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  #1  
Alt 15.03.2017, 18:14
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.251
Daumen hoch Neukaledonien (Südsee)

Ahoi!

Im KANU-MAGAZIN, Nr. 1/17, S.16-23 berichtet Win Schumacher in dem Beitrag:
„Die vergessenen Inseln“
u.a. über die „Cote Oubliée“ (=> „Vergessene Küste“), dem größten Meerespark im Südpazifik. Er liegt an der Ostküste Neukaledoniens (ca. 1.500 km östlich von Australien entfernt).

=> https://www.google.com/maps/@-20.831.../data=!3m1!1e3

Der 8-seitige Bericht enthält beeindruckende 15 Farbfotos über eine paradiesische Landschaft samt Fauna, Flora und Folklore. Kritisch ist anzumerken, dass wohl die Fotos anlässlich der Küstentour gemacht wurden, der Bericht selber aber so allgemein gehalten ist, dass er mehr als „Landschafts-„ als ein „Küstentourenbericht“ anzusehen ist. Im Prinzip ist das auch okay; denn wer fliegt soweit hinunter bis auf die Südhalbkugel und schaut sich das Land nur aus der Paddlerperspektive an? Aber in einer Paddelzeitschrift sollte wenigstens der Tourenverlauf kurz beschrieben und auf einer Kartenskizze die einzelnen Tages-Etappen nachvollziehbar abgebildet sein. Außerdem wäre es interessant zu wissen, wo & wie übernachtet wurde und wie die Verpflegung war. Schließlich interessiert auch das Klima (Temperaturen & Feuchtigkeit) und die Verträglichkeit (Quallen, Mücken & Co.):

=> http://www.beste-reisezeit.org/pages...kaledonien.php

Da reicht es nicht, eine akzeptable Kartenskizze zu präsentieren, wenn das Tourengebiet nicht gekennzeichnet ist. Und es reicht weiterhin nicht, auf die Homepage eines Kajakveranstalters zu verweisen, um dann dort nach einiger Suche Infos über die möglicherweise gebuchte Tour entlang der Süd-Ostküste Neukaledoniens (Grande Terre) und das angebotene Bootsmaterial (=> überwiegend Seekajaks im britischen Stil) zu finden:

5-Tage-Tour entlang der Cote Oubliée (Yaté => Thio) (ca. 120 km):
=> www.h2o-odyssee.com/cote-oubliee-%e2%80%a2-cinq-jours-%e2%80%a2-expedition-guidee/

Stattdessen finden wir in dem Beitrag Infos über Inseln, Unterkunft und Restaurants, die teils an die hundert Kilometer von der eigentlichen Küstentour entfernt liegen.

Eines halte ich jedoch in dem Beitrag für okay, nämlich dass hier Werbung für einen Tourenveranstalter gemacht wird. Natürlich könnten wir solch eine Tour auch selber organisieren, aber Land & Leute sind uns doch so wenig bekannt, dass es keine Schande für einen passionierten Küstenkanuwanderer ist, Einheimisch dafür zu bezahlen, dass sie uns ihr Land zeigen.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (15.03.2017 um 23:25 Uhr)
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  #2  
Alt 15.03.2017, 22:05
Wolfgang Wolfgang ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bremen
Beiträge: 235
Daumen hoch Mehr Info - bitte....

Udo macht schon wieder Appetit, aber er zitiert aus einer Zeitung, die ich nicht bezahlen ... und deswegen auch nicht lesen will .... die ist doch ne teure Werbe-verseuchte Paddler-BILD-Zeitungen ...

Internet sei Dank ... Autoren sind ja eitel und präsentieren sich nicht nur bei einem Print-Medium...

Deswegen hier wieder mein Link-Service zum selbernachlesen (da teil ich mir dann mit Udo die Arbeit: er macht uns dankenswerterweise mit seinen Rezensionen den Mund wässerig, und ich pack dann meine Link-Entdeckungen hier aus)

Da finde ich also:
  • einen Zeitungsartikel von der Zeitung Luxemburger Wort Titel "Die vergessenen Inseln"
  • rp-online verrät ein weiteres Detail indirekt: Am Schluß stellt der Artikel fest:
    Die Redaktion wurde von Nouvelle Calédonie Tourisme und Aircalin zu der Reise eingeladen.
    Win Schumacher ist offensichtlich Reiseredakteur und wohl weniger Paddler.
    Sagte ich nicht oben: Kanu-Magazin ist ne teure Werbezeitung - ganz offensichtlich ist auch dieser Beitrag ganz offene Reisewerbung!
  • in der Stuttgarter Zeitung finden wir dann die Reise-Informationen:
    Nach Neukaledonien flog der Kollege von Frankfurt der Finnenairline oder mit Eier-Franze und der neukaledonischen Aircalin mit einem Haufen Zwischenstopps bis zu den kleineren inseln wie den Loyalitätsinseln und die Île des Pins.
    Unterkunft nam er in Hotels zwischen 120 und 260 €, vermutlich als eingeladener Redakteur ohne selbst dafür aufkommen zu müssen. Sein Kajakveranstalter ist Mickaël Di Costanzo - http://www.h2o-odyssee.com, er organisiert Kajak-Touren entlang der Küsten von Grande Terre und entlang der abgeschiedenen Côte Oubliée.
    Dumm nur, der Kamerad ist ein typischer Franzose und kommt nicht auf die Idee, dass er auch wenigstens ne englische Variante seiner Homepage anbietet, dafür verbreitet er sich auf wirklich allen erdenklichen Social Media
  • Art & Reise-Blog (Schweiz)
  • der Standard (Österreich) - hier am Ende wieder mit Reise-Infos: Airline & Hotelwerbung!
Beim Suchen findet man ja auch manchmal kuriosen Beifang: Hier fiel mir Jules Vernes Propellerinseln als E-Book zu: http://www.gasl.org/refbib/Verne__Propellerinsel.pdf da ist z.B. auf Seite 268 von "Loyalitäts-Inseln oder in Neukaledonien" die Reede, also Suchtreffer.

So - nun braucht ihr das Kanu-Magazin nicht mehr zu kaufen - kann man alles im Netz nachlesen - Win Schumacher ist ja offensichtlich als Reiseredakteur eingeladen worden, damit er seine Erlebnisse möglichst breit tritt und deswegen hab ich auch keine Probleme, dass jetzt für lau online zu lesen bzw Euch mitlesen zu lassen - ihr wisst jetzt also auch Bescheid.

Dass der Guide "Einheimischer" ist, wie Udo am Ende seines Beitrages nahelegt, glaube ich nicht. Allem Anschein nach ist auch er ein frankofoner mitteleuropäischer Aussteiger, der keinen Bock hat, in Paris im Büro zu arbeiten. (da träumen wir ja auch alle von, aber reich wird man davon nicht) Auch offeriert er Kajaks (nicht sehr ofriginal) und keine Outrigger, das dortige traditionelle Boot - ein OC wäre nun wirklich angebrachter für die Gegend.
So wird also nur indirekt die örtliche Wirtschaft angekurbelt, die Teuerhotels aus den Reisehinweisen sind sicher auch Investitionen ausländischer Konzerne. Aber sei's drum. Da wäre eine Reise-Selbstorganisation, die das Übernachten in Hostels oder B&B's von Einheimischen einplant, sicher angebrachter. Sowas ist heute dank Internet doch recht einfach, man muß sich nur richtig informieren...
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  #3  
Alt 16.03.2017, 21:34
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.251
Frage Teamarbeit

Ahoi!

Ja, das nenne ich "Teamarbeit": Ich greife aus der Literatur einen Beitrag auf, zeige einige Schwachstellen auf .... und Wolfgang googlet zur Ergänzung Wissenwertes zum Thema im Allgemeinen und zum Autor im Besonderen.

Während ich mich noch wundere, dass der Beitrag von Win Schumacher eher als ein allgemeiner Landschaftsbericht und nicht als ein Paddelbericht anzusehen ist, deckt Wolfgang auf, dass es sich hier wohl um einen sicherlich (?) gesponserten PR-Beitrag von Neukaledonien handelt. Was an sich nicht gleich als problematisch anzusehen ist, solange die Infos stimmen und der Text so zugeschnitten ist, dass er den Bedürfnissen der Leser einer Paddelzeitschrift Rechnung trägt.

Leider fehlt uns im Team ein Dritter, der nämlich aufdecken könnte, ob der Autor höchstens 1 Tag, aber nicht wie vorgegeben, 4 Tage mit dem Seekajak unterwegs war. Dann würden wir auch eine Erklärung darüber finden, dass der Autor in seinem Beitrag weder über die Verpflegung unterwegs noch über die Übernachtung in Text & Foto berichtet.

Übrigens, wenn solche Pseudo (?) - Paddeltourenberichte von den Lesern dieses Forums nicht als kritisch angesehen werden, dann könnte ich mal vom Paddeln auf den Malediven berichten. Dort habe ich immerhin eine ganze Insel im Hotel-SOT-Kajak umrundet .... in 1 Stunde.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (17.03.2017 um 14:39 Uhr)
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  #4  
Alt 17.03.2017, 06:16
Olaf Dzwiza Olaf Dzwiza ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Ort: Hannover
Beiträge: 158
Standard

Zitat:
Zitat von Udo Beier Beitrag anzeigen
Übrigens, wenn solche Pseudo (?) - Paddeltourenberichte von den Lesern dieses Forums nicht als kritisch angesehen werden, dann könnte ich mal vom Paddeln auf den Malediven berichten. Dort habe ich immerhin eine ganze Insel im Hotel-SOT-Kajak umrundet .... in 1 Stunde.
Oh ja, bitte. Aufbereitet als vierseitiger Bericht, viele Farbbilder. Es reicht auch, wenn vom Boot nur die Spitze auf den Fotos zu sehen ist.

Danke hier für die Recherche: Artikelrecycling ist ja nichts Neues, einen mindestens zwei Jahre alten Text, der schon in etlichen Print- und Onlinemedien verwurschtet wurde, aber wortwörtlich als neue Reisereport erneut zu veröffentlichen, ist schon unsagbar dreist.

Man hat mit diesem Heft bekanntlich die gesamte Redaktion ausgetauscht. Da scheint kein einziger im Kanusport kompetenter Autor mehr dabei zu sein, weder in der Redaktion, noch bei den freien Autoren (Ausnahmen bestätigen mit dem Nehrhoff-Artikel die Regel).

Da arbeitet jetzt das gleiche Team, das für den Atlas-Verlag seit Jahren die Zeitschrift Unterwasser (Tauchmagazin) herstellt. Prima, hat beides mit Wasser zu tun, da kann man künftig sicher noch mehr "Synergieeffekte" nutzen und eingekaufte Artikel mehrfach verwenden. Die Uhren waren da so ein schönes Beispiel. Wer will das eigentlich lesen?

Um auch nur ansatzweise in die alte Form zurückzukommen, müssen sich Verlag und Redaktion gewaltig anstrengen. In der Form, was hier im letzten Heft präsentiert wurde, ist der Verzicht recht einfach.
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