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  #21  
Alt 16.08.2017, 15:08
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Unglücklich 1x Elba sehn, aber doch nicht umrunden!

Ahoi!

Im KANU-SPORT, Nr. 8/17, S.4-11, berichtet Gerd Kassel in dem Beitrag

„Im Luftboot um die Sonnen-Insel Elba“
=> https://www.google.com/maps/@42.8141.../data=!3m1!1e3

über ein paar Tagestouren im Windschatten der Insel und einem 2-tägigen Versuch, diese toskanische Insel zu umrunden.

Leider ist der Umrundungsversuch schon am zweiten Tag abgebrochen worden, und zwar nicht wegen zu viel Sonnenschein, sondern wegen zu viel Wind. Insofern ist der gewählte Titel schon etwas irreführend. Vielmehr hätte er lauten müssen:

„Vom Winde verweht: Mit Luftboot und Hund auf der Insel Elba“

Der Beitrag ist recht professionell aufgemacht; denn er
  • beginnt mit einem doppelseitigen Foto und enthält weitere 6 Fotos;
  • spricht den Kreis von Luftboot-Paddlern an;
  • weckt die Emotionen jener Paddler, die selbst bei Wanderfahrten nicht auf ihren Hund verzichten wollen;
  • und er erstreckt sich – rekordverdächtig – auf über 8 Seiten, sodass der interessierte Leser die Hoffnung hat, dass in dem Beitrag auch Infos findet, nach denen er sucht.
Wer ihn mit zum „Frisör“ nimmt, um sich die Wartezeit zu verkürzen, der dürfte ihn anschließend zufrieden zur Seite legen. Alle anderen werden enttäuscht sein; denn der Beitrag enthält wohl viele Worte, aber nur wenige Fach-Infos. Erwähnenswert ist nur Folgendes, was jedoch vielfach in einem Nebensatz versteckt ist:
  • Zur Insel gequert wurde mit der Fähre von Piombino nach Portoferraio (Fährpreis: ca 160,- € für 1 Person inkl. Pkw + kl. Anhänger. In der Hauptsaison wird eine Reservierung empfohlen.
  • Daneben gibt es noch eine Personenfähre, die in Cavo anlandet.
  • Interessierte können auch per Kajak queren. Leider erfahren wird nichts darüber, ob es überhaupt in Italien erlaubt ist, sich mit dem Kajak weiter als 1 km vom Ufer zu entfernen?!
  • Anlaufstelle in Elba ist der Campingplatz Nisporto im Nordosten der Insel.
  • Ab dem 15. Oktober ist die Campingsaison vorbei.
  • Das Paddeln im Hafenbecken von Portoferraio ist unter Strafe (ca. 500,- € Bußgeld) verboten.
  • Elba liegt im Einzugsbereich von Mistral und Scirocco.
  • Im „Mistral-Cafe“ von Cavo gibt es „die beste Pizza von Elba“.
  • 1. Tagestour: Nisporto (?) <=> Hafen von Portoferraio
  • 2. Tagestour: Porto Azurro <=> Cavo (Ostküste)
  • 3. Tagestour (Versuch): Lacona => Marina di Campo u. Cavoli (fällt wegen auflandigem Wind aus!)
  • 3. Tagestour: Capo d’Enfola => Halbinsel Enfola => Portoferraio.
  • Umrundungsversuch: Nisporto => Capo Vita (2 Tage) (Nordostspitze von Elba, nicht aber „Südostzipfel“, wie der Autor schreibt) und retour!
  • In der Bucht von Lacona gibt es 3 Zeltplätz, die im Frühjahr u. Herbst offen haben.
  • Es kann im Oktober sehr windig sein. Der aus Süden mit 5-6 Bft. wehende Scirocco kann mehrere Tage wehen.
  • Beste Jahreszeit: Mai, Juni und September, Oktober, wobei jedoch der Beitrag deutlich macht, dass es dann schon öfters heftiger wehen kann.
Gerd Kassel ist kein unbekannter Autor. Über Elba hat er sogar ein Buch geschrieben:

"Insel Elba – Mit Kajak, Rad + Rucksack" (Pollner Verlag 2003)
=> www.kanukassel.de/10044/230808.html

und ebenfalls einen Zeitschriftenbeitrag:

"Giro di Elba. Kajakstreifzug vor den Toren der Toskana" (Kanu Magazin, Nr.02/02)

Vielleicht hatte er deshalb keine Lust mehr gehabt, erneut etwas über die Umrundung von Elba zu verfassen. Aber wenn er schon den Titel seines KANU-SPORTs Beitrags akzeptiert, dann hätte er wenigstens in einer „Kurz-Info“ ein paar Daten über eine Elba-Umrundung aufführen können, wobei die abgebildete Karte hätte so informativ sein müssen, dass wir die Lage der für eine Umrundung relevanten Orte der Karte entnehmen können. So aber wird auf S.11 eine Karte abgebildet, auf der noch nicht mal all jene Orte aufgeführt werden, von denen die einzelnen Spritztouren gestartet werden.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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  #22  
Alt 17.08.2017, 06:44
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 381
Standard

Naja, nächstes Jahr versucht er es mit dem SUP, und wundert sich das er wieder scheitert. Ironie aus
__________________
Das Seepferdchen ist kein Schwimmabzeichen
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  #23  
Alt 27.09.2017, 10:17
Aspecto Aspecto ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.06.2007
Beiträge: 19
Lächeln Elba – die teilweise zweite Runde

Vom 17. – 22.09.2017 haben wir zu zweit die Insel umrundet. Für meine Mitpaddlerin war es der erste Besuch, für mich der zweite.

Start von Piombino nach Rio Marina mit der Fähre (Kosten für Boot und Person knapp € 14,--); die Organisation für die Bootsmitnahme wird am besten vor Ort erledigt. Lt. Aussage der sehr freundlichen Dame am Buchungsfenster vor dem Camper-Parkplatz "Alvin" muss der jeweilige Kapitän zustimmen. Die Kajaks haben wir dann zu Fuß zur Fähre gerollert und an der Seite des Autodecks fest vertäut - daher unbedingt Bootswagen mitnehmen, den haben wir auch während der Umrundung immer wieder gebraucht. Wind aus West mit ca. 16–20 kn hielt uns von der Querung zu Beginn der Ausfahrt ab. Das Auto blieb in der Nähe der „Marina Di Salivoli“ stehen, da wir die Rückfahrt auf eigenem Kiel planten. Zu einem sicheren Parkplatz verhalfen uns der Zufall und ein sehr freundlicher Italiener.

In Etappen ging es dann mit dem Uhrzeigersinn um die Insel. Die Wind- und Wetterprognose von Windfinder empfahl diesen Kurs. Nach einem freien Platz an der Südküste und dem Campingplatz bei Marina di Campo (Camping La Foce) war das nächste Ziel Scaglieri. Der starke Wind aus NNW und recht hohe Wellen aus der gleichen Richtung legten aber den vorgezogenen Stopp an der Westküste am Kiesstrand von Pomonte nahe. Auch wenn wir trotz des Windes und der Wellen noch mit einem 4,5 km/h Schnitt vorwärts kamen, war ich mir hinsichtlich der Bedingungen am Nord-West-Kap (Punta della Fornace & Zanca) zu unsicher. Zusätzlich braute sich auch ein Gewitter zusammen. Dieses beschäftigte uns dann die ganze Nacht und hatte an anderen Teilen der Insel – so wie wir später erfuhren – sogar für Hagel und kurzfristige Überschwemmungen gesorgt.

Der Kiesstrand von Pomonte (Spiaggia del Relitto) wurde zeitgleich von einer dreiköpfigen französischen Seekajakgruppe als Quartier genutzt. Wir hatten den Strandbetreiber und Lifeguard vor der Camp-Errichtung gefragt, wo man bleiben könnte und haben dann das herzliche Übernachtungsangebot direkt am freien Teilstrand wahrgenommen. Insgesamt war der Kiesstrand von Pomonte ein toller Platz und lud ein, den Ort kennen zu lernen. Bitte fragt dort aber immer nach, bevor ihr Quartier nehmt; dann klappt das sicherlich auch.

Am 20.09. ging es dann mal mit dem Wind von Achtern nach Nisporto – immer noch mein Lieblingszeltplatz (Sole e Mare) auf der Insel. Wir blieben zwei Nächte dort und nutzen den 21.09. für einen Tagesausflug nach Portoferrario. Die Boote ließen wir im Süden des Hafens am Strand nahe der Buhne an einem Zaun angekettet liegen. Das war kein Problem, resultierte aber in einem etwas längeren Marsch nach Portoferrario. Rückblickend könnte der zentraler gelegene Strand „The Gravel Beach, Spiaggia Le Ghiaie“ besser funktionieren. Allerdings muss man dafür die Fährlinie kreuzen.

Der 22.09. brachte uns bei fast Top-Konditionen nach Piombino (Marina Di Salivoli). Wind aus SSE mit 7–8 kn waren gute Voraussetzungen. Unsere Querung startete um 11.45. Bis ca. 12.20 war keine Fähre zu sehen; erst dann sah man weit entfernt eine aus Portoferrario kommend. Zu dem Zeitpunkt waren wir aus der Fährlinie aber schon raus. Wir fuhren einen 30° Kurs.

Drei Punkte zur Querung:
  • Neuerdings fahren auch Tanker durch die Enge zwischen Festland und Elba. Als wir losfuhren befand sich ein Tanker auf der Höhe Piombinos. Ggf. hatte dies auch etwas mit der „Fähren-Lücke“ zu tun. Der Tanker war übrigens gefühlt nochmal deutlich schneller als die normalen Fähren.
  • Die Schnellfähre (gelb weiß) fährt von Portoferrario aus einen sehr weiten Bogen in westlicher Richtung um das „Capo Vita“ im Nordosten der Insel, während die anderen normalen Fähren – in beiden Richtungen – dichter unter Land bleiben. Exakt habe ich den Kurs nicht verfolgen können, da wir noch zu weit südlich waren als sie uns überholte und den Kurs fuhr. Dies sollte man beachten und darauf achten, wo sich die Schnellfähre befindet. Wenn sie sich in Portferrario befindet tendiere ich aktuell dazu am Kap abzuwarten bis die Fähre in Richtung Piombino durch ist. Auf dem Weg von Piombino nutzt auch die Schnellfähre den bevorzugten Bereich aller Fähren näher am „Capo Vita“.
  • Der Guide der französischen Gruppe berichtete von einer Beschlagnahmung von Material eines Seekajakers, der von der Küstenwache „hops“ genommen wurde. Auch berichtete er, dass die Küstenwache aufmerksamer ist, seitdem die Tankerroute (s.o.) neu gelegt wurde. Wir wagten die Querung dennoch und hatten null Probleme. Dennoch möchte ich die Querung nur bei guten Bedingungen und mit einer Gruppe unternehmen, von der ich weiß, dass alles klappt. Wir haben 2,5 Stunden benötigt.

VG, Christian

P.S.: Nachtrag zur Schnellfähre; auf www.marinetraffic.com kann die Position von Schiffen bestimmt werden und auch die Route dargestellt werden. Hieraus ergibt sich ein tendenziell ähnlicher Kurs der Schnellfähre mit unvorhersehbaren Ausweichbewegungen. Dieses Schiff (HSC Corsica Express Three) ist immer besonders zu beobachten. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 37 Knoten / 68 km/h angegeben.

Geändert von Aspecto (27.09.2017 um 10:19 Uhr) Grund: Unterschrift vergessen
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  #24  
Alt 25.10.2017, 17:44
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Daumen hoch Rund Elba in 5 Tagen

Ahoi!

Martina Göke hat den folgenden Beitrag:

„Spontane Flucht in den sonnigen Süden. Rund um Elba“
=> https://www.google.com/maps/@42.8197.../data=!3m1!1e3

im SEEKAJAK, Nr. 152/17, S.50-51 – www.salzwasserunion.de

veröffentlicht. Er enthält eine – geradeso - akzeptablen Kartenskizze, der wir auch die fünf Tagesetappen entnehmen können.

Gestartet ist sie Anfang Mai 2017 von einem Campingplatz in der Bucht von Lacona (im Süden der Insel). Begleitet wurde sie von zwei Mitpaddlern. Gepaddelt sind sie in Einer-Seekajaks, und zwar im Uhrzeigersinn um die Insel herum (insgesamt ca. 135 km). Übernachtet haben sie unterwegs „frei“. Dabei wurden die Zelte nicht immer aufgebaut, sei es, dass das Wetter das Biwakieren zuließ bzw. weil wegen eines zu kleinen Kiesstrandes und unsicherer Wasserstände ein Biwak bei Hochwassere leichter zu räumen ist als ein Zeltlager.

Für ein besonderes Ereignis war mal wieder die Bucht von Portoferraio gut. In anderen Berichten wurde schon einmal gemeldet, dass jemand über 200 € Strafe zu bezahlen hatte, weil er unerlaubterweise in den Fährhafen gepaddelt ist. Martina & Co. nun näherten sich vom Westen her dem Fährhafen, waren jedoch in den dort vorgelagerten Jachthafen hinein gepaddelt.

=> https://www.google.com/maps/@42.8093.../data=!3m1!1e3

Ihnen wurde dort von der Polizei erklärt, dass sie „die ganze (!) Bucht von Portoferraio nicht befahren dürfen.“ Sie durften auch nicht wieder zurückpaddeln, sondern mussten an Land und per Booswagen durch die enge Altstadt zurückkehren an jenem Strand wo sie 4 Stunden vorher entlang gepaddelt sind. Anschließend querten sie am äußersten Eingang der ca. 2 km breiten Bucht von Portoferraio vom Kastell Forte Stella aus Richtung Ost zum gegenüberliegenden Ufer. Dabei werden drei Fährlinien gequert. Wer sich also keinen Ärger einhandeln will (der gegebenenfalls mit einer Beschlagnahmung des eigenen Seekajaks enden könnte; zumindest soll es Kanuten so ergangen sein, die vom Festland aus versuchten, Elba anzufahren) und damit die einem nachfolgende Kanutengenerationen auch noch eine Chance haben, Elba vollständig zu umrunden, der sollte über die App „Marine Traffic“ auf seinem Smartphone checken, ob in der nächsten halben Stunde mit Fährverkehr zu rechnen ist. Wenn ja, dann sollten die Fährschiffe abgewartet werden, bevor diese 2 km lange Querung im „Eiltempo“ gewagt wird.

Leider finden wir in dem Bericht keinen Hinweis auf das verwendete Kartenmaterial. Gegebenenfalls empfehlenswert halte ich z.B. die „GPS-genaue“
„Extra Tourenkarte Elba“ (1:35.000) von KOMPASS
die dem „Wanderführer Elba“ (2014, 160 S.) beigefügt ist. Diese Karte enthält Infos über Strände, Zeltplätze und … Wanderwege. Letztere sind nicht ganz uninteressant; denn die Insel Elba ist viel zu abwechslungsreich, als dass sie mit dem Seekajak nur einmal umrundet wird.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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  #25  
Alt 25.10.2017, 22:30
Olaf Dzwiza Olaf Dzwiza ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Ort: Hannover
Beiträge: 169
Standard

In Beitrag #15 wurde bereits ein Link zu einem GPS-Track gepostet:
https://www.gpsies.com/map.do;jsessi...epslshkgbnazoy

Das ist der Track der beschriebenen Tour. Damit langt es auch zu einer besseren Kartendarstellung.
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  #26  
Alt 30.05.2018, 08:57
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.399
Pfeil Rund Elba in 5 Mai-Tagen (ca. 120 km)

Ahoi!

Die Insel Elba zählt zum toskanischen Archipel:

https://www.google.com/maps/@42.8251.../data=!3m1!1e3 (Elba)

Sie ist ca. 10 - 25 km vom italienischen Festland bzw. ca. 60 km von Korsika und ca. 13 km von der Isola Pianosa entfernt. Sie kommt auf eine Länge von ca. 27 km, eine Breite von 4 - 18 km und eine Höhe von 1.019 m (=> Monte Capane). Die Küstenlinie soll ca. 150 km betragen und besteht überwiegend aus farbenfrohen, mineralienreichen Felsen unterbrochen nur von unzähligen, an die 72 erwähnenswerte Sand- bzw. Kiesstränden:

Elba scheint eine „Trauminsel“ zu sein. Zumindest nach der Anzahl der Klicks steht in der KANU-FORUMS-Rubrik „Küste“ das Tourengebiet „Elba“ nach den west-schwedischen Schären und Grönland mit etwa 13.000 Klicks an dritter Stelle:

http://kanuforum.de/showthread.php?t=5677

Vom 7.-11.05.2018 paddelte ich nun mit einer Gruppe von 2 Kanutinnen und 4 Kanuten rum um Elba und musste feststellen, dass es sich bei Elba in der Tat um eine „Trauminsel“ handelt, und zwar uneingeschränkt Etappe für Etappe, Kilometer für Kilometer, Steilküste für Steilküste, Bucht für Bucht, Taverne für Taverne. Aus der Sicht des Küstenkanuwanderns ist sie in etwa vergleichbar mit der dänischen Insel Bornholm obwohl der Küstenverlauf, das Klima, die Geologie, die Uferbeschaffenheit, die freien Zeltmöglichkeiten, die Versorgung über Tavernen bzw. Ristorantes gänzlich unterschiedlich sind. Wenn das Wetter es aber erlaubt, sind jedoch beide Inseln in 5-7 Tagen zu umrunden; denn beide Inseln haben in etwa eine Küstenlinie von ca. 150 km …. und das ist manchmal ein zentrales Kriterium bei der Auswahl eines Küstenreviers.

Planungsunterlagen

Grundlage für die Navigation auf dem Wasser und die Orientierung an Land war das Buch:
M.Föger: Wanderführer + Karte Elba, Kompass-Verlag 2014 (160 S.)
Die Karte im Maßstab 1:35.000 wurde in 4 DIN A3-Blättern farbfotokopiert, einlaminiert und zu Wasser und Land eingesetzt. In der Karte sind alle Strände & Zeltplätze und 40 Fußwanderungen eingezeichnet. Wer nun noch wissen möchte, wie diese Strände aussehen, der möge die folgende Karte anklicken:

Kartenskizze mit Hinweis auf Sand- bzw. Kies-Strände (mit Fotos):
https://www.infoelba.net/insel-elba/straende/ (

Zeltmöglichkeiten

Während der Umrundung zelteten wir an allen 4 Nächten frei. Zumindest in der Vorsaison war das kein Problem. In der Hauptsaison hätten es sicherlich mit unseren 6 Zelten bei 2 Plätzen Schwierigkeiten geben können, spätestens dann, wenn schlechtes Wetter abgewettert werden muss. D.h. vorsichtshalber sollten bei belebteren Stränden dann über Tag die Zelte abgebaut werden.

Beim Zelten bzw. Biwakieren an einsamen Stränden ohne viel Hinterland ist jedoch auf Folgendes zu achten: Ist der Strand einer Steilküste vorgelagert, könnte nicht nur Steinschlaggefahr herrschen, sondern auch die Gefahr bestehen, dass bei plötzlicher Wasserstandserhöhung (=> tiden- bzw. windbedingt) keine Rückzugsmöglichkeit besteht!

Tourenetappen

Bei der Beschreibung der Start-/Anlandepunkte wird zur leichteren Orientierung auf die Strand-Nummern der folgenden Kartenübersicht verwiesen:

https://www.virtualelba.it/elba-insel/spiagge.htm

Diese Übersicht wurde zugleich auch als DIN A3-Kopie auf der Rundtour mitgeführt.

Gestartet wurde vom Zeltplatz Enfola und gerundet im Uhrzeigersinn:
https://www.google.com/maps/@42.8266.../data=!3m1!1e3

1. Tag:
Enfola (11) => Querung der Bucht von Portoferraio => Nisporto (68) => Nord/Ost-Spitze von Elba (Capo Vita) => Cavo => Topinetti (62) (kleine Taverne) = ca. 25 km;

2. Tag:
Topinetti (62) => Rio Marina => Ortano (60) => Porto Azzurro => Querung der
Baia de Mola zum Capo della Tavola => Naregno (56) => Süd/Ost-Spitze von
Elba (Punta die Ripalti => nahe Remaiolo (52) => Innamorata (51) (mit
Tavernen) = ca. 26 km;

3. Tag:
Innamorata (51) => Punta Morcone (49) => Querung des Golfo Stella zum Capo
della Stella => Bucht nahe des Zeltplatzes Lacona Pineta => 3 Std.
Fußwanderung auf der Halbinsel Stella zum Capo => Querung zum Punta
Contessa zum Sandstrand des Zeltplatzes Laconella (39) = ca. 12 km;

4. Tag:
Laconella (39) => Capo di Fonza => Marina di Campo => Capo Poro =>
Fetovaia (32) => Pomonte (30) => retour zum Strand Le Tombe am Punta le
Tombe => ca. 26 km;

5. Tag:
Le Tombe => Pomonte (30) => Westseite Elbas (Punta Nera) => Patresi (28) =>
Sant‘ Andrea (27) => Marciana Marina (23) => Querung des Golfo di Procchio =>
Porticciolo (16) => Querung Golfo della Biodola => Punte Penisola => Querung
Golfo di Viticcio => Enfola (11) = 25 km.

Weitere Infos über:
  • Paddel-Saison (Ende April bis Mitte Juni)
  • Zeltmöglichkeiten (in deer Vorsaison)
  • Versorgung (Mal ganz anders: Insalata, Pasta & Pizza)
  • Befahrensprobleme
  • Fußwanderungen (Schlechtwetteralternativen)
  • Anreise (2-3 Tage)
  • „Bonus-Programm“ (Vogalonga)
werden in meinem folgenden Beitrag gebracht:

www.kanu.de/nuke/downloads/Tourentipp-Elba.pdf

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (30.05.2018 um 09:58 Uhr)
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  #27  
Alt 01.06.2018, 18:38
Schlumi Schlumi ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.02.2008
Beiträge: 371
Standard Elba

Hallo Udo!
Danke für den informativen Bericht. Aus eigener Erfahrung weise ich noch einmal auf die Gefahren hin, die beim Zelten unterhalb von porösen Steilküsten hin. Wir wurden zu Brandungsstart a la St. Peter-Ording bei Sturm gezwungen....ein Entkommen über Land war unmöglich.
Gruß
Schlumi
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 04.06.2018, 23:34
Wolfgang Wolfgang ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bremen
Beiträge: 263
Standard mal ne offizielle Stellungnahme einholen?

Ich möchte mal auf eine Bemerkung im hinterlegten PDF-Bericht von Udo zurückkommen:

Da schreibt er über mögliche rechtliche Probleme:
Zitat:
(1) Die Querung vom Festland aus, z.B. vom Hafenort Piombino aus oder von der Bucht von Punta Ala hinüber nach Elba beträgt ca. 10 km bzw. ca. 25 km:

https://www.google.com/maps/@42.8350.../data=!3m1!1e3
Leider konnte ich nichts Genaueres erfahren. Es gibt jedoch die Aussage, dass wir uns in Italien im Seekajak nur 3 km von der Küste entfernen dürfen, d.h. Querungen von Land zu Land dürfen nur max. 6 km betragen. Andere Aussagen bestätigen das. Z.B. sollen Franzosen mit Seekajaks vom Festland aus nach Elba gepaddelt sein. Sie wurden von der Polizei aufgegriffen und ihre Kajaks sollen beschlagnahmt worden sein!?
Könnte man da nicht mal die Verbandskontakte des DKV zu den Italienischen Kollegen nutzen, hier Klarheit zu schaffen? Ich erinnere mich an ähnliche Fragen in Frankreich, zu denen ja dann mehr und mehr infos durchsickerten, leider anfangs sehr gespickt mit recht schlaubergerischen Kommentaren, die aber nix mit der legalen Wirklichkeit gemein hatten.


Kann man da nicht mal jemanden in italien finden, der uns das Thema sauber verklickern kann?

Gut - ich habe Elba schon vor vielen Jahren abgehakt ohne vom Stiefelschaft rüberzupaddeln - Nisporto als Start-Campingplatz war uns sehr schmackhaft gemacht worden, zumal der Wein in der dortigen Platz-Pizzeria genial gut war, da mußten wir Querungspläne einfach hintanstellen, und eine Wiederholung ist derzeit nicht auf dem Zettel, da wären vorher die Vulkaninseln vor Sizilien auf der Liste... zu unserer Zeit war für uns das Befahren des Cityhafen in Portoferraio (mit schönen Fotos) noch kein Problem...

Aber grundsätzlich ist die Querung natürlich reizvoll und drückt die (Fähr-)kosten, auch daher wäre Klarheit sicher schön.


Drum möchte ich diese Frage hier noch mal etwas sichtbarer machen:

Welche Verordnungen schränken den Seekajaker in Italien ein? - vergleiche mit z.B. Frankreich... (hinsichtlich Ausrüstung und Tourplanung)
Wer hat saubere Quellen / Gesetztestexte / Verordnungstexte?
Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 05.06.2018, 18:36
Schlumi Schlumi ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.02.2008
Beiträge: 371
Standard Elba

Wir sind vor 3 Jahren vom Festland nach Elba und später auch wieder zurück gepaddelt.
Die Polizei hat uns freundlich zugewunken. Wir haben auch keine Quelle gefunden, die ein Verbot bestätigt. Allerdings mögen es die Italiener nicht, wenn man in ihren Häfen paddelt.
Gruß
Schlumi
Wenn die Entfernung zum "FESTLAND" maximal 12 km betragen darf, kann man Elba nicht umrunden. Sieht man jedoch Elba als Festland an, bleibt man bei der Überfahrt im 6km-Limit.

Geändert von Schlumi (05.06.2018 um 18:42 Uhr) Grund: Was ist "Festland"
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