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  #21  
Alt 25.04.2018, 14:43
Hobo Hobo ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.04.2018
Beiträge: 5
Standard

Zitat:
Zitat von Kla-bau-ter-mann Beitrag anzeigen


Viel Glück bei der Paddelwahl!

Der Kla-bau-ter-mann
Vielen Dank!
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  #22  
Alt 02.06.2018, 11:38
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.398
Pfeil Paddellänge (IX): Empfehlungen von „PRIJON“

Ahoi!

Im Katalog „PRIJON KAJAKS 2018“ werden auf S.46 unter der Rubrik „PADDEL-FINDER“ kurz aber überwiegend vage die wichtigsten Einflussgrößen zur Bestimmung der Paddel-Länge, aber auch der Paddelblatt-Länge und –Breite aufgeführt:

Paddeltechnik:
flacher Paddelstil = längere & schmälere Paddelblätter
steiler Paddelstil = kürzere & breitere Paddelblätter
Anmerkung: je steiler desto kürzer die Paddellänge(?)

Einsatzbereich:
Kleinflüsse/Wildwasser = breite & kurze Paddelblattfläche = steiler Paddelstil;
Meer/offene Gewässer = längliche & schmale Paddelblattfläche = flacher Paddelstil;
Binnenseen/große Flüsse = mittelbreite & mittellange Paddelblattfläche = etwas steilerer/flacherer Paddelstil;

Statur: (?)

Körpergröße:
kleinere Paddler = kleine Paddelblattflächen
kräftige Paddler = große Paddelblattflächen;
je kleiner desto kürzer die Paddellänge (!)

Kajakbreite (55-59 cm; 60-67 cm; >68cm):
je breiter desto länger das Paddel

Die Auswirkungen der Einflussgrößen auf die Paddellänge und die Paddelblattlänge & -breite sind etwas vage gehalten, ausgenommen die Ermittlung der Paddellänge, die abhängig ist von der Kajakbreite und der Körpergröße:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bezogen auf die Kajakbreite (z.B. 55-59 cm) leitet PRIJON die folgenden pauschalen Längenempfehlungen in Abhängigkeit von der Körpergröße ab:

160-170 cm Körpergröße => 210-215 cm Paddellänge
170-180 cm Körpergröße => 215-220 cm Paddellänge
180-190 cm Körpergröße => 220-225 cm Paddellänge
> 190 cm Körpergröße => 225-230 cm Paddellänge
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Leider wird versäumt, darauf hinzuweisen, auf welchen Paddelstil und welchen Einsatzbereich sich diese Längenempfehlungen beziehen. Vermutlich handelt es sich um eine Empfehlung für den eher flacheren Paddelstil, der eher auf Großgewässern (Touring?) eingesetzt wird, nicht jedoch auf Kleingewässern (Kleinflüsse/Wildwasser); denn dort machen die Wasserwucht, die Wassertiefe und das Umfeld (Felsen, Büsche, Bäume) ein wesentlich kürzeres Paddel erforderlich!? Darauf sollte PRIJON in seinem Katalog deutlicher hinweisen; denn nach seiner Empfehlung müsste ein Kanute, der ein WW-Kajak von PRIJON fährt, die allesamt breiter als 65 cm sind, ein längeres Paddel verwenden als ein Kanute mit einem Touring-Kajak, welches meist weniger als 60 cm breit ist.

Immerhin empfiehlt PRIJON Paddel mit „PaddLock-Teilung“, die eine Verlängerung des Paddels um bis zu 10 cm ermöglicht. Auf diese Weise hat der Kanute die Möglichkeit, nachträglich sich – in Abhängigkeit von Paddelstil, Einsatzbereich – an seine optimale Paddellänge heranzutasten. Das aber ist für die kleineren Kanuten nicht sehr hilfreich, denn die PRIJON-Paddel mit solcher Teilung werden erst ab 210 cm Länge angeboten, statt ab 200 cm Länge.

Ansonsten erscheint die Zuordnung eines Paddels zu einem bestimmten Einsatzbereich etwas wenig praxisnah, d.h. etwas zu marketinglastig! Anscheinend soll möglichst jedem Kajakfahrer der Trend zum „Dritt-Paddel“ eingeredet werden. Zumindest betrifft das den Bereich der „Großgewässer“, den PRIJON nochmals unterteilt in:
  • „für Meer und offene Gewässer“
  • „für Binnenseen und große Flüsse“.
Aus dieser Unterteilung leitet PRIJON dann ein Paddelblatt ab, das „LANG & SCHMAL“ ist und nur für das Meer geeignet ist bzw. das „MITTELBREIT & MITTELLANG“ ist und sich nur für Binnenseen eignet!

Rein paddeltechnisch ist so eine Unterscheidung nicht zwingend. D.h. das lange & schmale Paddelblatt kann gleichermaßen auf allen Großgewässern gepaddelt werden, ohne dass sich daraus besondere Vor- bzw. Nachteile ergeben. In der Realität ist sogar zu beobachten, dass auf dem Meer von erfahrenen Kanuten überwiegend ein breites & kurzes Paddelblatt verwendet wird, jedoch im Unterschied zum Kleinflusspaddel mit etwas größerer Paddellänge.

Wenn nun sich jemand doch für das lange & schmale Paddelblatt entscheidet, sei es aus modischen oder optischen bzw. ergonomischen Gründen, so sollte er sich bewusst sein, dass:

(1) die Paddellänge eines solchen Paddels mindestens genau um die Paddelblattlänge größer sein sollte, als die es länger ist als ein breites & kurzes Paddelblatt; z.B. bietet LETTMANN sein kurzes & breites „Profil Tour“-Paddel in der Paddelblatt-Länge von 47 cm an und das lange & schmale „Liberty“-Paddel in der Paddelblatt-Länge von 57 cm, d.h. sollte dieselbe Person sich für eines der beiden Paddel entscheiden, müsste das „Liberty“-Paddel für sie stets mindestens 2x10 cm, also 20 cm länger sein als das „Profil Tour“-Paddel!?!

(2) mit einem langen & schmalen Paddelblatt nur „flach“, aber mit einem breiten & kurzen Paddelblatt sowohl „flach“ als auch „steil“ gepaddelt werden kann.

Das scheint PRIJON auch erkannt zu haben; denn in seinem Katalog finden wir noch ausführlichere allgemeine Infos über „lange“ Paddelblätter. Aber in seinem hochpreisigen Sortiment schwankt die Länge seiner Paddelblätter nur zwischen 49 cm und 51,5 cm; was fast zu vernachlässigen ist. Lediglich mit der Variation der Breite (=> 15,5 cm bis 19,5 cm) wird der Eindruck vermittelt, als ob auch lange & schmale Paddelblätter bei PRIJON erhältlich sind.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (21.07.2018 um 22:05 Uhr)
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  #23  
Alt 21.07.2018, 22:17
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.398
Pfeil Paddellänge (X): Empfehlungen vom KANU-MAGAZIN

Ahoi!

Manu Arnu hat für KANU-MAGAZIN in Heft Nr. 2/18, S.50-56, den folgenden Beitrag verfasst:

„In fünf Schritten zum richtigen Paddel – Service: Paddelkaufberatung“

Es handelt sich dabei um die Berücksichtigung der folgenden Entscheidungskriterien:
  1. Kajak-Disziplin (WW, Touring oder Seekajak?)
  2. Paddelstil (hohe oder flache Paddeltechnik?)
  3. Schaftform (gerade oder geknickt; teilbar oder unteilbar; Varioteilung?)
  4. Materialauswahl (für Paddelblätter und Paddelschaft)
  5. Paddellänge (kurz, mittel oder lang?)
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Wahl des Paddels auch von der:
  • „Körpergröße“,
  • „Kraft“,
  • „Kondition“
  • und der „Kajakbreite“
abhängig ist.

Was nun das Kriterium „Kajak-Disziplin“ betrifft, so müssen wir auch bei KANU-MAGZIN einen Trend hin zum Dritt-Paddel feststellen, wobei das „Touringpaddel“ zwischen dem WW- und dem Küsten-Paddel liegt. Es sollte geeignet sein für „leichtes Wildwasser“ (Kleinflüsse) und „längere Touren“.

Im Folgenden interessiert uns hier jedoch nur die richtige Länge eines Paddels, welches beim Paddeln an der Küste eingesetzt wird, und zwar beim „Küstenkanuwandern“ (Seekajak) oder beim Spielen in der Brandung!

Obwohl im lfd. Text noch diese drei Disziplinen unterschieden werden, gerät bei der tabellarischen Aufstellung von Längenempfehlungen das Seekajak völlig in Vergessenheit; denn es wird nur etwas über „Touring-Paddellängen“ geschrieben, …. Wobei aber zu vermuten ist, dass die zuvor getroffene Eignung des Touringpaddels auch für „leichtes Wildwasser (=> Kleinflüsse wie z.B. Heidebäche?) nicht mehr weitere Beachtung findet. Das ist auch richtig so; denn das „Kleinflusspaddel“ ist eher den WW-Paddeln zuzuordnen. Daraus folgt jedoch, dass das Touring-Paddel zugleich auch als Seekajak-Paddel taugt.

Folgende Längenempfehlungen werden für das Touring-Paddel gemacht:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bezogen auf die Kajakbreite leitete KANU-MAGAZIN die folgenden pauschalen Längenempfehlungen in Abhängigkeit von der Körpergröße und vom Paddelstil ab:

Hoher Paddelstil bei unter 65 cm Kajakbreite:
(Charakteristisch: gute Paddeltechnik kraftvoll ausgeführt!)
unter 165 cm Körpergröße =>205 cm Paddellänge
165-185 cm Körpergröße => 210 cm Paddellänge
über 185 cm Körpergröße => 215 cm Paddellänge

Niedriger Paddelstil bei uner 60 cm Kajakbreite:
(Charakteristisch: gemütlich, aber weniger effizient!)
unter 155 cm Körpergröße => 210 cm Paddellänge
155-170 cm Körpergröße => 215 cm Paddellänge
über 170 cm Körpergröße => 220 cm Paddellänge
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So weit, so informativ. Entweder glauben wir diesen Empfehlungen oder wir lassen es sein bzw. wir schaffen uns – darauf verweist auch KANU-MAGAZIN – ein teilbares Paddel mit Längenverstellung (zwischen 10-15 cm) an und probieren dann selber aus, mit welcher Länge wir am besten zurecht kommen!

Übrigens, wenn wir beim Probepaddeln nicht auf die Geschwindigkeit achten, wird uns die Längen-Entscheidung nicht so leicht fallen! Und wer dem Trend zum Viert-Paddel keinen Vorschub leisten möchte, der greift beim Spielen in der Brandung (=> "Coastal Play" / s. hierzu Post #2 - WERNER-Paddel) auf ein längeres WW-Paddel zurück.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (21.07.2018 um 22:39 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 22.07.2018, 21:35
dodderer dodderer ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 14.06.2018
Ort: Bad Camberg
Beiträge: 20
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Ich habe da einen ähnlichen Weg beschrieben wie die Jungs vom Kanu Magazin im "Abspann":
Ein altes teilbares Paddel gekauft mit Überlänge, und immer wieder 50mm gekürzt, bis ich das Gefühl hatte: "Aha, jetzt wird es schlechter". Da kann man auch mit der Verdrehung spielen, indem man mal zwei Popnieten reinmacht mit anderer Gradzahl als die vom Hersteller vorgesehene.
Ist halt ne günstige Methode....................
Grüße
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 13.08.2018, 13:52
petersausk petersausk ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.05.2008
Ort: Heidelberg
Beiträge: 22
Standard

Zitat:
Zitat von Udo Beier Beitrag anzeigen
[...]
Auf alle Fälle muss während der Durchzugphase das Paddelblatt in voller Länge unter Wasser sein, ansonsten könnte das Blatt - und folglich auch das Paddel - weniger lang sein.
Ja genau - deshalb würde ich hier sagen:
Warum bestimmt man die 'richtige' Paddellänge nicht eher operativ (= beim konkreten Paddeln) ?

Also man fragt: wie tief taucht oberhalb des (eingetauchten) Paddels (Durchzugsphase) noch der Schaft ein ? Sind das wenige cm so ist dieses Paddel für diese Person, diesen Paddelstil und dieses Boot anscheinend doch passend. Sind das jedoch z.B 15cm (zuviel), dann zieht man bei jedem Schlag auf jeder Seite 15cm Rohrquerschnitt durchs Wasser, was sicher nicht optimal ist (aber wohl auch keine extreme Katastrophe vom 'Reibungsverlust' her, eher von den auftretenden Kräften für die Schultern etc, schätze ich).

Ich stehe gerade genau vor diesem Problem(chen). Bisher Seekayak 59cm breit, Paddelstil gemischt je nach Bedingung (eher nicht extrem steil, Touring, gr Flüsse/See/Meer), 172cm gross, hatte 220cm Paddel. War ok für mich. Jetzt neues Kayak, 56cm, kommen mir die 220cm leicht zu lang vor (steilere Paddel-Führung möglich durch schmaleres Kayak + cutoffs am Rumpf). Am besten wär's gewesen ich hätte mir ein Teilbares mit 210cm gekauft, dann könnt ich (jetzt) 210cm fahren und ggf. auf 220cm verlängern, wenn nötig... (blöderweise habe ich ein Teilbares 220+cm...naja, der Gebrauchtmarkt ruft :-)

Natürlich ist es gut, wenn man eine grobe Näherungsformel hat (initialer Paddelkauf, Paddel-Ausleihe etc). Aber die Vielfahrer werden doch Im Endeffekt operativ/iterativ vorgehen (das ist zu lang... nee, das ist zu kurz etc)... Jedenfalls wäre das eine gute Rechtfertigung, mal ein verstellbares Paddel (der richtigen Länge :-) zu kaufen...

Schöne Grüsse + danke für den interessanten Thread,
Peter

Gruss, Peter

Geändert von petersausk (13.08.2018 um 14:34 Uhr)
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