DKV-Kanu-Forum  

Forum


Sie sind nicht eingeloggt!
Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.


Schnellauswahl


» Ankündigungen
» Kanu-Neuigkeiten
» Feedback & Hilfe
» Paddler-Treff
» Kanuwandern
» Faltboot
» Canadier
» Wildwasser
» Küste
» Ausrüstung
» Sicherheit
» Ausbildung & Training
» Reisen, Routen & Reviere
» Umwelt & Gewässer
» Sonstige Kanu-Themen
» Kanu-Rennsport
» Kanu-Slalom
» WW-Rennsport
» Kanu-Polo
» Kanu-Drachenboot
» Kanu-Freestyle
» Kanu-Marathon
» Outrigger-Canoe





Kontakt

» Foren Regeln
» Haftungsausschluss
» Impressum
» Team
» DKV



Zurück   DKV-Kanu-Forum > Kanu-Freizeitsport > Küste

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 16.06.2016, 12:38
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil Contact Tow / „Päckchenschlepp“

Ahoi!

Im SEEKAJAK, Nr. 146/2016, S.14-16, stellt Kai Urban in dem Beitrag:

„Contact Tow – eine einfache Konstruktion“

=> http://www.salzwasserunion.de/images...OMPRIMIERT.pdf

eine „kurze Schleppleine“ vor, mit der wir auf die Schnelle einen Mitpaddler, der technische bzw. gesundheitliche Probleme hat:
  • aus einem Gefahrenbereich (z.B. Schifffahrt, Felshindernisse, Buhnen) herausschleppen können,
  • davor bewahren können, in einen nahen Gefahrenbereich hineinzutreiben (z.B. Fahrwasser, Felshindernisse, Buhnen, Grundsee, Strandbrandung).
Variationen

Wir können diese kurze Leine aber auch einsetzen:
  • um ein Seekajak, welches nach einer Kenterung mit Ausstieg abgetrieben ist, wieder zurück zum im Wasser treibenden „Kenterbruder“ zu schleppen;
  • um einen Kanuten, der z.B. bei einer Rettungsaktion sein Paddel verloren hat, wieder zurück zu einem Paddel zu schleppen;
  • um beim „Parallel-Wiedereinstieg“ das „Kenter-Kajak“ zu stabilisieren, damit beim Wiedereinstieg das „Kenter-Kajak“ nicht erneut kentert bzw. soweit sich zur Seite neigt, dass erneut Wasser in die Sitzluke, welche vorher mit der „TX-Lenzmethode“ gelenzt wurde, fließen kann;
  • als „Trittleiter“ zur Erleichterung des „Parallel-Wiedereinstiegs“;
  • um beim Schleppen eines Päckchen durch Dritte das Päckchen stabilisieren zu können, da der zu schleppende Kanute selber wegen einer Armverletzung nicht mehr in der Lage ist, sich am benachbarten Seekajak sich festzuhalten.
„Päckchen-Schlepp“ mit/ohne Leine

Der „Contact Tow“ kann auch als „Päckchen-Schlepp“ bezeichnet werden, weil der hilfsbedürftige Kanute mit seinem „Retter“ („Schlepper“) ein „Päckchen“ (Floß) bildet, und zwar so, dass der „Retter“ noch imstande ist, dieses „Päckchen“ mit Hilfe von Paddelschlägen aus dem Gefahrenbereich zu paddeln (transportieren).

Eigentlich genügt es dafür, wenn der hilfsbedürftige Kanute sich parallel zum „Retter“-Kajak legt und sich entweder im Bug- oder Heckbereich mit seinen Händen so festhält, dass die beiden Seekajaks parallel liegen bleiben, d.h. nicht auseinanderdriften. Bei schwierigeren Gewässerbedingungen bzw. bei gesundheitlichen Problemen könnte es jedoch angebracht sein, dass der „Retter“ mit einer kurzen Schleppleine, die er in Höhe seines Kartendecks ständig mitführt, den Bug des zu rettenden Kanuten so fixiert:
  • dass zum einen das Kajak des hilfsbedürftigen Kanuten parallel zum „Retter“-Kajak liegen bleibt,
  • und dass zum anderen der „Retter“ in der Lage ist, das „Päckchen“ effektiv aus dem Gefahrenbereich zu paddeln.
Videodemonstrationen

Das Video von Gordon Brown zeigt anschaulich die Ausführung des „Päckchen-Schlepps“ unter Einsatz einer kurzen Schleppleine („Contact Tow“). Er erläutert auch, wie eine solche Schleppleine (=> Länge: knapp 3 Bootsbreiten inkl. 2 Haken (ohne Widerhaken)) auszusehen hat:

https://www.youtube.com/watch?v=1OhowpFVDe8 (22/07/13) (5 Min.) (Gordon Brown)

Im Video von Shawa Franklin & Leon Sommé wird der „Päckchenschlepp mit und ohne kurzer Leine demonstriert:

https://www.youtube.com/watch?v=otEmFcTTrIU (8/04/15) (3:35 Min.) (S.Franklin/L.Sommé)

In einem weiteren Video erläutert Leon Sommé ausführlich, wie wir eine solche „Päckchenschleppleine“ selber basteln können:

https://www.youtube.com/watch?v=AgY_1mhlFuQ (22/04/15) (3:36 Min.) (Leon Sommé)

Kurze Leine mit Haken & Slipsteksicherung

Kai Urban stellt in seinen Beitrag nun eine weitere „Päckchen-Schleppleine“ vor. Sie verfügt nicht über zwei, sondern nur noch über einen Haken. Auf den zweiten Haken, der ansonsten in der Rettungshalteleine auf Höhe des Kartendecks eingehakt wird, verzichtet er. Stattdessen sicherte er seine kurze Leine mit einem „Slipstek“, der an einer kleinen Schlaufe anliegt, die er am Haken befestigt hat:

https://www.youtube.com/results?search_query=slipstek

Warum das? Nun, nur auf diese Weise ist es dem „Retter“ im Notfall möglich, schnell und nur mit einer Hand den „Slipstek“ zu öffnen und damit die Leine zu lösen und somit aus dem „Päckchen“ zu befreien. Das „Urbansche Bändsel“ erleichtert also die Auflösung des Päckchens. Der „Preis“ dafür ist die Gefahr, dass bei der Lagerung dieser kurzen Leine über „Jahrzehnte“ (Anmerkung: Ich selber kam in den letzten 30 Jahren nie in die Verlegenheit, den „Päckchenschlepp“ anzuwenden!) irgendwann einmal der Slipstek sich löst und die Leine vom Deck gespült wird, wenn sie nicht zusätzlich gesichert wird, was jedoch die schnelle Handhabung erschwert!?

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 04.07.2018, 18:09
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Daumen hoch Contact-Tow (Contact-Schleppleine/Päckchen-Schlepp)

Ahoi!

2016 hatte ich schon einmal zur „Contact-Schleppleine“ Stellung bezogen (s. Post #1).

Bei der letzten „Einweisungsfahrt Langeness & Co.“ (27.6.-1.7.18) (EPP 3-Küste) wurde uns nun beim Starten von Hallig Oland aus Richtung Schlüttsiel von zwei "Ausrüstungsfetischisten" eindrucksvoll gezeigt, für was ein "Cow-Tail" (=> kurze elastische Schleppleine, am Rücken der Schwimmweste per Paniköffnung befestigt):

https://www.soulboater.com/news/wozu-einen-cowtail-

gut sein kann, nämlich zum Sichern eines ohne Kanute zu Wasser gelassenen Seekajaks!

Statt des "Cow-Tail", mit dem nur WW-Westen ausgestattet werden, können wir jedoch auch eine "Contact-Schleppleine" verwenden, die vorne auf dem vorderen Kartendeck befestigt wird. Siehe hierzu das Video von Gorden Brown:

https://www.youtube.com/watch?v=1OhowpFVDe8 (Gordon Brown)

Zum Vergleich siehe auch:

https://www.youtube.com/watch?v=AgY_1mhlFuQ (Leon Sommé)

Schaut Euch doch das mal an. Ich bevorzuge die Variante von Gordon Brown, da sowohl mit "kurzem" als auch etwas "längerem" Abstand geschleppt werden kann. Wer also keinen „Cow-Tail“ an seiner Weste befestigt hat, dem empfehle ich, sich solch eine „Contact-Schleppleine“ aufs Kartendeck zu montieren.

Ich habe mich dabei dafür entschieden, statt einer festen Leine eine

  • ca. 1,75 m lange elastische Leine (=> die Länge hängt von der Kartendeckbreite ab),
  • mit einem Durchmesser von 6 mm
  • und 2 Carabinern (=> z.B.von Globetrotter: Artikel-Nr. 27.91.91 Munkees" zu je 4,95 €)
zu verwenden.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (04.07.2018 um 18:20 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 11.07.2018, 16:16
Wolfgang Wolfgang ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bremen
Beiträge: 263
Standard mal in die 80ger zurückgeschaut

Ich finde die Lösung aus den beiden Videos eher Kategorie "gebastelt" und nicht zu Ende gedacht. Wenn beide Seiten der Leine mit Karabiner versehen sind, ist eine Panikauslösung nicht möglich.
Schon in den 80gern hatte Horst Führsattel als Bergesystem für das Wildwasser eine am Boot befestigte Leine entwickelt und auf den Markt gebracht, die mit einer Panikauslöseschnalle ähnlich denen des Gurtes an den Schwimmwesten am Boot angebracht wurde - damit konnte man Personen und Material auch aus sehr bewegtem WW bergen ohne auf Paddeln verzichten zu müssen, und sollte sich Person oder Ausrüstung irgendwo verhakeln, ließ sich die Verbindung schnell lösen. Hab im WW das ausrüstungsteil sehr zu schätzen gelernt, bis auch ich einen Cowtail an der Weste hatte. Interessanterweise ist der Cowtail von Holger Mataschek wohl ziemlich zeitgleich zur HF Bergeleine propagiert worden.
Zitat:
Zusammen mit einigen anderen AKC’lern, darunter Topoerfinder Holger Machatschek, probiert er verschiedene Schleppleinen zur Rettung bewusstloser Schwimmer aus. Während Machatschek eine an der Schwimmweste fixierte Version propagiert, entwickelt Horst ein Modell zur Montage am Boot. Mit dieser zog er „im Schlepptau“ von Paddelbauer Erich Schlegel durch deutsche Kanushops um seine Erfindung vorzustellen. Ein richtiges Business hat der Student damals noch nicht im Sinn, doch als Sport Scheck in München 1984 prompt 100 Stück ordert, steht er vor einem Problem
- siehe http://www.horstfuersattel.de/myths-...n-portrait.htm
In der Palm Paddle Lash ist im Prinzip das gleiche gemacht worden - nur halt nicht so robust, da nur als Paddelsicherung gedacht.
Und mit der °hf Plan Sea Schleppleine könnte man das leicht modifizieren, wenn man unbedingt am Boot befestigt aus schleppen möchte, da wäre dann alles drin - einschließlich Ruckdämpfer.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 12.07.2018, 15:12
David David ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2009
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 20
Standard

Moin,

ein Contact Tow mit Panik-Auslöseschnalle hat Steve Whetman gebaut. Man findet, wenn man auf der Seite ganz nach unten scrollt, auch ein Video.

http://www.whetmanequipment.com/sea-contact-line.html

Viele Grüße
David
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:46 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.