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  #1  
Alt 08.08.2018, 15:42
Küstenkuddel Küstenkuddel ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.08.2018
Beiträge: 2
Standard Moin Moin aus Lübeck

Moin zusammen,
ich bin ganz frisch dabei und möchte mir jetzt einen gebrauchten Kanadier kaufen um mit Frau und Hund etwas auf Trave und Wakenitz zu paddeln.
Ein Boot ist auch schon in Aussicht.Leider habe ich kaum Informationen.Ein Paar schlechte Fotos und die Maße. 470 cm lang 80 cm breit aus GFK.
Könnte mir einer der Spezialisten vielleicht anhand der Fotos den Hersteller nennen,oder grob einschätzen ob man das Schätzchen wieder flott bekommt?
Es hat ein kleines Loch oberhalb der Wasserlinie....was repariert werden müsste.

Ich würde micht freuen,wenn mir jemand helfen könnte.

Ich wäre auch an einem persönlichen Gedankenaustausch interessiert Lübeck und nähere Umgebung
Grüße aus Lübeck
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  #2  
Alt 10.08.2018, 11:27
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 593
Standard

Hallo Kuddel,

herzlich willkommen und dazu einen feuchten Händedruck.

Das Boot sieht im positiven Sinn insgesamt unspektakulär und gut aus. Es sollte aufgrund der Rumpfform genug Anfangsstabilität bieten, was den Hund und Euch freuen dürfte. In Anbetracht der schon eher sparsamen Breite, der eher schlankeren Rumpfform würde ich kraftsparendes Wanderpaddeln erwarten. Mehr Breite bietet mehr Endstabilität, aber auch für Einsteiger ins Paddeln sollte das Boot noch im grünen Bereich liegen. Alles in allem eher ein Boot, das den erfahrenen Paddler nicht so schnell enttäuscht, als eins das auf bekennende Grobmotoriker zugeschnitten wäre und mit etwas Erfahrung bald wieder abgestoßen wird.

Ich könnte mir vorstellen, dass jemand von einem guten Boot eine Form abgenommen hat und damit dann ein paar GFK-Boote in Kleinserie nachgebaut hat. Das wäre zumindest nicht unüblich gewesen. Einen größeren Hersteller, eine bekannte Marke, sehe ich da so nicht, aber vielleicht weiß ja ein anderer Leser hier mehr dazu?

Auf Foto 5 sieht man einen ziemlich tiefen Kratzer. Wenn es nur ein Kratzer ist, kann man ihn mit Polyester-"Aluspachtel" zuziehen, schleifen, RAL-grün aus der Dose drauf und fertig. Wenn das Boot an der Stelle undicht ist, sollte vorher was von innen (!) dagegen. In dem Fall hier würde ich eine kleine Dose Polyester-Reparaturharz kaufen. Rep.-Harz hat eine kurze Topfzeit, härtet schnell und üblicherweise klebefrei aus und man erkennt es daran, dass als Härter eine Tube mit Benzoyl-Peroxid-Härter beiliegt (rote Paste). Reparaturharz gibt es oft auch zusammen mit etwas Glasmatte / Glasflies, was ein guter Anfang wäre. Größe des Flickens nach Gefühl, aber nicht überteiben. Vor dem Verarbeiten gründlich und vor allem sehr grob anschleifen (40er), nach dem Entstauben Reststaub mit einem Spiritustuch aufnehmen, Reste verdunsten lassen und los gehts.

Viel Spaß damit
Chris
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  #3  
Alt 10.08.2018, 15:29
Küstenkuddel Küstenkuddel ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 08.08.2018
Beiträge: 2
Standard

Moin Haubentaucher,
Vielen Dank für die Einschätzung des Bootes und der vorgehensweise einer Reparatur.
Ich habe jetzt schon mehere Einschätzungen von allen möglichen Seiten bekommen in denen mir als Anfänger eher abgeraten wird. Zu schmal ,Bordwand zu niedrig windanfälliger durch den hochgezogenen Bug und das Heck. Ich werde also die Finger davon lassen..
Was könntest Du mir als Anfänger und Schönwetterpaddler empfehlen? Meine Frau und ich wiegen zusammen 140 Kg + 12 Kg Hund. + etwas Gepäck.Geplant sind Tagestouren

Grüße Bernd
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  #4  
Alt 10.08.2018, 21:46
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 593
Standard

Gude Bernd,

das Preisniveau für gute, leicht laufende, recht sichere und von den sonstigen Fahreigenschaften her rundrum überzeugende Canadier ist relativ hoch. Quasi das Pendant zum Golf bei den Autos wäre die sog. Prospector-Form. Gibt etliche gute Boote darunter.

Mit abnehmenden Gewicht und zunehmendem Preis sortiert ginge es mit PE los, gefolgt von Royalex, Kevlar bzw. Aramid und Mischgeweben.

Old-Town baut recht bodenständige Boote. Die Fahreigenschaften finde ich immer sehr ausgewogen. Der 'Penobscot 16' wäre meiner Ansicht nach noch den Prospektoren zuzurechnen. Ich halte ihn für ein Boot, an dem man lange seine Freude haben kann und das preislich auch wieder im grünen Bereich liegt.

Die Marke 'Bell' gibts leider nicht mehr, aber die Boote werden von Northstarcanoes gebaut. Der Northwind 17 wäre (wenn auch kein Prospektor) mein Favorit und könnte Eurer werden. Gibts in Royalex und ist in dem Material ganz erschwinglich. Wenn Ihr ihn mal richtig am Laufen habt, ein gutmütiger Expresstourer mit Spaßpotential, aber auf keinen Fall zu flippig. Unter den richtig guten Booten einer der sehr erschwinglichen.

Das absolut krasse Gegenteil von der Philosophie her, sicher, fahrbar, aus Anfängersicht ohne besondere Schwächen, die Canadier von E-Kayak. Ein benachbarter Kanuclub hat einen und er gehört zu den beliebten Vereinsbooten. Preislich auf Lada-Niveau aber vom reinen Gebrauchswert her rundrum okay, Material ebenfalls Lada-Niveau.
Die 5-Meter-Variante kann ich alleine mit weiteren 100 kilo drin auf Wandertempo halten. Canadiertypische Paddeltechniken ignoriert er weitgehend und macht Fortgeschrittenen deswegen nicht mehr so viel Freude. Es ist reine Fortbewegung, aber die funktioniert.

Dann gäbe es noch eine Firma, die nicht gerne genannt wird. Ihre Boote sind einfache Brot-und Butter-Boote, preislich geht es auf dem Niveau von Old-Town los. Findet man oft gebraucht.

Paddel braucht ihr noch. Gönnt Euch Holzpaddel statt Plastikpaddeln mit Aluschaft. Ein paar (preiswerte) Bieberschwandpaddel/Beawertail in der richtigen Länge fahren sich angenehm.
Canadierforum kennst Du?

Grüße vom Mittelrhein, Chris
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  #5  
Alt 13.08.2018, 22:32
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 593
Standard

Hallo Bernd,

um die Funkstille doch noch mal kurz zu unterbrechen:
Die Bedenken, die Deine Paddelkameraden äußern sind sicherlich nicht völlig von der Hand zu weisen, aber einerseits eine zu niedrige Bordwand zu bemängeln und andererseits die windanfälligen Enden passt nicht recht zusammen. Hohe Boote sind immer windanfälliger. 10 cm höhere Bordwände werden von dem vermeintlichen Gewinn einer zeitgemäßeren Heck- und Bugpartie nichts übrig lassen ... zumal sowas heute noch gebaut wird. Bis auf den evtl. unnötigerweise vollkommen platten Boden sieht das Boot insgesamt harmonisch aus.
Ihr werdet als Schönwetterpaddler und Anfänger bei gut 2 Windstärken schon auf ein paar Kilometer in jedem x-beliebigen Boot mehr mit Gegenwind zu tun haben, als damit, dass das Boot bei derartigem Seitenwind zu schwer beherrschbar wäre. Bis Ihr das erste Mal bei 3 und mehr fahrt, kennt Ihr den Dampfer und wisst ihn einzuschätzen.

Dann die Kippligkeit – richtig breit ist es wirklich nicht, aber im Gegenzug eben platt wie ein Pfannkuchen. Gleichgewicht ist etwas sehr individuelles, würde ich jetzt bei dem noch warmen Wasser auf einen Versuch ankommen lassen. Das klitzekleine Löchlein kann man provisorisch mit etwas Panzertape verschließen.

Um mal zu probieren, ob Euch sowas Spaß macht kann man selbstverständlich ein Boot kaufen, das 30% besser ist und dafür dann das 10fache kostet. Wenn es dann doch nicht das richtige ist, hat man mindestens ein paar Hunderter verbrannt. Bei Kajaks ist das Verhältnis noch extremer. Mein drittbestes Boot hat weniger als ein Fünfzigstel meines Lieblings-Tourenbootes gekostet, ist in einigen Punkten klar unterlegen, in anderen aber überlegen. Beide haben sich, wie auch die anderen die ich bisher behalten habe, absolut gelohnt.

Würde ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.

VG
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