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  #1  
Alt 12.03.2018, 16:49
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.394
Pfeil Freya Hoffmeister wieder unterwegs (2. Jahr Nord-Amerika)

Ahoi!

Freya Hoffmeister sitzt mal wieder in ihrem Seekajak und paddelt, paddelt, paddelt … nun schon das zweite Jahr rund Nord-Amerika!

Wir erinnern uns:
25.03.17 – 30.07.17: Seattle (USA) – Kodiak (Alaska) = 3.047 km in 128 Tagen;
https://www.google.com/maps/@50.5669.../data=!3m1!1e3
05.08.17 – 27.08.17: Seattle (USA) – Pacific City (USA) = 695 km in 24 Tagen.
https://www.google.com/maps/@44.6735.../data=!3m1!1e3
Seit dem 9. März 2018 ist Freya nun wieder unterwegs. Sie startete von jenem Ort, wo sie am 27.08.17 Schluss gemacht hatte, nämlich am Cape Kiwanda (nahe Pacific City / Portland / Oregon / USA).

Im ersten Jahr ihrer wohl mindestens 8 Jahre dauernden Nord-Amerika-Umrundung wurde sie von insgesamt 5 Küstenkanuwanderinnen und –wanderer begleitet, und zwar hintereinander. Daran hat wohl Freya Gefallen gefunden, sodass sie sich dazu entschloss, auch 2018 interessierte Leute, die was vom Küstenkanuwandern verstehen, mitzunehmen. Bislang hat sie sich mit insgesamt 4 Leuten verabredet, ein bis zwei Wochen zusammen entlang der Pazifikküste zu paddeln.

Im Folgenden soll sporadisch darüber berichtet werden.

Geplant ist erst einmal, einige Monate Richtung Süd zu paddeln:

Seattle – Los Angeles:
https://www.google.com/maps/@35.5815.../data=!3m1!1e3

Bis Los Angeles wären das insgesamt ca. 1.900 km Pazifikküste. Eine scheinbar unüberwindbare Küstenpassage!? Steilküste folgt auf Steilküste! Praktisch keine vorgelagerten Inseln, die für den nötigen Wind- und Wellenschutz sorgen könnten! Bloß ab und an ein paar Strände, die aber nur erreichbar sind, wenn die davor liegende Brandungszone überwunden werden kann!

Ca. 370 km davon hatte Freya schon im letzten Jahr befahren und das ohne große Probleme. Sie muss halt ein Gespür dafür haben, was geht und was nicht geht. Wenn die auflaufende Dünung und folglich die Brandung am Küstensaum zu hoch ist, startet sie nur dann, wenn sie sicher ist, einen Weg durch die Brandung hinaus auf den Pazifik zu finden.

Ihre Taktik ist dabei stets dieselbe: Möglichst nicht auf einen ungeschützten Strand anlanden, sondern immer nur dort:
  • wo ein Fluss mündet,
  • wo eine Bucht geschützt hinter einer Landzunge bzw. Kap liegt
  • bzw. wo ein natürlicher oder künstlicher Hafen anzutreffen ist.
Auf diese Weise fand Freya z.B. ihre ersten vier Anlande- und Startstellen:

1. Übernachtung: Cape Kiwanda (Pacific City)
https://www.google.com/maps/@45.2140.../data=!3m1!1e3

2. Übernachtung: Salmon River Mündung
https://www.google.com/maps/@45.0455.../data=!3m1!1e3

3. Übernachtung: Depoe Bay
https://www.google.com/maps/@44.8090.../data=!3m1!1e3

4. Übernachtung: Newport (Yaquina Bay)
https://www.google.com/maps/@44.6158.../data=!3m1!1e3

Bislang hat es fast immer geklappt, dass innerhalb der nächsten 30 bis 50 km eine solche geeignete Anlandestelle, die zugleich auch immer eine geeignete Startstelle ist, anzutreffen war … und wenn nicht, dann musste Freya halt solange paddeln, bis solch eine Stelle kam, notfalls erst nach über 100 km, wie im Juni 2017 entlang der Küste von Alaska:

172 km in 2 Tagen: vom 27.6.17, 4.10 Uhr bis 28.6.17, 11.30 Uhr:
http://freyahoffmeister.com/north-am...6-2017-day-95/
http://freyahoffmeister.com/north-am...6-2017-day-96/

„Arktis-Runde“

Lassen wir uns überraschen, ob Freya dieses Jahr auch noch dazu kommen wird, etwas Strecke auf ihrer „Arktis-Runde“ zu paddeln?

Rum um Alaska:
https://www.google.com/maps/@56.0846.../data=!3m1!1e3

Das hieße, dass sie Ende Mai samt ihrer Ausrüstung nach Kodiak (Alaska) fliegen müsste, um dann nach zwei Monaten Paddeln Ende Juli – also dann, wenn es dort oben im Norden wieder beginnt, etwas kälter zu werden - noch für ein bis zwei Monate ein paar Kilometer auf ihrer „Tropic-Runde“ zurückzulegen!?

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (13.03.2018 um 22:29 Uhr) Grund: Ergänzung: div. Anlandestellen
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  #2  
Alt 14.03.2018, 08:21
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.394
Unglücklich Freya’s „first stupid day“ (Tag #152)

Ahoi!

Aller Anfang ist schwer! Langsam paddelt sich Freya Hoffmeister „warm“. Am zweiten Paddeltag (#153) dieses Jahres rund Nord-Amerika legte sie 25 km zurück, am dritten 30 km und am vierten nochmals 30 km. Lediglich am ersten Paddeltag kam sie nur auf 3 km; denn er endete schon nach 45 Minuten:

http://freyahoffmeister.com/posts/ > 9.03.18

Was war los?

Nun, der erste Fahrtentag im 2. Jahr rund Nord-Amerika wurde am Cape Kiwanda nahe Pacific City (Portland/Oregon/USA) gestartet:

Cape Kiwanda:
https://www.google.com/maps/@45.2148.../data=!3m1!1e3

und zwar genau dort, wo Freya am 27.08.17 ihre 1. Jahresetappe beendet hatte.

Dieses Mal sollte gleich vom ersten Tag an ein „Gastpaddler“ Freya begleiten, und zwar so wie es schon im letzten Jahr 5 andere Leute taten, Leute, die so viel Küstenerfahrungen besaßen, dass sie zumindest unter „Aufsicht“ Freya begleiten konnten, ohne dass sich dadurch das Gefahrenpotenzial von Freyas Rundtour wesentlich erhöhte.

Dieses Mal handelte sich um den US-amerikanischen Seakayaker namens José, über dessen Qualifikationen Freya sich nicht äußerte. Klar ist nur, dass José im gleichen Seekajak-Modell paddeln sollte wie Freya, nämlich im Model „Freya“ von POINT 65°N, welches José von Freya zur Verfügung gestellt bekam. Und klar ist auch, dass José vorher nicht mit diesem Seekajak zur Probe gefahren ist.

Last out!

Am Starttag herrschten Brandungsbedingungen, die nach eingehender Besichtigung & Besprechung von beiden als fahrbar eingestuft wurden. Getreu einer alten „Brandungsfahrerdevise“ startet der erfahrenste Kanute als letzter, sodass er die Möglichkeit hat, den weniger erfahrenen Kanuten eine Anschubhilfe durch die Brandung zu geben. Gesagt, getan. Zuvor wurde jedoch verabredet, wohin José paddeln sollte, nämlich in den Wellenschutz der nur ca. 1 km entfernt liegenden Felsinsel „Haystack Rock“ („Chief Kiwanda Rock“).

Mit genügend Schwung vom Start weg gelang es José, die anrollenden Brecher zu durchfahren und die weiteren Kaventsmänner zu umfahren. Jedoch hielt er sich nicht an die Vereinbarung, weiter links zu paddeln, um in den Wellenschutz zu kommen, stattdessen driftete er nach rechts ab, geriet dadurch in höhere Brecher und kenterte. Ihm gelang jedoch der „Cowboy“-Wiedereinstieg:

www.youtube.com/watch?v=BZQJGG405AE

was immerhin zeigt, dass José nun doch nicht ganz so unerfahren war.

Freya bemerkte noch von Land aus diese Kenterung und startete sofort, um ihm zu Hilfe zu eilen. Nach bangen 10 Minuten Ausschau halten entdeckte sie ihn schließlich inmitten der rauen See und erreicht ihn kurz darauf. José berichtete, dass er Probleme mit der Steueranlage hatte, sodass er nicht in der Lage war, den verabredeten Kurs einzuschlagen. Da er nach der Kenterung seine Sitzluke noch nicht gelenzt hatte, suchten beide einen geschützteren Bereich hinter der Felsinsel auf, bildeten ein Päckchen und lenzten. Obwohl José sich „all right“ fühlte, entschied Freya, umzukehren und die Tour für diesen ersten Tag zu beenden, zumal für den nächsten Tag weniger Seegang vorhergesagt wurde.

First in!

Während José draußen vor der Brandungszone in der Nähe einer roten Tonne warten sollte, plante Freya als die erfahrenere von beiden als erste durch die verhältnismäßig harmlosen Brecher zu paddeln, anzulanden und dann ihren Gast heranzuwinken, sodass sie ihm kurz vorm Anlanden noch so viel Hilfestellung leisten konnte, dass sein Seekajak nicht querschlägt, kentert und dann samt Paddler im Cockpit an den Strand rollt.

Anschließend folgte José … anfangs wie geplant, doch dann kenterte er erneut außerhalb der Reichweite von Freya. Zunächst blieb José noch bei seinem Seekajak. Als er jedoch bemerkte, dass er von der Strömung hinausgetrieben wurde, ließ er es los und schwamm erfolgreich durch die Brandung ans nahe Ufer.

Nun galt Freyas ganze Aufmerksamkeit dem Seekajak. Sie schwamm, bekleidet mit einem Trockenanzug, hinterher, erreichte es, richtete es auf, befestigte ihre Schleppleine am Bug und versuchte, das Seekajak im Schlepp, ebenfalls ans nahe Ufer zu schwimmen.

Exkurs – Zur Gefährlichkeit des Schleppens in der Brandung:
Warum Freya nicht stattdessen in ihr eigenes Seekajak stieg, durch die Brandung raus zum „Kenterkajak“ paddelte, um es dann wieder zurück an den Strand zu schleppen, können wir Freyas Bericht nicht entnehmen! Wahrscheinlich war es ihr sehr wohl bewusst, dass das Anlanden durch die Brandung in einem Seekajak schon schwierig genug ist, geschweige denn, dass versucht wird, mit einem Seekajak bzw. „Kenterkajak“ im Schlepp durch die Brandung anzulanden; denn es ist nicht auszuschließen, dass das geschleppte Kajak von einem anrollenden Brecher mitgerissen und auf den „Schlepper“ (also Freya) geschmissen wird. Körperverletzungen sind dann nicht mehr auszuschließen. Unter Umständen könnte sich sogar der Schlepper so unglücklich in der Schleppleine verheddern, dass er erdrosselt wird!?

Das „Kenterkajak“ nun schwimmend an Land zu schleppen, war leichter gedacht als getan; denn es bestand die Gefahr, dass die Strömung Freya samt „Kenterkajak“ auf gefährliche Felshindernisse trieb. Also holte sie das auf dem Achterdeck des „Kenterkajaks“ verstaute Grönlandpaddel hervor, steckte es zusammen und versuchte mit Hilfe dieses Paddels ihre Schwimmbewegungen zu verstärken. Warum Freya, die bis zu 30 verschiedene Grönlandrollen beherrscht, nicht stattdessen ins Seekajak einstieg und dann mit dem Grönlandpaddel aus der Gefahrenzone paddelte, können wir ihrem Bericht nicht entnehmen! Vielleicht war der Seegang zu rau, bzw. sie befand sich schon in der Brandungszone, welche das Lenzen bzw. Paddeln in einem teils gefluteten Seekajak fast unmöglich macht, bzw. in der Hektik der Rettungsaktion hatte sie sich dazu entschieden, schwimmend das „Kenterkajak“ durch die Brandung an Land zu schleppen … was sie ja – um das hier vorwegzunehmen – auch erfolgreich zu Ende führte.


Dann tauchte auch schon ein Rettungshubschrauber auf. Freya aber wollte nicht in dieser Brandungszone das Seekajak zurücklassen. Sie fühlte sich fit und war sich sicher, zwischen den Felsen hindurch den nahen Strand zu erreichen. Sie signalisierte das auch der Hubschrauberbesatzung und schwamm weiter, nur manchmal unterbrochen von „Tauchgängen“, wenn es galt, einem Brecher zu entfliehen, der drohte, das Seekajak mitzureißen und auf sie zu schmeißen. Nach 40 Minuten war der Spuk vorbei. Freya spürt Boden unter ihren Füßen und winkte José zu sich, um das vollgelaufene Seekajak an Land zu ziehen, derweilen der Hubschrauber über ihnen schwebte und die Situation beobachtete.

Ende gut, alles gut!?

„My first stupid day!“ Freya erkannte, dass ihr in Sachen Gruppenpaddeln doch die nötigen Erfahrungen fehlen, um kritische Unfallsituation in einer Gruppe zu meistern. Manchmal ist halt eine „Solo-Tour“ weniger riskant und leichter beherrschbar als eine Gruppenfahrt.

Sie einigte sich mit José, die Tour ohne ihn fortzusetzen und überlegt sich nun, den drei weiter im Süden auf sie wartenden Gäste die Teilnahme abzusagen. Zumindest täte sie gut daran, in Zukunft an die Begleitung ein paar Bedingungen zu stellen. Mir fallen dazu u.a. die folgenden Punkte ein:
  • eigenes, Rau-Wasser- und zugleich tourentaugliches Seekajak; denn entlang der ungeschützten Pazifikküste sollte schon in einem Seekajak gepaddelt werden, das einem völlig vertraut ist!
  • langjährige Tourenerfahrungen, d.h. ca. 10.000 Gesamtpaddelkilometer sollten schon auf dem Tacho sein und davon über 1.000 km im letzten Jahr!
  • Brandungserfahrungen; denn beim Streckepaddeln etwas abseits von der Küste, lassen sich wohl mit etwas Um- & Weitsicht potenzielle Kaventsmänner umpaddeln, spätestens aber beim Starten bzw Anlanden ist der Kontakt zu solchen Brechern nicht gänzlich zu umgehen!
  • Bomb-proof Roll!
Natürlich sollte die Begleitung auch die Bereitschaft erklären:
  • notfalls früh morgens im Dunklen zu starten bzw. die Nacht durchzupaddeln,
sowie bestätigen, dass sie in der Lage ist,
  • längere Zeit ohne Pause
  • ihr mit ca. 50 kg beladenes Seekajak mit 5-6 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zu paddeln, nicht langsamer, aber auch nicht schneller.
Solche Zusicherungen werden jedoch von jenen, die Freya unbedingt begleiten wollen, schnell gemacht. Ihr Wahrheitsgehalt ist erst unterwegs überprüfbar, quasi dann, wenn es zur Sache geht und schon das "Kind in den Brunnen gefallen ist"!?

Aber das gilt auch für die „Fahrtenleitung“: Freya hat wohl nach tausenden von Kilometern Solo-Paddeln Gefallen daran gefunden, in Begleitung mit wenigstens einem Seakayaker zu paddeln. Das kann natürlich bei Freya dazu führen, dass sie allzu schnell den Beteuerungen eines „Gastpaddlers“, 100% seetüchtig zu sein, Glauben schenkt. Insofern ist es nicht überraschend, dass Freya 11 Tage nach ihrem ersten „Seenotfall“, also an ihrem Fahrtentag # 163, wieder einen „Gast“ fast „unbesehen“ mitnahm und ihn wieder mit ihrem zweiten Seekajak paddeln ließ. Zum Glück ergab es sich jedoch, dass für die nächsten Tage die prognostizierten Wetter- & Gewässerbedingungen ein Streckepaddeln nicht zuließen. Freya nutzte diese Chance und setzte am Fahrtentag # 165 für ihren „Gast“:
  • Brandungsübungen, also eine Art verspätete Probefahrt unter rauen Gewässerbedingungen
an.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (24.03.2018 um 08:02 Uhr) Grund: div. Ergänzungen bis #165
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  #3  
Alt 09.07.2018, 14:25
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.394
Daumen hoch Freya Hoffmeister 250 Tage unterwegs rund Nordamerika: Ab jetzt wird‘s kalt & einsam!

Ahoi!

Freya Hoffmeister ist – was denn sonst – unterwegs mit ihrem Seekajak, um Nordamerika zu umrunden. Bislang ist sie ihrem – auf mehrere Jahre angesetztem Ziel – um 250 Fahrtentage näher gekommen.

Foto:
https://photos.google.com/share/AF1Q...pocG1VNzRLSlVB

Am 24. März 2017 war sie gestartet. Nun befindet sie sich in ihrem zweiten Jahr auf dem Weg von der nord-pazifischen Küste hinüber nach New York. Da sie die Nordroute nur im kurzen arktischen Sommer paddeln kann, wechselt Freya die Route und paddelt dann alternativ die Südroute.

Gestartet ist sie beide Routen von Seattle (USA) aus. Zwischendurch nimmt sie 4-5 Monate „Expeditionsurlaub“, d.h. dann fliegt sie nach Hause ins heimatliche Husum und organisiert von dort aus ihre nachfolgenden Touren.

2018?

Dieses Jahr hat Freya zunächst ab Anfang März von Cape Kiwanda aus ihre Südroute fortgesetzt und ist Mitte Mai bis kurz vor Los Angeles gekommen.

Danach flog Freya hoch nach Kodiak Island (Alaska/USA), um nun für 2 bis 3 Monate zu versuchen, auf der Nordroute Strecke zu machen.
Tourendaten 2018 (Stand: 08.07.18):
09.03.2018: Start auf der Südroute: von Cape Kiwanda (nahe Newport)
14.05.2018: Zwischenstopp auf der Südroute: Port San Louis (nördl. von Los Angeles/USA)
=> 1.549 km in 67 Fahrtentagen, davon 45 Paddeltage mit 35 km/Tag.

01.06.2018: Start auf der Nordroute: von Dry Spruce Island (Kodiak Island/Alaska)
08.07.2018: Zwischensumme nach 250 Fahrtentagen Rund Nordamerika: Unimak Island (östlichste Aleuten Insel)
=> 931 km in 32 Fahrtentagen, davon 25 Paddeltage mit 37 km/Tag.
Z.Zt. ist sie ganze 250 Fahrtentage unterwegs. Sie befindet sich östlich von Unimak Island am False Pass zu Gast bei „Trident Seafood“ am östlichsten Zugang zum Behringmeer, dem Tor zum Nordpolarmeer. Die Inseln der Aleutenkette lässt sie links – also westlich – liegen. Ja, ab jetzt wird es kalt & einsam:

Vom False Pass zur Nelson Lagoon:
https://www.google.com/maps/@54.8936.../data=!3m1!1e3

Behringmeer:
https://www.google.com/maps/@60.2043.../data=!3m1!1e3

Botschafterin des Kanusports

Freya nimmt wohl ihre – anlässlich ihrer Südamerika-Umrundung – vom DKV verliehene Auszeichnung „Botschafterin des Kanusports“ ernst. Erstmals seit Beginn ihrer Nordamerikaumrundung ruft sie erfahrene Küstenkanuwanderinnen und –wanderer dazu auf, sie für ein, zwei und mehr Wochen zu begleiten.

In ihrem ersten Jahr wurde sie hintereinander von insgesamt 1 Kanutin und 4 Kanuten begleitet, und zwar an 56 von 128 Fahrtentagen.

Im Zweiten begleiteten sie von insgesamt an 70 von 122 Fahrtentagen nacheinander 4 Kanutinnen und 5 Kanuten.

Ihre Erfahrungen darüber sind rundweg positiv. Nach ihrer Solo-Umrundung von Neuseeland (Südinsel), Australien und Südamerika hat sie wohl erkannt, dass die Lebensweisheit „Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid.“ einen wahren Kern hat. Natürlich lief nicht immer alles glatt:

So wurde sie im ersten Jahr auf ihrer Nordroute von einem eingefleischten, angegrauten Junggesellen begleitet, dem wohl die Gruppengröße zu groß erschien; denn nach 14 Tagen ließ er Freya allein zurück („Ich fahre schon mal vor!“) … um dann 11 Tage später wieder ihren Anschluss zu suchen. Danach lief es bestens.

Zu Beginn dieses Jahres lief es dagegen am allerersten Tag gar nicht so gut. Es passierte ein echter Seenotfall, den Freya jedoch mit „Bordmitteln“ alleine meisterte. Dass das so weit kam, lag aber auch an Freya; denn sie setzte ihren – nicht ganz seegangstüchtigen - „Gast“ in ihr Zweit-Seekajak, ohne dass groß gecheckt wurde, ob die Ausrüstung (=> Steueranlage) richtig eingestellt war und das Seekajak passte (=> nicht zu kipplig?). Zwei Kenterungen waren der Preis für diese Fahrlässigkeit! Aber Freya ließ sich davon nicht abschrecken. 10 Tage später empfing sie den nächsten „Gast“ und ab dann lief alles ohne besondere Vorkommnisse ab!

… und nun?

Wen es interessiert, wie kalt & einsam es im Behringmeer werden wird, der kann das auf Freya’s Homepage verfolgen:

http://freyahoffmeister.com/posts/

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier

Geändert von Udo Beier (12.07.2018 um 07:47 Uhr)
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