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Sicherheit Unsicher, welche Sicherheitsvorkehrungen vorm Paddeln nötig sind? Frag erfahrene Paddler.

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  #1  
Alt 18.05.2016, 10:58
susann.mj susann.mj ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 28.04.2016
Beiträge: 7
Ausrufezeichen Schimmel im GfK Boot

Hallo,

seit Vorgestern hat mein Sohn nun ein eigenes Kajak. Ein GfK Boot - Bavaria Filius gebraucht - in etwa 20 Jahre alt. Heute habe ich mal alle beiden Auftriebskörper herausgenommem, um mir diese als auch das Boot genauer anzusehen. Dabei musste ich nun feststellen, dass in den Spitzen des Bootes je großflächiger schwarzer Schimmel angesiedelt ist. Wie bekomme ich diesen weg ohne das GfK zu schädigen. Normalerweise würde ich es mit Wasserstoffperoxid probieren.
Beim Kauf hab ich den Schimmel schon gerochen, doch ich dachte das kommt einfach von der Spritzschutzdecke... da hätte ich dann doch darauf bestehen müssen die Auftriebskörper herauszunehmen... nun ja jetzt ist das Boot hier, mein Sohn auch ganz happy... nur durch meine heftige Schimmelallergie muss dieser auf jedenfall W wie weg.
Bei Bavaria habe ichgerade nur die Auskunft bekommen ich solle handelsübliche Schimmelentfernen nehmen (da ist meinsten Chlor drinnen) und es an einer Stelle ausprobiere, ob es dem Material schadet. ??? Is ne Variante doch lieber wäre mir zu wissen, wie empfindsam GfK bezügleich der einen oder anderen Chemikalie ist.

Könnt Ihr mir etwas dazu sagen? Kennt Ihr so etwas? Was habt Ihr gemacht? Hat es nachhaltig geholfen?
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  #2  
Alt 18.05.2016, 11:37
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 577
Standard

Zuerst mit Haushaltsreiniger, z.B. Zekol von Aldi, oder Waschpulver, Wasser und einer Bürste versuchen.
Schwache Säuren machen GFK wenig bis nichts. Essigessenz, Chlorreiniger, stark verdünnte Salzsäure, ... sind dadurch harmloser, wirken gut gegen Schimmel, sollte man aber trotzdem gründlich nachspülen.

Starke Oxydationsmittel oder Hardcore-Lackverdünner eher nicht. Auch keine Heißdampf-Reinigungsgeräte.

Bei Vosschemie heißt es in der Info zu einem wahrscheinlich vergleichbaren Polyester-Harz:
"Die Chemikalienbeständigkeit von YC AZUR gegen Wasser, schwache Säuren
und Alkalien sowie gegen Benzin und Heizöl ist bei Raumtemperatur gut
(Nachtemperung vorausgesetzt). Gegen Chlorkohlenwasserstoffe, niedere Ketone
und Ester sowie heiße wässrige Lösungen ist nach längerer Einwirkung ein
Anquellen des Harzes zu beobachten."
Letzteres wollen wir natürlich nicht. Azur ist ein Allerweltsharz, das weder extrem gut noch extrem teuer oder extrem schlecht wäre.

Chris
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  #3  
Alt 18.05.2016, 18:04
paddelmaier paddelmaier ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.02.2007
Ort: Mannheim
Beiträge: 154
Standard

Gerade vorhin wurde das Thema im TV bei "Wer weiß denn sowas" angesprochen.
Brennspiritus mit Wasser mischen im Verhältnis 3:1, dann die schimmligen Flächen einstreichen. Danach gut lüften und trocknen lassen.
Viel Erfolg,
Gerhard
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  #4  
Alt 18.05.2016, 19:07
Flitzefroesch Flitzefroesch ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Ort: Wenzendorf bei Hamburg
Beiträge: 228
Flitzefroesch eine Nachricht über ICQ schicken Flitzefroesch eine Nachricht über MSN schicken
Standard

Schwarzschimmel?...frag mal liebe den Fachmann, hab Schimmel mal an Mauerwerken wegmachen müssen (beruflich) ist nicht einfach bis teils unmöglich (meist ist er nur optisch weg), da er bei gfk auch INS Gewebe gehtsofern Fasern frei liegen, aber wie gesagt, frag den Fachmann im Fachgeschäft.
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  #5  
Alt 19.05.2016, 13:54
Aviator Aviator ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 31.12.2015
Ort: Teltow (bei Berlin)
Beiträge: 64
Ausrufezeichen Chemikalienbeständigkeit von Harzen

Achtung, Du solltest erst sichergehen, dass keine Fasern an der Oberfläche "rausschauen", denn die sind sofort angegriffen und dann entsteht ein Einfallstor für den Säureangriff, das kann dann schnell die Festigkeit des Verbundwerkstoffs kosten.

Ganz wichtig: bei < 20°C arbeiten, denn oberhalb von 30°C sind die meisten Harze sehr leicht duch einige Chemikalien angreifbar, siehe hier

Viele Grüsse aus Brandenburg, Christian
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  #6  
Alt 19.05.2016, 13:58
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 577
Standard

Schimmel in Booten ist überhaupt keine Seltenheit und auch kein Fall für eine Spezialfirma.

Schwarzschimmel (was sonst?) habe ich vor einiger Zeit in einem Stauraum weggemacht, allerdings nicht gemauert bzw. Ferrozement sondern auch aus GFK. Die beschriebenen Methoden habe ich selbst angewendet und war mit dem Ergebnis zufrieden. Was wäre die Alternative? Wie bei Mauerwerk einige Zentimeter abtragen und wieder aufbauen? Das wäre dann ein Neubau in einer Form, die man von dem alten Boot abgenommen hat.

Bavaria hat anders als extreme Leichtbauten keine offenen Fasern im Innenbereich. Dann würde ich gleich Chlorreiniger nehmen und die Versuche mit Waschpulver & Co erst gar nicht machen.

Schimmelentferner, wie sie Bavaria ja selbst empfohlen hat, enthalten meistens eine gute Portion Chlor und etwas Tenside um den ganzen Schmodder wegzukriegen. Je nach Anwendungsbereich Konsumer/Professionell variiert der Chlorgehalt. Kann man auch Domestos oder Eau-de-Javel nehmen und mit Tensidhaltigem Mittel nachgehen.

E-Glas, aus dem die meisten Laminiergewebe bestehen, sind relativ säurebeständig.
Dass oberhalb von 30°C die "meisten" (?) Harze sehr leicht duch "einige" (?) Chemikalien angreifbar sind, halte ich für eine Hoax. Boote in den Tropen, selbst am Mittelmeer würden sich ja auflösen wie Zuckerwürfel. "Heiß", wie in dem Datenblatt aufgeführt, liegt ganz erheblich über "handwarm".


VG
Chris

Geändert von haubentaucher (19.05.2016 um 14:17 Uhr)
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  #7  
Alt 19.05.2016, 18:26
kanu47 kanu47 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 06.07.2009
Beiträge: 652
Standard

Zitat:
Zitat von haubentaucher Beitrag anzeigen
Schimmel in Booten ist überhaupt keine Seltenheit und auch kein Fall für eine Spezialfirma.

Schwarzschimmel (was sonst?) habe ich vor einiger Zeit in einem Stauraum weggemacht, allerdings nicht gemauert bzw. Ferrozement sondern auch aus GFK. Die beschriebenen Methoden habe ich selbst angewendet und war mit dem Ergebnis zufrieden. Was wäre die Alternative? Wie bei Mauerwerk einige Zentimeter abtragen und wieder aufbauen? Das wäre dann ein Neubau in einer Form, die man von dem alten Boot abgenommen hat.

Bavaria hat anders als extreme Leichtbauten keine offenen Fasern im Innenbereich. Dann würde ich gleich Chlorreiniger nehmen und die Versuche mit Waschpulver & Co erst gar nicht machen.

Schimmelentferner, wie sie Bavaria ja selbst empfohlen hat, enthalten meistens eine gute Portion Chlor und etwas Tenside um den ganzen Schmodder wegzukriegen. Je nach Anwendungsbereich Konsumer/Professionell variiert der Chlorgehalt. Kann man auch Domestos oder Eau-de-Javel nehmen und mit Tensidhaltigem Mittel nachgehen.

E-Glas, aus dem die meisten Laminiergewebe bestehen, sind relativ säurebeständig.
Dass oberhalb von 30°C die "meisten" (?) Harze sehr leicht duch "einige" (?) Chemikalien angreifbar sind, halte ich für eine Hoax. Boote in den Tropen, selbst am Mittelmeer würden sich ja auflösen wie Zuckerwürfel. "Heiß", wie in dem Datenblatt aufgeführt, liegt ganz erheblich über "handwarm".


VG
Chris

################################################## #################

" Also was machen wir dagegen"! ....bei nicht Gebrauch des Kajaks die Luft aus den Luftsäcken lassen
,,,so kann dann das Boot auch innen trocknen und es bildet sich kein Schimmel..alles trocken lagern ist auch sehr wichtig ! so ist meine Erfahrung .

Viel Spaß mit dem Kajak...mein Bub hatte auch mal so ein Kajak.


.... Klaus
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  #8  
Alt 19.05.2016, 20:56
Aviator Aviator ist offline
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Registriert seit: 31.12.2015
Ort: Teltow (bei Berlin)
Beiträge: 64
Standard

@Haubentaucher:

Ganz bestimmt kein Hoax. Ab 30-40 Grad kommt es z.B. bei Ammoniak, Methanol, Chromsäure oder Essigsäure zu Problemen, die unter 20 Grad nicht existieren. Habe seit 30 Jahren beruflich auch mit GfK-Bauteilen zu tun, das ist echt kein Gerücht. Salzwasserbeständigkeit bei hohen Temperaturen ist da kein Widerspruch.

Viele Grüße, Christian
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  #9  
Alt 20.05.2016, 08:34
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 577
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... , eine Frage der Trennschärfe und des Harzes. Steht "Iso" für Isophthalsäureharz?

Ammoniak und Essigsäure sind ja in etlichen Haushaltsreinigern enthalten. Alkohol zähle ich zu den Lösungs- und Entfettungsmitteln. MIch wundert etwas, dass Vinylesther so gut abschneidet. Ve ist bei Kajakbauern ja beliebt und dadurch auch für viele Mitleser recht interessant.

Danke jedenfalls für den Hinweis. Weil ich für meine Aktionen ja meistens kaltes Leitungswasser verwende, würde ich im Fall des Falles erst darauf aufmerksam, wenn es zu spät ist und ich Geld verbrannt habe.


VG
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  #10  
Alt 20.05.2016, 20:07
kanu47 kanu47 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 06.07.2009
Beiträge: 652
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" Also was machen wir dagegen"! ....bei nicht Gebrauch des Kajaks die Luft aus den Luftsäcken lassen
,,,so kann dann das Boot auch innen trocknen und es bildet sich kein Schimmel..alles trocken lagern ist auch sehr wichtig ! so ist meine Erfahrung .

Viel Spaß mit dem Kajak...mein Bub hatte auch mal so ein Kajak.

............................

warum so..... wenn es auch einfach geht ! .... ich habe Waschmittel ,warmes
Wasser und Scheuerbürste verwendet und es hat wunderbar geklappt..
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