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  #1  
Alt 08.08.2015, 18:04
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Daumen hoch Der ideale Kopfschutz fürs Brandungspaddeln?

Ahoi!

Brauchen wir eigentlich beim Paddeln entlang der deutschen Nord- bzw. Ostseeküste einen Schutzhelm? Nun, zumindest wenn durch die Brandung gepaddelt wird, spricht einiges dafür! Ansonsten dürfte ein „Oben-ohne-Paddeln“ nicht auf Kritik stoßen; denn bei uns ist weder ein „Rock-Hopping“ noch die Fahrt durch „Tideraces“ über felsigen Untergrund möglich. Folglich ist die Gefahr gering, sich bei einer Kenterung mit Ausstieg den Kopf an einem Felsen zu verletzen. Und extra bei der Querung eines dicht befahrenen Fahrwassers den Helm aufzusetzen, kann als grob fahrlässig eingestuft werden, und zwar nicht, weil wir unseren Kopf schützen wollen, sondern weil wir damit zu erkennen geben, dass wir bei der Querung eines Fahrwassers statt zu warten eine Schiffskollision billigend in Kauf nehmen!?

Gefahrenquelle Nr. 1: Unterwasserhindernisse

Ich persönlich ziehe nicht immer einen Helm auf, wenn ich durch die Brandungszone paddle; denn i.d.R. kommen wir bei uns bei einer Kenterung in der Brandung nur mit Sandboden in Kontakt. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass bei uns im Sand hier & da Hindernisse (z.B. Felsen, Buhnenreste (Sylt), Pfähle (St.Peter-Ording), Wrackteile, Müllreste) nur darauf „lauern“, uns bei einer Kenterung eine „Kopfnuss“ zu verpassen. Wobei uns bewusst sein muss, dass in einem Jahr ein Strand frei von Hindernissen sein kann, aber im nächsten Jahr das wieder ganz anders aussehen kann.

Brauchen wir aber nun wirklich bei der Fahrt durch die Brandung über einen 100%ig hindernisfreien Sandbodenuntergrund einen Schutzhelm? Kann es nicht sein, dass wir gerade mit Schutzhelm, der uns etwa 5 cm größer macht, während einer Kenterung eher mit dem Sandboden in Berührung kommen und dann mit Helm nicht so leicht über den Sandboden rutschen, wie ohne Helm. Meines Erachtens ist das ein diskutabler Einwand gegen das Tragen eines Schutzhelms bei Brandungsbedingungen, so dass ich während einer Küstentour, bei der die Brandung ganz allmählich zunimmt, nicht immer den Helm aufsetze, wohl wissend, dass ich mich spätestens nach 5 Minuten an den Helm genauso gewöhnt haben werde, wie an meine Schwimmweste, die ich seit Anbeginn als Küstenkanuwanderer trage!?

Brandungstraining

Anders sieht das bei gezielten Brandungsfahrten, insbesondere öffentlich ausgeschriebene Brandungsübungen aus. Da besteht ab 30 cm Welle eine Helmpflicht und das ist richtig; denn erstens sind bei Brandungsübungen Kollisionen mit anderen Paddlern und folglich Kopfverletzungen nicht immer ganz auszuschließen und zweitens wird im Falle eines Unfalles in der Brandung sicherlich immer sofort danach gefragt, ob eine Schwimmweste und ein Schutzhelm getragen wurden. Wenn dann bei einer Kopfverletzung verneint wird, dass ein Helm getragen wurde, dann wird es der verantwortlichen Leiter einer solchen Brandungsübungsveranstaltung verdammt schwer haben zu beweisen, dass diese Kopfverletzung auch mit Helm passiert wäre.

Küstentour

Was spricht nun dagegen, bei einer Küstentour mit Brandungspassagen zumindest einen Helm mitzuführen? Nun, erstens trägt dieses „gefühlte“ Unbehagen, unterwegs einen Helm tragen zu müssen, sicherlich nicht zur Motivation bei, einen Helm mit auf Tour zu nehmen, auch wenn wir ihn unter Umständen mangels Brandungsbedingungen gar nicht aufzusetzen brauchen. Und zweitens erweist sich das Problem, den Helm, sofern er nicht getragen wird, auf bzw. unter Deck richtig zu lagern, als „Helmkiller“. D.h. wir lassen meist schon allein deshalb unseren Schutzhelm zu Hause, weil der Helm bei einer Gepäckfahrt sowieso nicht unter Deck passt … und auf dem Deck ist auch kaum Platz, wo der Helm gelagert werden kann, ohne ständig hin und her zu wackeln. Das gilt insbesondere für jene „schicken“ Helme mit integriertem Blendschutz, in deren Hartschale sich keine Löcher befinden. Solch ein Helm kann – sofern für ihn kein extra Gepäcknetz vorgesehen ist, unter das der Helm verstaut wird – doch nur mit dem Kinnriemen mehr oder weniger locker irgendwo an einer Decksleine befestigt werden.


Der „ideale“ Helm

Rudi T i l l m a n n hat mich nun auf einen Schutzhelm aufmerksam gemacht, der für Kiter gedacht ist:

www.surfshop24.de/ascan_surfhelm_kitehelm-p-86.html?ref=92

Dieser Helm, Modell „Ascan Surf- + Kitehelm“, zeichnet sich durch Folgendes aus:
  • Material: 10 mm Microcell-Streifen, die biegsam sind und für zusätzlichen Auftrieb sorgen,
  • Innenpolster: integrierte dünne Neohaube,
  • Gewicht: ca. 220 g,
  • Farbe: z.B. gelbe Microcell-Streifen / schwarze Polsterung,
  • Preis: ca. 45,-€.
Der besondere Vorteil dieses Schutzhelms ist sein elastisches Material, das es ermöglicht, den Helm so zusammenzudrücken, dass er wesentlich leichter und fester zu verstauen ist, als all die Helme aus starrem Plastikmaterial. Selbst in der Sitzluke könnte er verstaut werden, ohne den Ausstieg nach einer Kenterung zu behindern.

Was wollen wir mehr? Ab sofort müssen wir nach anderen Gründen suchen, wenn wir uns „oben-ohne“ in der Brandungszonen aufhalten wollen! Dennoch ist auch dieser Helm noch verbesserungswürdig; denn der vorgesehene Kinnschutz ist etwas hart & unbequem. Ein gepolsterter Kinnriemen wäre hier die bessere Alternative gewesen.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (30.07.2017 um 14:34 Uhr)
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  #2  
Alt 21.04.2018, 09:57
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Frage Faltbarer Schutzhelm

Ahoi!

Wenn in der Brandung gepaddelt wird, sollte ein Schutzhelm dabei sein. Ob man ihn auch aufzieht, hängt von der Höhe der Welle und den eigenen Paddelfähigkeiten ab … manchmal aber auch davon, ob man ihn auch dabei hat … und das wieder hängt davon ab, wie bequem er sich verpacken (=> bei "Ententeichbedingungen") und tragen lässt.

Hier bietet sich neben dem Helm Ascan Surf- + Kitehelm (ca. 220 g, ca. 45,- €)

www.surfshop24.de/ascan_surfhelm_kitehelm-p-86.html?ref=92
http://kanuforum.de/showthread.php?t=17366

der folgende Helm Closca Fuga (ca. 360 g, ca. 120,- €) an:

https://www.globetrotter.de/shop/clo...?sku=302239004

der als faltbarer Fahrradhelm konstruiert wurde.

Von der Größe (=> 12 cm Höhe, die sich auf 7 cm zusammenfalten lässt) müsste er geeignet sein, zumindest wenn wir damit nicht in Felsenrevieren paddeln, der Helm über keine Metallteile verfügt (=> Salzwassserkorrosion) und die Polsterung leicht zu trocknen ist. Wer die Möglichkeit, diesen Helm mal auszuprobieren, könnte ja darüber berichten, ob er wirklich für das Küstenkanuwandern bei Brandungsbedingungen entlang der deutschen Küste geeignet ist.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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  #3  
Alt 23.04.2018, 10:15
Xcks Xcks ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.11.2013
Beiträge: 138
Standard

Super leicht und toll kompakt ist sicher besser als nichts, aber wie stehts mit der Haltbarkeit? Wenn mir nach dem ungewollten Ausstieg in der Brandungszone ein vollgelaufenes Boot an den Kopf donnert dann treten dort Kräfte auf, gegen die man sich nur mit einem guten Wildwasserhelm (halbwegs) schützen kann. Ein Fahrradhelm dürfte das kaum aushalten, zumal er garantiert auch auf dem Kopf verrutsch, wenn es richtig wild wird. Wer Wildwasser fährt weiß, welche Kräfte an einem Helm zerren können!

Auch die riesigen Lufteinlässe in diesem Stoff-Kite-Helm überzeugen mich nicht.

Für 100-150 Euro bekommt man sehr gute WW-Helme zwischen 550-700g Gewicht.

Aber...Freya hat vermutlich schon abertausende KM mit ihrem Helm auf Deck absolviert und das Teil vermutlich noch nie benutzt.
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