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Zurück   DKV-Kanu-Forum > Internet Kanu-Community > Ausrüstung - Tipps und Tricks

Ausrüstung - Tipps und Tricks Hier wird über Paddel-Hardware und alles diskutiert, was man zum Paddeln braucht.

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  #1  
Alt 21.03.2014, 18:33
Weihnachtsmann Weihnachtsmann ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 01.07.2013
Beiträge: 27
Standard Lenzforrichtung selber bauen

Hallo,

ich möchte mir eine Lenzpumpe selber bauen. Zu Vorbild dient ein solches Teil:
http://www.amazon.de/Lenzpumpe-Bilge...=selbstlenzend

Einfach ein Trichter, der an seiner Einlassöffnung schmal ist. der wird dann breiter und erzeugt so einen Unterdruck.

Ich möchte das mit einer Hartplastikflasche umsetzen, genaugenommen mit dem Stück in der Nähe des Schraubverschlusses.

Ich hab schon einen Beschlag am Kajak, an dem ich die Halterung festschrauben möchte.

Hat jemand eine Idee, wie ich diese Lenzvorrichtung so bauen kann, dass man sie leicht an, und abnehmen kann?

Hat jemand schon Erfahrung mit solch einer Methode? Die Vorraussetzung ist natürlich, dass das Boot zumindest ein bisschen fährt, sonst klappt das nicht.

Viele Grüße
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  #2  
Alt 22.03.2014, 07:03
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 376
Standard

Zitat:
Zitat von Weihnachtsmann Beitrag anzeigen
Hat jemand schon Erfahrung mit solch einer Methode? Die Vorraussetzung ist natürlich, dass das Boot zumindest ein bisschen fährt, sonst klappt das nicht.

Viele Grüße
Ja, habe ich. Bei Segel und Motorbooten funktioniert das leidlich, sofern man etwas Gas gibt. Bei Vollgas oder unter vollen Segeln brauchbar.
Ich halte es allerdings für unwahrscheinlich, das du auf diese Geschwindigkeit kommst und diese hälst bis das Boot leer ist.
Das ganze nennt sich übrigens Wasserstrahlpumpe.
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  #3  
Alt 22.03.2014, 10:01
Uli aus Hdh Uli aus Hdh ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 24.08.2010
Beiträge: 105
Standard

natürlich kann man soetwas selber bauen, aber ...
wieviel Kmh schaft du denn mit deinem Boot so auf Dauer ?
Einen gewissen Staudruck brauchen solche Pumpen schon ...
Kauf dir lieber ein Ößfass oder "Die kleine Blaue"
http://www.derflusswanderer.de/wcms/...-lenzp-kat.pdf

Gruß
Uli
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  #4  
Alt 22.03.2014, 10:10
haubentaucher haubentaucher ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 603
Standard Schwamm u./o. Handpumpe haben sich besser bewährt

Salut,


Der Bernoulli- oder Venturi-Effekt wurde im 18. Jhd entdeckt. Erfahrungen gibt es seitdem reichlich. Auch ein Vergaser oder ein Parfumzerstäuber funktionieren nach dem Prinzip.

Trotzdem würde ich´s lassen. Das Problem nennst Du selbst: Vorraussetzung ist, dass das Boot ein bisschen fährt. Ein ganz kleines Bisschen wird nicht reichen, um Wasser über den Lukenrand zu ziehen. Danach hätte es das Wasser einfacher, bis wieder Luftblasen dazwischen kommen.
Ähnlich funktionieren die Elvström-Lenzer, die bei wirklich geringen Geschwindigkeiten, ab etwa 2 bis 3 Knoten, lenzen und zwar richtig viel. Vor Langsamfahrt oder Rückwärtsfahrt muss er logischerweise geschlossen sein. Kosten liegen bei rund 40€ für die kleinen und einem Gewicht von ein paar hundert Gramm.
Den ganz kleinen für Opties kriegt mein neues Kanu, weil es viel geschottetes Auftriebsvolumen hat. Das mache ich aber auch nur deswegen, weil das Boot selbst vollgeschlagen bis zum Rand noch eine gute Schwimmlage hat und voll fahrfähig ist.

Die meisten Paddler benutzen einen Schwamm. Am besten einen Fliesenschwamm vom Baustoffhandel. Die sind dick, haltbar und saugfähig genug, kostet je nach Größe etwa 4 €. Für große Wassermengen ein Ösfass (5 €).
Evtl. zusätzlich oder statt dessen eine lose Handlenzpumpe (ca 15 €) oder einen fabrikneuen Pumpball für Außenborderspritleitungen (ca 25 € für die große Variante) oder eine kleine Fußpumpe (ca. 60 € für die kleinste Trinkwasserpumpe) oder eine kleine elektrische (ca. 40 € + Batterie).

Grüße
Chris
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  #5  
Alt 01.04.2014, 20:00
Weihnachtsmann Weihnachtsmann ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 01.07.2013
Beiträge: 27
Standard

Vielen Dank für die vielen Antworten! Klar ein Ösfass und Schwamm habe ich. Das werde ich auch behalten. Ein bisschen (naja hauptsächlich) spielt da auch mein Interesse am Bernoulli-Effekt eine Rolle. Ich finde den nicht wirklich einfach zu verstehen (was auch damit zusammenhängt, dass ich eine begrenzte Intuition für Strömunglehre habe). Was doch sehr interessant ist: Welche Geometrie ist eigentlich die beste für eine bestimmt Geschwindigkeit? Wann gibt es Verwirbelungen? (In der Herleitung wird wirbelfreiheit angenommen) Welche Durchmesser ist Ideal? Welcher Verlauf der Düse? Was passiert wenn Wasser in die Düse eingesaugt wird? Dann wird ja der Druckausgleich kompensiert.

Ich glaube ich werde mal ausgerüstet mit einer zerschnittenen Plastikflasche und einem Schlauch an ein schnell fließendes Gewässer gehen.
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  #6  
Alt 02.04.2014, 07:27
haubentaucher haubentaucher ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 603
Standard

Hallo Weihnachtsmann,

ein Gefühl für das System kriegt man am einfachsten und schnellsten mit zwei Blättern Papier:
  1. Beide Blätter zwischen je zwei Fingern so halten, dass sie mit einem Abstand von wenigen Zentimetern der Länge nach herabhängen.
  2. Kräftig zwischen die Blätter blasen.
  3. Die Blätter werden durch den Unterdruck aneinandergezogen – nicht etwa auseinandergedrückt.

Das grundsätzliche Problem an dem Lenzsysten ist, dass es immer bremst, ob man nun was zu lenzen hat oder nicht. Je mehr es fördern (=lenzen) soll, umso stärker bremst es. Die meiste Kraft ist außerdem nicht zum Lenzen nötig, sondern, um das Wasser über den Süllrand zu kriegen. Dazu muss zunächst ein nicht unerheblicher Unterdruck von 0,01 bar pro Dezimeter Freibord erzeugt werden. Zum Vergleich: Ein normales Schlauchboot pumpt man auf etwa 0,3 bar.

Ich lasse meistens sogar das Fluss-Steuer an meinem 2er-Wanderboot weg, weil es mir zu stark bremst. Du willst Dir nun so einen Trichter dran bauen ?!
Die nötige Größe des Trichters nimmt mit linear sinkender Geschwindigkeit im Quadrat zu. In Maßen gesprochen:
  • die halbe Geschwindigkeit = viermal so großer Trichter,
  • ein Viertel der Geschwindigkeit = 16 Mal so großer Trichter,
  • ein Achtel der Geschwindigkeit = 64 Mal so großer Trichter,
  • usw.
Ich vermute mal, das der bei einem Motorboot so ab 20 Knoten was tut. Nimm als Gewässer am besten einen Wasserfall.


Grüße an den Osterhasen
Chris
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  #7  
Alt 02.04.2014, 11:38
Xcks Xcks ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.11.2013
Beiträge: 137
Standard

Selbstlenzende Cockpits kenne ich nur vom Surfski:

http://www.epickayaks.net.au/newepic/bailer.html
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  #8  
Alt 02.04.2014, 15:01
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 376
Standard

Zitat:
Zitat von Xcks Beitrag anzeigen
Selbstlenzende Cockpits kenne ich nur vom Surfski:

http://www.epickayaks.net.au/newepic/bailer.html
Die Funktionieren anders. Das Cockpit ist prinzipiell über der Wasseroberfläche, so das das Wasser abfließt.
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  #9  
Alt 02.04.2014, 15:19
Weihnachtsmann Weihnachtsmann ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 01.07.2013
Beiträge: 27
Standard

@Xcks Also bezüglich dieser Lenzsysteme für Surfskis oder Segelboote: Ich wollte kein Loch in mein Boot machen. Zumindest vorerst nicht.

Was den Wasserwiderstand angeht: Ich möchte das Ding nur ins Wasser halten, wenn das Boot voll Wasser ist. Mit Klettband o.ä. außen an Boot befestigen und sonst hinterm Sitz lassen.

Diesen Druckunterschied um das Wasser zum Bootrand zu heben, muss man in meinen Augen nicht überwinden. Zumindest mit einem kleinen Trick nicht: Man muss schaffen, dass zunächst Wasser ins Boot gedrückt wird. Zum Beispiel durch verschließen der Düse an deren Hinterseite. Dann ist der Schlauch voll. Jetzt darf man die Düse nicht aus dem Wasser nehmen. Das Schlauchende muss auch im zu lenzendem Wasser bleiben. Wenn man jetzt die Düse öffnet, dreht sich der Prozess um: Wasser wird aus dem Boot gesogen. Zumindest solange keine Luft in den Schlauch kommt.

Da das herabsteigende Wasser das aufsteigende Wasser ansaugt, muss nur noch die Reibung überwunden werden. Und bis zu einem gewissen Punkt, sollte der Wasserpegel im Boot über dem Wasserpegel des Gewässers liegen. Wegen der Auftriebkörper.

Ansonsten glaube zumindest die Lehrbuchversion verstanden zu haben, wie der Venturi Effekt sich auswirkt, wie er herzuleiten ist und welche Randbedingungen (insbesondere rot v =0, d.h. keine Wirbel und Reibungsfreiheit) gefordert sind. Das ist aber in meinen Augen nicht ausreichend. Man kann Wirbelfreiheit nicht unbedingt annehmen. Auch Reibungsfreiheit nicht. Wie muss jetzt eine Düse aussehen, die bei einem reellem Fluid wie Wasser funktioniert? Ich befürchte das geht ganz schnell nur noch auf ganz vielen kleinen Bereichen, die man dann zusammensetzt und so die Gesamtströmung berechnet. Mit anderen Worten man muss simulieren.

@haubentaucher Wie kommst du eigentlich auf den Zusammenhang zwischen Querschnittsfläche und Geschwindigkeit? Auf den Druck hat doch eigentlich nur das Verhältnis Düse Eingang zu Düse dünnste Stelle einen Einfluss. Oder?
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  #10  
Alt 02.04.2014, 15:20
Weihnachtsmann Weihnachtsmann ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 01.07.2013
Beiträge: 27
Standard

Zitat:
Zitat von d-harry Beitrag anzeigen
Die Funktionieren anders. Das Cockpit ist prinzipiell über der Wasseroberfläche, so das das Wasser abfließt.
Das könnte auch unter Wasser funktionieren, wegen genannten Bernoulli-Effekt.
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