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  #1  
Alt 05.04.2007, 16:44
michael.kramer michael.kramer ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 30.03.2007
Ort: Greifswald
Beiträge: 57
Böse Playspots im Kernkraftwerkskanal!?

Ich bin zwar kein Wildwasser-Fahrer, aber was ich da im KanuSport 4/07 eben las, liess mir den Hut hochgehen. Ein großer Energiekonzern baut in die Ausläufe seiner Kernkraftwerke Wildwasser-Strecken ein. Extra nicht spezielle Slalom-Strecken, sondern für die Playboater. Das ganze soll völlig kostenlos für die Sportler und mit veranstaltungstauglicher Infrastruktur (Tribüne, Restaurants, Umkleiden usw.) versehen sein. Warum ich das krank finde?

Erstens ist die Laufzeit der Kernkraftwerke beschränkt. Derzeit argumentiert der Energiekonzern damit, dass ja keine Kosten entstünden, weil das Wasser sowieso fliesst und genug Strom-Überkapazitäten für den Betrieb von Flutlichtanlagen und sonstiger Ausstattung vorhanden sei. Was aber passiert, wenn in 5, 10 oder 20 Jahren das KKW stillgelegt wird? Ich glaube nicht an kostenlose Nutzung.

Zweitens soll es den Leidensdruck der Wildwasserfreaks verringern. Die Armen müssen ja so weit fahren, um ihren Sport auszuüben. Das stimmt schon, aber deswegen kämpfen wir auch wie die Berserker um den Erhalt der verbliebenen freien Flüsse. Wenn wir ein Angebot vor der Haustür haben, kann man die Flüße alle in Ruhe aufstauen und für Wasserkraft nutzen. Widerstand lässt sich prima abwenden, indem man auf die geschaffenen Playspots verweist. Wenn dann die Playspots wegen der Betriebskosten nicht mehr kostenlos sind, gibt es keine natürlichen Alternativen mehr, was auch die Einnahmen aus der Investition sichert.

Drittens will der Energiekonzern sein Image aufwerten. Kernkraft ist ja so umweltfreundlich und ungefährlich, da, schaut, sogar die Wassersportler finden es nicht gefährlich im Kernkraftwerk Sport zu machen. Und dabei stören sie auch die Natur in den empfindlichen Bergregionen nicht mehr. Mal davon abgesehen, dass ich persönlich NIE im Kernkraftwerks-Auslauf Sport treiben werde, will und werde ich nicht dazu beitragen, dass Kernkraft ein besseres Image erhält. Wenn ich dabei auch noch lese, dass Gelder von der Sportförderung dafür verwendet werden sollen, ist das ein weiterer Tiefschlag. Und zuletzt steht der DKV auch noch hinter der Idee? Autsch!

Viertens finde ich es immer sehr bedenklich, wenn Natursportler (Kanuten, Kletterer, Radsportler usw.) auf künstliche Systeme ausweichen, um ihren Sport auszuüben. Werfen wir das Handtuch vor dem fortschreitenden Verbau/Verbot unserer Nutzung? Gehört nicht das Naturerlebnis fest zu unserem Sport dazu? Was bleibt vom naturverbundenen Sport übrig, wenn er weg von der Natur geht? In meinen Augen verliert die Sportart einen elementaren Anreiz. Gerade für mich als nicht leistungsorientierten Sportler ist es untragbar, auf eine Betonröhre verwiesen zu werden.

Was haltet ihr davon?

PS: Bitte nicht über die Kernkraft an sich diskutieren. Danke!
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  #2  
Alt 05.04.2007, 19:56
Danne Danne ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 95
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Standard

Zum Thema Energie:

Kernkraft ist bis auf die entstehenden strahlenden Abfälle eine der saubersten Energielieferanten. Und die kann man dank neuester Forschung auch wieder nutzbar machen und die Halbwertszeit reduzieren. Zudem ist er billig. Bei uns in der Nähe ist das stillgelegte AKW Würgassen, deswegen haben unsere Stadtwerke jahrelang den Strom billiger von E.Off bekommen. Und wenn ich z. B. sehe, wie mein Vater für die Solaranlage auf'm Dach 0,51 € die kw/H bekommt, diese für Privatleute aber nur 0,20 € kostet, ist dieser Strom doch teuer erzeugt bzw. beschafft. Und anders siehts mit Wind auch nicht aus. Meiner Meinung nach sollten (ACHTUNG! Völlige politische Unkorrektheit!) mehr Atomkraftwerke gebaut werden.

Zum Thema Sport:

Was stört's dich? Nehmen sie dir den Platz zum Paddeln weg? Belästigen sie dich? Also lass mal die Playboater in Ruhe. Zudem muss man für's Playboaten gar net so weit fahren. Und besser man macht Sport in künstlicher Umgebung als gar keinen.

Zum Thema Geld:

Der DKV gibt doch auch jährlich ziemlich viel für Wanderpaddler, Rennsportler und Slalomfahrer aus. Warum nicht mal für Wildwassersportler?
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  #3  
Alt 05.04.2007, 20:05
Werner Schmiedel Werner Schmiedel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Radolfzell
Beiträge: 484
Standard Werbung

An Michael.K... und die Forumsbetreiber hier mal ein Auszug aus den Forumsregeln:

"Beiträge und Themen mit folgendem Hintergrund sind explizit nicht erwünscht und werden mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft:

* Werbung, direkte und auch versteckte, wie die allzu oft genannte Adresse einer Firma oder Website."

Ich verlange, nachdem meiner Bitte nicht Folge geleistet wurde, dass diese Werbung endlich unterbunden wird!

Ich weise darauf hin, dass auch der Betreiber eines Forums in die Pflicht genommen werden kann, wenn er Werbung in dieser Form zulässt.

der Werner
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  #4  
Alt 05.04.2007, 20:32
KajakFun KajakFun ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bodensee
Beiträge: 148
Daumen hoch Für Kraftwerkswelle

Hi Michael,
ich verstehe gar nicht weshalb du dich da aufregst.
Ein Kernkraftwerk braucht zur Kühlung so große Wassermengen, wie du sie nur auf den ganz großen Flüssen findest. Die sind eh schon total verbaut und genutzt da macht man nichts mehr kaputt. Im Gegenteil.
Ich würde so eine Maßnahme begrüssen weil es ein zusätzliches Angebot darstellt und das Wasser sonst nur ungenutzt zurückgeführt wird.
Wegen so einer AKW Spielstelle geht wirklich kein einziger Gebirgsbach verloren. Im Gegenteil.
Klar ist so eine Spielstelle reine Resteverwertung. Das Naturerlebnis ist doch für einen Playbooter zweitrangig oder?

[ot]
Das Hauptproblem liegt doch darin, daß zusätzlich zu den AKWs jeder kleine "Pissbach" in den Alpen inzwischen kraftwerksmässig von oben bis unten total verwertet wird
Bei kleinen Bächen sind die Pflichtwassermengen dann für eine Befahrung nicht mehr ausreichend. Der Bach ist aber nicht nur für den Kanusport verloren. Wenn systematisch ganze Gebirgstäler "trockengelegt" werden. können natürlich langfristig ökologische Folgeschäden durch die Nutzung der so "sauberen Wasserkraft" auftreten.
Dieses Manko taucht in der Renditerechnung der Kraftwerksbetreiber nicht auf weil sie für die Folgeschäden nicht geradestehen müssen. Aufforsten darf dann ein anderer und die paar kleine Fische, Gelbbauchunken & Salamander sind doch nicht der Rede wert. [ot]
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  #5  
Alt 05.04.2007, 21:55
Goldi Goldi ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 45
Standard

Zitat:
Zitat von KajakFun Beitrag anzeigen
Hi Michael,
ich verstehe gar nicht weshalb du dich da aufregst.
Ein Kernkraftwerk braucht zur Kühlung so große Wassermengen, wie du sie nur auf den ganz großen Flüssen findest. Die sind eh schon total verbaut und genutzt da macht man nichts mehr kaputt. Im Gegenteil. [ot]
Die Kernkraftwerke machen an den großen Flüssen einen langfristigen Schaden, indem sich das Flußwasser mehr erwärmt als normal. Das Wasser, was das Kraftwerk wieder abgibt, ist wärmer als das Flußwasser, was besonders im Sommer immer wieder zu Problem führt. Dadurch wird das ökologische System gestört und dies kann durchaus wieder Auswirkungen für Paddler haben: weniger Artenreichturm, anderer Pflanzenbewuchs am Ufer, vielleicht Fluß in Zukunft nicht mehr befahrbar.

Ich hätte zudem wenig Lust in der Nähe eines Kernkraftwerkes zu paddeln, mit dem Risiko der Strahlenbelastung. Die Kraftwerke haben schon so oft bei kleineren Störungen die Gegend leicht verstrahlt, dass ich auf ein solches "Geschenk" durchaus verzichten kann
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  #6  
Alt 05.04.2007, 23:20
KajakFun KajakFun ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bodensee
Beiträge: 148
Standard

Hi Barbara,
die AKWs stehen ja und das warme Wasser wird bereits eingeleitet.
Egal ob gepaddelt wird oder nicht.
Die Frage war Spielstelle Ja/Nein am Kraftwerksauslauf.
Wenn du dich da mit dem Kühlwasser radioaktiv verseuchen willst mußt du aber viel Wasser in der Welle schlucken
Ich hätte da eher die Befürchtung, daß dann Paddler wieder in einer kleinen Monsterwalze ertrinken.
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  #7  
Alt 06.04.2007, 14:53
Goldi Goldi ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 45
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Hallo KajakFun,

das mit dem "radioaktiv verseuchen" bezog sich bei mir auch auf die Störungsfälle, die immer mal wieder geschehen Und leider sagen die Kernkraftwerke nicht immer in aller Öffentlichkeit, wann es einen Störungsfall gegeben hat - das ist ja auch nicht in ihrem Interesse.
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  #8  
Alt 06.04.2007, 14:59
michael.kramer michael.kramer ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 30.03.2007
Ort: Greifswald
Beiträge: 57
Standard

Offenbar war ich gestern zu, ähh, aufgebracht, um die Indizien zusammenzuzählen. April-Ausgabe, echt haarsträubende Geschichte, Verweis in der DKV-Zeitung auf eine andere Organisation. Ich bin echt drauf reingefallen.

Heute half mir Google auf die Sprünge: Der wortgleiche Artikel erschien schon am 1.4.2005 bei Soulboater.com als Aprilscherz. Am meisten erschreckte mich dabei, dass ich das tatsächlich für möglich halte...
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  #9  
Alt 06.04.2007, 16:45
KajakFun KajakFun ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bodensee
Beiträge: 148
Standard

Die Soulboater hatten doch ihren netten Rheinfall Befahrungsverbot aufgehoben Aprilscherz veröffentlicht.
@ Goldi
Störfälle müssen ja nicht mit der Freisetzung von Radioaktivität einhergehen.
Wenn beim AKW überhaupt was freigesetzt wird dann wandern höchstens inerte Edelgase durch den Kamin und das im Rahmen der erlaubten Mengen. Der Kühlwasserkreislauf ist vom Reaktor 3 fach abgetrennt (Primär,Sekundär&Kühlwasser) wie soll da etwas rauskommen? Und wenn dann würde es so stark verdünnt daß keine Gefährdung zu befürchten ist. Bei einem Tschernobyl "Störfall" gehst du sicher auch nicht mehr auf dieser Welle spielen.

Geändert von KajakFun (06.04.2007 um 17:05 Uhr)
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  #10  
Alt 06.04.2007, 18:23
Werner Schmiedel Werner Schmiedel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Radolfzell
Beiträge: 484
Standard Unzulässige Werbung

An Miachael Kramer und den Forumsbetreiber:

Wenn die Werbung in der Signatur von Michael.Kramer nicht unverzüglich eingestellt wird, werde ich am Dienstag nach Ostern die zuständige Kammer informieren.

Dann ist u.U. mit einer Abmahnung zu rechnen, was mir im Falle des DKV nicht recht wäre, da er sie von unsern Beiträgen bezahlen würde.

Dies ist ein werbefreies Forum und soll es auch bleiben!

Werner Schmiedel
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