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Zurück   DKV-Kanu-Forum > Kanu-Freizeitsport > Sicherheit

Sicherheit Unsicher, welche Sicherheitsvorkehrungen vorm Paddeln nötig sind? Frag erfahrene Paddler.

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  #1  
Alt 30.03.2015, 08:44
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 604
Standard Schwimmen oder Schwimmen und Tauchen?

Salut an alle,

die Idee zu den Thread wurde gestern im Hallenbad geboren und hängt auch mit der Aussage eines sicherlich sehr verantwortungsbewussten Vaters zusammen: "Klar kann [mein Kind] schwimmen, aber in dem Alter noch nicht so ausdauernd und gut, dass man sich keine Sorgen mehr machen muß."

Was passiert denn, wenn ein Kajak kentert? Je nach Boot kentert das ja durch und das Kind muss sich aus der Luke rausfädeln ohne die Nerven zu verlieren.
Das spricht einmal für große Luken und Fahren ohne Spritzdecke. Zum anderen zeigt die Situation im durchgekenterten Boot, dass es viel wichtiger ist sich unter Wasser schnell zu orientieren und Aufgaben lösen zu können.

Beispiele für Übungen:
  • eine Kurve tauchen und Tauchstein (2 bis 3 kg) holen
  • mit 5 kg Tauchring vom Boden abstoßen und auftauchen (danach wieder fallen lassen)
  • Leine durch Tauchring fädeln
  • 8 Meter Streckentauchen
  • unterwasser 3 Rollen rückwärts / vorwärts
  • usw.
Wer aber würde sein gekentertes Kind nur 15 Minuten oder 200 Meter schwimmen lassen, ohne im vorher zu helfen?

Die ersten Schwimmabzeichen bescheinigen zwar eine gewisse Vertrautheit mit dem Wasser, sind aber so konzipiert, dass Badeunfällle vermieden werden. Ausdrücklich nicht vorgeschrieben (in D), im Anschluss nach einem Sprung in tiefes Wasser noch ein Stück zu schwimmen. Das gleiche beim Tauchen. Selbst das "Tieftauchen" im Jugendschwimmabzeichen 'Gold' ist ohne chronische Erkrankungen keine sonderliche Schwierigkeit. Die 15 Meter haben es schon etwas mehr in sich.

Ein neues Abzeichen? ein neues Papier? – sicherlich nicht, aber praxisbezogenes Üben statt blindem Vertrauen in leblose Embleme.

Wie seht Ihr das?

Grüße
Chris
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  #2  
Alt 30.03.2015, 12:21
d-harry d-harry ist gerade online
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 379
Standard

Hallo,
Ganz Wichtig ist erstmal, das das Kind überhaupt ein Schwimmabzeichen hat. Die Schwimmabzeichen für die Jugend heißen:

Jugendschwimmabzeichen Bronze
Jugendschwimmabzeichen Silber
Jugendschwimmabzeichen Gold.

Die erste Frage danach ist meist, da gibt es doch noch das Seepferdchen. Das ist aber kein Schwimmabzeichen sondern ausschließlich eine Bescheinigung über die Wassergewöhnung.

Schauen wir mal dahinter was so ein Schwimmabzeichen bedeutet. Das Kind hat dabei bewiesen:
- eine gewisse Strecke schwimmen zu können
- eine Tauchleistung erbringen zu können
- sich aktiv retten lassen können
- Gefahren im und am Wasser zu erkennen
- eine gewisse Bewegungs- und Orientierungsfähigkeit im Wasser
vorhanden ist.

Zusammengenommen, genau die Sachen, die man an einer beaufsichtigten/bewachten Badestelle braucht und Sinnvoll sind.

Danach kommt das Rettungsschwimmabzeichen Bronze, das da schon deutlich weiter geht. Das kann ab 12 Jahren erworben werden und zur Vorbereitung sogar als Juniorretter bereits ab 10 Jahren.

Was willst du da noch neu erfinden. Die spezielle Situation, das bei uns Kinder sich auch gegenseitig beistehen müssen, oder erstmal alleine zurechtkommen müssen, ist so individuell, das das schon speziell ausgebildet werden muss.

Die Übungen sind dafür schon mal sehr gut, und hören sich nach einem Lehrbuch an, das bei mir im Regal steht . Im Fokus sollte aber die Selbstbefreiung stehen, denn diese ist nun mal der kritische Punkt. Zum einen sind die Safetyboater unter Umständen erst in 20-30 Sekunden am Boot, zum anderen kann eine Panik ein sicheres Retten verhindern.

Ob das Kind danach 50 oder 1000m schwimmt ist doch egal mit der Schwimmweste.

Zitat:
Zitat von haubentaucher Beitrag anzeigen
Ausdrücklich nicht vorgeschrieben (in D), im Anschluss nach einem Sprung in tiefes Wasser noch ein Stück zu schwimmen. Das gleiche beim Tauchen.
Das Bezweifele ich, weil der Prüfling nach der Prüfung ohne Hilfe ans Ufer schwimmen und das Wasser verlassen muss. Die Sprungbretter sind natürlich nur in der vorgesehenen Weise zu Nutzen mit einem Sprung nach vorne. Da ist üblicherweise kein Beckenrand. Der Sprung muss alleine schon deshalb ins freie Wasser und nicht an den Beckenrand erfolgen um die Verletzungsgefahr nicht zu erhöhen.
Nach dem Tauchen gilt das Gleiche Sinngemäß, wobei in der Ausbidung (bei mir) nach dem Tauchen weitergeschwommen werden muss.

Ganz wichtig ist, das man nach dem ersten Schwimmabzeichen nicht aufhört, sondern weitermacht. Etwa zwei bis drei Jahre wöchentliches Training bei der DLRG oder im Schwimmverein helfen das Schwimmen Lernen abzuschließen.

gruß

Harald
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  #3  
Alt 30.03.2015, 18:08
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 604
Standard

Salut,

ja, natürlich will ich mit meiner missionarischen Ader schon wieder Interesse wecken, aber auf diesem Weg auch Tipps kriegen, was die machen, die nicht mit dem Kajak unterm Arm durch die Umkleide ins Schwimmad dürfen. Wäre schön, wenn es vielleicht hier zu einem Erfahrungsaustausch käme. Selbstbefreiung ohne Kajak zu üben, ist meistens etwas praxisfremd und doch besser als nichts. Nicht alle Vereine haben die Möglichkeiten.

Einige der "Tauchleistungen" sind ein sehr schönes Wort dafür, den Kopf 5 Sekunden lang unter Wasser zu haben und nach dem Auftauchen zum Beckenrand zu schwimmen. Darum ging es mir vorranging. Viel verlangt wird in dem Bereich nicht. 5% von dem sehr vielseitigen Rettungsschwimmabzeichen 'Bronze', für die Kleinen mit reduziertem Anspruch, und als Tipps zum Üben wäre sicher ein Gewinn. Die einen müssen ihren Schleier draußen lassen und wir springen mit Jogginghosen ins Becken? Auch sowas geht doch nicht, denn es gilt schließlich gleiches Recht für alle.

Es sollte - wie schon gesagt - gar nichts in dem Bereich der Scheine erfunden werden. Die "leblosen Embleme" sind auch keine latente Kritik an irgendwelchen Verbänden, die sich an Bewährtes anhängen. Der DKV ist nur einer von mindestens sechs, wenn ich keinen vergessen habe. Letztlich muss alles praktikabel sein.

Grüße vom Rheinkilometer 556
Chris
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  #4  
Alt 31.03.2015, 10:47
Chillosaurus Chillosaurus ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: Kings -town
Beiträge: 1.128
Standard

Zitat:
Zitat von haubentaucher Beitrag anzeigen
[...] auf diesem Weg auch Tipps kriegen, was die machen, die nicht mit dem Kajak unterm Arm durch die Umkleide ins Schwimmad dürfen.
Das sollte der Großteil der Badegäste sein und die:
schwimmen, tauchen, springen, blödeln, rutschen und spritzen sich gegenseitig nass.

Zitat:
Wäre schön, wenn es vielleicht hier zu einem Erfahrungsaustausch käme. Selbstbefreiung ohne Kajak zu üben, ist meistens etwas praxisfremd und doch besser als nichts. Nicht alle Vereine haben die Möglichkeiten.
Also ohne Fluss kann man nicht Paddeln. Mit Fluss kann man auch Übungen mit Kajak machen.

Welche Fähigkeiten du von den Schülern erwartest, musst du selber wissen und gegebenenfalls kannst du für eine entsprechende Ausbildung einspringen.
Ein Schwimmabzeichen ist 'nice to have', aber wenn die Kurzen nach dem Training in voller Montur problemlos im Wasser herumtoben, und mit Spaß an Rettungsübungen teilnehmen, dann passt das schon...
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  #5  
Alt 06.04.2015, 16:26
CBA CBA ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 02.06.2008
Ort: Weser km 130
Beiträge: 63
Standard

Hi,

ich komme deinem Problem so recht nicht auf die Schliche .....

wir haben jetzt im Laufe des Lebens hunderten von jungen, alten Menschen und denen dazwischen das Paddeln beigebracht. Die erste Näherung war immer so gestaltet, dass sich der Frischling mit der Kleidung und Ausrüstung, mit der er/sie Boot fährt, in den Fluss wirft, auf dem gepaddelt werden soll. Kinder finden das fast immer toll, je älter der Anfänger ist, umso überflüssiger hält er das. Wer hier zaudert oder Ausreden erfindet, wird aussortiert, weil scheinbar Angst vorm Wasser vorhanden ist oder der Mensch nicht ordentlich Schwimmen kann.

Dann wird zum ersten Mal im Boot gesessen und erklärt, wie bei einer Kenterung zu handeln ist. Die erste Kenterung erfolgt dann unmittelbar sofort. Hier wird allen klar, ob der Frischling zur Panik neigt oder einfach aus dem Boot aussteigt. Diejenigen, die sich dabei die Unterschenkel blutig gestrampelt haben, sollte man wieder aussortieren.

Wer dann noch da ist, befreit sich immer vom gekenterten Boot. Weil Kanusport zwar oft in Booten für nur eine Person ausgeführt wird, wird leicht vergessen, dass man möglichst nicht allein losfahren sollte. die Eigenrettung sollte mit dem erfolgreichen Ausstieg erledigt sein. Dann sollten genügend Sportskameraden mit guter Rettungsausrüstung und - bildung in der Nähe sein, um den Schwimmer und sein Material aus dem Bach zu bekommen. Wenn sich der Neuling natürlich mit 190 cm Körperlänge in ein WW-Rennbot zwängt, sollte er schon wissen,was er tut.

Solange Du die Aufsicht für Kinder und Jugendliche hast, sollte natürlich immer auch Schwimmweste getragen werden, Helm - wenn der Kopf gefährdet ist und Du selbst hast einen Wurfsack und weißt, wie man den benutzt. Und auch dem Schwimmer sollte man nicht erst im Wasser erklären, was ein Wurfsack ist. Vielleicht könnte das im Schwimmbad geübt werden.

Munter Bleiben
cba

PS: Letzte Woche habe ich zum ersten mal beobachtet, wie eine Anfängerin (dritter Tag im Boot) auf WW2 während der Kenterung mit der einen Hand die Spritzdecke aufzog und dann noch Zeit hatte, sich mit der anderen Hand die Nase zu zuhalten ..... um dann lachend aufzutauchen um nach Boot und Paddel zu sehen ....
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  #6  
Alt 17.04.2015, 08:57
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 604
Standard Wir nehmen es halt nicht so genau

Salut,

als ich gepostet hatte, hatten wir trübes Wetter und Wassertemperaturen um die 6°C in der Lahn. Das sind keine Bedingungen um spielerisch zu Kentern. Auch jetzt, bei 12° ist es mir und Kindern zum Schwimmen in Badehose zu frisch. Deswegen das Hallenbad, mit klarem warmem Wasser. Harry hat mich ja teils darin bestärkt, in der Richtung weiterzumachen.

Es ging wie inzwischen mehrmals gesagt vor allem darum, dass Minimalanforderungen ans Schwimmen für Paddler nicht sehr praxisgerecht sind. Es wird zum Beispiel immer wieder als höchst fahrlässig empfunden, wenn paddelnde Kinder eine Kenterung in der Lahn riskieren, sofern Bedingungen auf der Grenze zwischen Zahmwasser eins und zwei herrschen. Sie haben duch "nur" (!) den Freischwimmmer.
Zu einem Problem könnte das schon werden, auch wenn mein Nachwuchs und ich selbst dadurch keins haben.

Man darf, nachdem man dem Prüfer gezeigt hat, dass man problemlos rückwärts einparken kann, am nächsten Tag auch mit 250 oder mehr über die Autobahn blasen, zumindest in Deutschland. – Wir nehmen es halt nicht so genau.
Schön, von so vielen Seiten daran erinnert zu werden.
Chris
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  #7  
Alt 17.04.2015, 15:25
d-harry d-harry ist gerade online
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 379
Standard

Zitat:
Zitat von haubentaucher Beitrag anzeigen
Man darf, nachdem man dem Prüfer gezeigt hat, dass man problemlos rückwärts einparken kann, am nächsten Tag auch mit 250 oder mehr über die Autobahn blasen, zumindest in Deutschland. – Wir nehmen es halt nicht so genau.
Chris
Meiner Meinung nehmen wir es manchmal viel zu genau. Letzlich Verantwortlich bleibt der Erziehungsberechtigte. Der muss einschätzen, ob und wie es passt oder auch nicht.
Wir als Übungsleiter müssen denen aber eine reelle Chance geben es richtig einzuschätzen. Entweder durch die Angabe eines Wissenstandes (ein Jugendschwimmabzeichen) oder Vorschwimmen. Wobei letzteres bei mir für WW Pflicht ist.
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