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  #1  
Alt 18.04.2018, 14:24
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.379
Pfeil Einführung ins Brandungspaddeln

Ahoi!

Im Rahmen der EPP 3 (Küste)-Ausbildung des Hamburger Kanu-Verbands finden als Vorlauf zur eigentlichen Einweisungsfahrt hinaus aufs Meer gezielte Sicherheitsübungen im Salzwasser statt, die die Teilnehmer fit machen sollen, und zwar insbesondere in Sachen „Kentertüchtigkeit“ und „Seegangstüchtigkeit“:

=> www.kanu.de/nuke/downloads/Seetuechtigkeit.pdf

Praktiziert wird das alles in extra „Brandungsübungen“, die je nach Wind- und somit Wellenlage entweder in St. Peter-Ording (Nordsee) oder Neustadt-Rettin (Ostsee) stattfinden werden:

=> www.kanu.de/nuke/downloads/Kurs-Brandungsuebungen-Info.pdf

Dieser Kurs wird schon seit Ende der 80iger Jahre angeboten, als der Spruch „Nordsee ist Mordsee“ noch geläufig war und auf den Titelblättern der Kanuzeitschriften (national wie international) stets Seekajaks auf Küstentour bei „Ententeichbedingungen“ abgebildet wurden.

In der Zwischenzeit hat sich das natürlich völlig geändert. Es gibt –zig Videos, die zeigen, wie sich das Seegangspaddeln im Allgemeinen und das Brandungspaddeln im Besonderen, quasi bis hin zum Leistungssport entwickelt hat:

Rock Hopping (Bill Vonnegut bzw. Roger Smith) (2018 bzw. 2016)
=> https://www.youtube.com/watch?v=w5_l2NiExe8
=> https://www.youtube.com/watch?v=HOTxQHM07Zw

Mangels Felsküstenrevier wir wohl kaum ein deutscher Küstenkanuwanderer einen solchen Leistungsstand erreichen. Aber das ist auch nicht nötig für Erfüllung der EPP 3 (Küste)-Bedingungen. Es genügt:

(1.) wenn er in der Lage ist, bei Brandungsbedingungen zu starten (sog. „Robbenstart“) und anzulanden:

Starten und Anlanden in der Brandung (Ken Whiting) (9/17):
=> https://www.youtube.com/watch?v=e_JUMbMppNA

Nur zur Info, nicht zum Nachmachen: Land & Launching in Felsengärten (Bill Vonnegut) (2011)
=> https://www.youtube.com/watch?v=WD6au3vEHvU

Dabei wird Wert darauf gelegt, dass es bei den Übungen gelingt, ohne Fremdhilfe zu starten und anzulanden. Bei den daran anschließenden Einweisungsfahrten dagegen wird jedoch erwartet, dass jeder auch den anderen beim Starten und Anlanden unterstützt, dergestalt dass die „Stärkeren“ den „Schwächeren“ beim Starten und beim Anlanden helfen, was voraussetzt, dass die leistungsfähigeren Kanuten als letzte starten („Last out!“) und als erste anlanden („First in!“). Dabei ist jedoch zu beachten, dass wenigstens ein leistungsfähiger Paddler als erster hinaus paddelt bzw. als letzter anlandet, um für die Sicherheit der Paddler zu sorgen, die schon bzw. noch draußen auf dem Wasser kurz außerhalb der eigentlichen Brandungszone paddeln.

(2.) draußen in der Brandung die Brecher von der Seite (sog. „Seitwärtssurf“) und von achtern (sog. ("Vorwärts-Surf“) zu nehmen:

Sea Kayak Surf Course (Go Kayak):
=> https://www.youtube.com/watch?v=okxPyje1LLQ (10/17)
=> https://www.youtube.com/watch?v=MwkBIPZaehc (1/18)

Wie gerade dieser „Seitwärtssurf“ funktioniert:
„Immer zum Brecher hin flach oder hoch stützen!“
zeigen sehr anschaulich diese beiden Videos … ohne dabei – für deutsche Seegangsverhältnisse – zu übertreiben.

Und wie der „Vorwärts-Surf“ gelingt (inkl. der „Rolle“ seitwärts zum Brecher), kann dem folgenden Video entnommen werden:

Sea Kayaking Surf Course (Go Pro):
https://www.youtube.com/watch?v=E4p9m55AALQ (1/18)

Beim Vorwärts-Surfen ist auf zwei Dinge zu achten:
  • Wir leiten den Vorwärts-Surf mit starken Vorwärtspaddelschlägen genau dann ein, wenn eine von hinten anrauschende (brechende) Welle beginnt, das Heck unseres Seekajaks anzuheben.
  • Wenn diese Heckwelle nicht genügend groß & steil ist, müssen wir unseren Oberkörper möglichst weit nach vorne verlagern, damit das Heck entlastet wird und leichter von der Heckwelle angehoben werden kann.
  • Voraussetzung für das Gelingen dieses Startvorganges insbesondere beim Surfen bei Windsee („Windsee-Surfen“) ist, dass der Bug unseres Seekajaks nicht mehr in der vorderen Windsee-Welle („Bugwelle“) steckt. D.h. ersten wenn diese Bugwelle an unserem Bug vorbeigerauscht ist, sollten wir zum Surfen ansetzen, anderenfalls bohrt sich der Bug in diese vordere Welle, was den Surfvorgang nicht nur erschwert, sondern auch dazu beitragen könnte, dass die Heckwelle unser Seekajak quer zur Welle ausbrechen und u.U. – d.h. wenn wir nicht zur (brechenden) Welle hin stützen – kentern lässt.
  • Während des Vorwärtssurfs sollten wir stets mit kontrollierten Vorwärts-/Konterschlägen & Oberkörperverlagerungen nach vorne bzw. hinten versuchen, dass unser Heck auf der Heckwelle bleibt (damit wir nicht der Heckwelle davon surfen bzw. uns die Heckwelle überholt) und der Bug nicht in die Bugwelle bohrt bzw. bei steilen Brechern bis zur Spritzdecke unter Wasser gedrückt wird (was durch gezieltes Abbremsen und durch bewusste Oberkörperverlagerung nach hinten verhindert werden kann).
Die „hohe Kunst“ des Surfs zeigen dann die folgenden beiden Videos, jedoch bei Seegangsbedingungen, die wir sicherlich bei den Brandungsübungen nicht erleben werden:

Viel Spaß beim Surfen (Kayak Experience u.a. mit Marc Adroher):
=> https://www.youtube.com/watch?v=QExlja7vbyg (12/16)
=> https://www.youtube.com/watch?v=Et-lcmOV7Vk (1/18)

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (19.04.2018 um 11:19 Uhr) Grund: Ergänzung: Vorwärs-Surf
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