese Befahrung in Frage steht, da diese Gebiet nun bei der Novellierung der Befahrensverordnung erstmals in „Besondere Schutzgebiete (=> ehemals Vogel-/Robbenschutzgebiete / VSG/RSG) des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer umgewandelt werden.

1. Küstenkanuwanderweg „Umrundung des Großen Knechtsand“ inkl. Trittstein:
Ziel: Um z.B. von Spieka Neufeld bzw. Dorumer Neufeld weiträumig um den „Großen Knechtsand“ herum nach Neuwerk bzw. retour paddeln zu können.
Wegführung: Von den Festlandhäfen kommend entlang dem „Wattfahrwasser Robinsbalje“ bis zur Wracktonne (liegt zwischen Tonne R3 und R2) (dieser Streckenabschnitt ist unstrittig!),
+++ ab dort beginnt der zu erlaubende Abschnitt +++
=> Küstenkanuwanderweg-Vorschlag inkl. Trittstein (führt teilweise durch das Schutzgebiet):
(1) Einrichtung eines „Trittsteins Hechtsand Süd-Ost“, um hier den Tidenwechsel abwarten zu können. Für diejenigen jedoch, die nur eine Tagestour ins Watt unternehmen möchten, wäre es hilfreich, wenn wieder der ehemalige “Trittstein Hoher Knechtsand“ „aktiviert werden würde (hier: 1,5 km nordnordwestlich von Tonne R5 (Robinsbalje).
(2) Wegführung: von Wracktonne in Richtung Nord am östlichen Priel des Hechtsands vorbei bis zum Westertill und weiter Richtung Nord-Ost westlich an den Hohenhörndsände vorbei in das „traditionelle Wattfahrwasser Nordertill“.
+++++
Anschließend geht es – was unstrittig ist - über den „Nordertill“ bis zum „Wattfahrwasser Neuwerker Loch“ nach Neuwerk oder alternativ über das „Weser-Elbe-Wattfahrwasser“ zurück zu den Festlandhäfen.

2. Traditionelles Wattfahrwasser "Nordertill":
Der “Nordertill“ (südwestlich von Neuwerk/Scharhörn) ist ein traditionelles Wattfahrwasser! Die Kennzeichnung ist nur noch unvollständig und beginnt im Westen erst nahe des „Scharhörnloch“.

3. „Trittstein Lang Lütjen 1 (Nordspitze)“:
Ziel: Die Passage Bremerhaven – „Lang Lütjen 1“ (hier: Halbinsel westlich des „Blexer Sandes“) gehört zum „Naherholungsgebiet“ der Kanuten von Bremerhaven. Bei stärkeren Westwinden, wird dann die Nord-Ost-Spitze als Windschutz genutzt und bei stärkeren Ostwinden dient die Nord-West-Spitze als Windschutz. Bei der geplanten Erweiterung des Schutzgebiets ist es nicht mehr möglich, in den Windschutz von „Lang Lütjen 1“ zu paddeln.
=> Vorschlag „Trittstein“: Die nördlichen 250 m der Halbinsel können an beiden Seiten zum Aufsuchen des Windschutzes angefahren werden, jedoch nur innerhalb von 3 Std. vor HW bis 3 Std. nach HW) (Solch eine Vereinbarung kann in der Anlage zur BefVO mit aufgenommen werden auch wenn generell die Zone 1 mit seiner 3-Std.-Regelung abgeschafft wird!)

4. Interessentenfahrwasser „Hohe Weg-Watt“:
Ziel: "Schlechtwetterroute zur Querung des Hohe Weg-Watts südlich von Mellum"
Wegführung: Querung ca. 6 km nördlich der Kaiserbalje (ca. von Jade (Tonne „Hooksielplate“) nach “Fedderwarder Priel“ (F8/F9) bzw. retour).

5. Küstenkanuwanderweg Mellumplate (Nord) und „Trittstein Minsener Oog (Nord)“:
Ziel: „Schlechtwetterroute zur Querung der Mellumplate nördlich von Mellum.
Wegführung: Von Jade (Tonne K10) nach Hohewegrinne (Tonne H-Reede 5).
Ziel des Trittsteins: Die Passage entlang der Jade (Festland – Minsener Oog - Wangerooge) stellt hohe Anforderungen an die Kondition der Küstenkanuwanderer. Die Einrichtung eines „Trittsteins“ am Ende der Buhne A (mit Ausstiegsmöglichkeiten im Umkreis von 50 m) würde verhindern, dass die Kanuten bis zur Erschöpfung paddeln müssten und sich und andere dabei gefährden. Außerdem würde dabei ein Beitrag dazu geleistet, dass die eigentlich schützenswerte Südspitze von Minsener Oog weniger von Küstenkanuwanderern angelaufen werden würde, da sie mit dem obigen Trittstein im Norden eine Rastmöglichkeit hätten, die besser in ihre Tourenplanung passt.

6. Küstenkanuwanderweg Leuchtturm Arngast (Jadebusen) inkl. Trittstein:
Ziel: Querung vom „Vareler Fahrwasser“ zum „Dangaster Außentief“ in Höhe des Leuchtturms Arngast, um den Wilhelmshavener Kanuten die Rundfahrt Wilhelmshaven – Leuchtturm Arngast – Dangaster Außentief – Dangast – retour direkt nach Wilhelmshaven zu ermöglichen.
Wegführung: Die Passage: Leuchtturm Arngast Richtung Süd bis Ende Leitdamm und weiter Kurs West zum „Dangaster Außentief“ müsste erlaubt werden, da sie u.U. durch neues Schutzgebiet führt!? Um den Kanuten am Leuchtturm eine kurze Pause zu ermöglich, bedarfs es am Leuchtturm eine „Trittsteins“ (wie er schon einmal Ende der 90er Jahre vorgesehen war.

7. „Traditionelles Wattfahrwasser Suezpriel“ (Sackgasse) (inkl.Trittstein):
Ziel: Erhaltung eines noch gekennzeichneten Wattfahrwassers, der zum Naherholungsgebiet der Bremerhavener Wassersportler zählt.
Wegführung: Es erscheint so, als ob der nördliche Bereich des „Suezpriel“ zum neuen Schutzgebiet erklärt werden soll. In Anbetracht der Nähe zu Bremerhaven ist das nur dann akzeptabel, wenn auch weiterhin dieser Priel beginnend ab Tonne BU29 von Sportbooten befahren werden darf, und zwar inkl. Ankern und Anlegen („Trittstein“) an der östlichen Wattkante.

8. Küstenkanuwanderweg „Hullbalje“ (westl. vom Janssand):
Ziel: Westliche Umfahrung des Janssand, um bei stärkerem Wind in Richtung zum südlich gelegenem „Neuharlingersieler Wattfahrwasser“ und weiter nach Neuharlingersiel bzw. Bensersiel paddeln zu können.
Wegführung: Von Tonne LW 8 genau Richtung Süd zum „Neuharlingersieler Wattfahrwasseer“.

9. Traditionelles Wattfahrwasser "Juister Balje“:
Ziel: Umfahrung der Westspitze von Juist, was wohl derzeit wegen der Untiefen nur noch als Küstenkanuwanderweg infrage kommt!
Wegführung: Die Betonnung beginnt im Juister Hafen und endet im Westen östlich der Schillplate. Anschließend ist der „Juister Balje“ zu folgen, vorbei an der Westspitze von Juist bis zur Seeseite.

10. „Traditionelles Wattfahrwasser "Durchfahrt zwischen Kachelotplate und Memmert“:
Ziel: Querung von Juist (Süd) zur Osterems/Borkum.
Wegführung: Abzweigung beim südlichsten Punkt des „Wattfahrwasser Juister Balje“ hinüber in Süd-Süd-West Richtung zum Fahrwasser „Osterems“ (Tonne O15/F16).

11. Küstenkanuwanderweg „Hohe Hörn“ (Borkum Ost): Ziel: Ermöglichung der Umfahrung der Ostseite von Borkum.
Wegführung: „Borkumer Wattfahrwasser“ weiter entlang der „Hörnbalje“ (einem „traditionellen Wattfahrwasser“) dicht um „Hohe Hörn“ herum in Richtung Nord-West zum Nordstrand und weiter zum Ort.

12. „Trittstein Südstrand Borkum“:
Ziel: Am Nordwest-Ende des "Südstrand Borkum" sollte auch weiterhin dieser Platz südlich-östlich der letzten Buhne zur Pause genutzt werden können; denn dies ist der erstmögliche Anlandeplatz nach lange Fahrt vom Festland aus kommend.

13. Küstenkanuwanderweg "Pilsumerwatt":
Ziel: Anschluss vom Festland an das „Osterems“-Fahrwasser.
Wegführung: 50 m breiter und ca. 2 km langer "Korridor" vom „Pilsumer Parkplatz“ (ca. 2 km südwestlich vom Alten Leuchtturm Pilsum in Richtung Nord-West zum „Osterems“-Fahrwasser (Tonne O36/O38).

Gruß aus Hamburg:
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Udo Beier
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