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Zurück   DKV-Kanu-Forum > Kanu-Freizeitsport > Ausbildung & Training

Ausbildung & Training Wie der Name schon sagt...

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  #1  
Alt 07.09.2018, 21:19
AndreaTh AndreaTh ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.09.2018
Beiträge: 4
Standard Gibt es ein SYSTEM, eine METHODE fürs Kanu-Unterrichten?

Hallo zusammen.

Die Frage im Betreff ist etwas zu knapp ausgefallen, ich wollte den Roman aber hier unten schreiben, nicht im Betreff ^_^

Also:
ich hab zwar kompetente Trainer in meinem Verein, aber mehr als "mach mal was,dann sag ich dir" ist da noch nicht passiert. Gut, auch damit hab ichs gelernt, aber ich finde das unbefriedigend. Da ist das Lernen wirklich vom Zufall abhängig, denn jeder Lehrer hat eine andere Art, Hilfestellungen zu geben und Zusammenhänge zu erklären.
Auch online hab ich Hilfestellungen zu allen möglichen Einzelthemen und -problemen gefunden, aber kein schrittweise aufgebautes System oder eine Methodik.

Auch unsere - erfolgreichen - Rennpaddler kamen wieder mit "schaun wer mal, dann sehn wers ja". Das wollte ich ja nun gerade nicht.

Als Verdeutlichung: ich habe viel Kampfsport mit Prüfungen gemacht, da baut alles von leicht zu schwierig aufeinander auf, und die Prüfungsprogramme zeigen dem Lernenden genau, was er wann können muß. Außerdem gibts für jedes technische Element, angefangen bei der Körperertüchtigung (Dehnung, Abhärtung z.B.), genaue Hilfsmittel.

Gibt es das echt fürs Paddeln nicht, da ist wirklich alles vom Zufall abhängig? Falls ja, sollte sich das meiner Meinung nach aber wirklich ändern. Ich wäre gern bereit, eine systematische Anleitung zusammenzustellen. Aber vielleicht habe ich ja nur nicht intensiv gesucht?

Danke für Hinweise, Anregungen, Kritik!
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  #2  
Alt 08.09.2018, 17:39
moin moin ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 11.12.2008
Beiträge: 52
Standard

Natürlich gibt es das. Dafür gibt es für alle im DOSB organisierten Sportarten eine handfeste Ausbildung, in der man sowas lernt.
Wenn dein Trainer eine Lizenz (C,B,...) besitzt, sollte er es auch wissen.
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  #3  
Alt 09.09.2018, 10:15
AndreaTh AndreaTh ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.09.2018
Beiträge: 4
Standard

Hallo,
danke für die Antwort, auch wenn das nicht ganz meine Intention war. Klar haben meine Trainer alle ihre Scheine. Aber:
ich sitze als Anfängerin im Boot. Was muß ich zuerst lernen, was dann? Wie ist die methodische und didaktische Progression? Das meinte ich.
Ich wollte aber vermeiden, solche fachspezifischen Fremdwörter direkt in den EP zu schleudern.
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  #4  
Alt 09.09.2018, 10:31
AndreaTh AndreaTh ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.09.2018
Beiträge: 4
Standard Auszug aus de DKV-Richtlinien Trainer C Freizeitsport

Ausbildungskomplex 4:
Bewegungslernen und disziplinübergreifende Anfängerschulungen (12 LE)
Zielsetzung:
Der/Die Trainer/in C soll Grundkenntnisse des Bewegungslernens besitzen und sie zur Vermittlung
kanuspezifischer/disziplinspezifischer Bewegungsabläufe nutzen können.
Ausbildungsinhalte:
1. Phasenstruktur des Prozesses zum Erlernen von effizienten kanusportlichen Fertigkei
ten (Motorischer Lernprozess) - Schwerpunktsetzungen der Ausbildungsstufen inner
halb der Grob- und Feinkoordination
2. Inhalte und Methodik des Bewegungslernens im Kanusport
3. Analyse kanusportlicher Bewegungsabläufe - Fehlerdiagnostik und Maßnahmen zur
Korrektur
- Arten der Informationsgewinnung in der Technikausbildung
- Lernhilfen zur Unterstützung des kanusportlichen Techniktrainings
4. Merkmale der motorischen Entwicklung


Sieht alles schon sehr nach dem aus, was ich suche. Besonders die Differenzierung nach Grob- und Feinmotorik ist genau das, was ich zu finden gehofft habe. Nur, wie wird es gefüllt? Steht am Ende tatsächlich eine Progression, oder wird wieder alles auf "schaun wer mal" zurückgeschnitten?

Hat diese Ausbildung einer der Mitlesenden hier gemacht und mag und kann mir mehr dazu sagen?
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  #5  
Alt 09.09.2018, 11:12
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 612
Standard

Es gibt nicht ein (!) System oder eine (!) Methode. Wenn es ein System gibt, dann das, dass man zwischen mehreren geeigneten das Erfolgversprechendste auswählt.
Es wird an mehreren Punkten liegen, die in der "Handfesten Ausbildung" und den Lehrgängen auf denen die Trainer ihre "Scheine" erwarben, nicht behandelt wurden. An welchem lässt sich so natürlich nicht sagen.

Bei den handfesten Kursen bekommt man erklärt, wie man es machen kann und das ist als Crashkurs nichtmal so schlecht. Das Äquivalent in der Welt der Schrauben wäre derjenige, der ein Rad wechseln kann. Auch das ist garnicht mal wenig. Aber was macht er, wenn das Rad nicht rund läuft oder es dabei kratzende Geräusche macht? Dann ist er mit seinem Latein am Ende.

Es gibt unter den Trainern wie auch bei Musikern, Malern oder Fotografen ausgesprochene Naturtalente. Eure Trainer werden ein paar altgestandene Paddler sein, die es für gut und richtig halten, dass die Jugend nicht unter die Räder kommt. Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden, aber ein rüstiger Rentner, der einen Kettcar geflickt hat ist eben noch kein Maschinenbauingenieur. Das ganze "handfeste" ist immer gut, wenn es keine Schwierigkeiten gibt und wenn es nicht so drauf ankommt.

Vielleicht gibt es jemanden, der Euch beraten würde, der oder die Sportwissenschaften studiert hat. Das würde am ehesten weiterhelfen. 120 SWS auf 12 LE zusammenzudampfen gelingt nur, wenn man 90% weglässt. Anders wird es nicht gehen.

Chris

Geändert von haubentaucher (09.09.2018 um 11:42 Uhr)
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  #6  
Alt 09.09.2018, 16:27
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 380
Standard

Zitat:
Zitat von AndreaTh Beitrag anzeigen
[I]
Sieht alles schon sehr nach dem aus, was ich suche. Besonders die Differenzierung nach Grob- und Feinmotorik ist genau das, was ich zu finden gehofft habe. Nur, wie wird es gefüllt? Steht am Ende tatsächlich eine Progression, oder wird wieder alles auf "schaun wer mal" zurückgeschnitten?
Die Methode "schaun wir mal" ist auch professionell und kann zu individuell sehr guten Ergebnissen führen. Nicht ohne Grund wird diese Methode auch in der Pädagogik sehr forciert.

Das was dir vorschwebt ist eine Didaktische Reihe, in der die einzelnen Bewegungen zuerst getrennt und dann erst gemeinsam geübt und dann, schon fast perfekt, auf dem Wasser angewendet werden. Diese Lernkurve halten nur ganz wenige durch. Je nach Talent bist du da einige Stunden bis Tage dran.

Effektiver ist das professionell Betreute "Ausprobieren".

Meine didaktische Reihe in Kurzform:
8 Teilnehmer, 2 Trainer 1. Tag 10-17 Uhr (inklusive Fahrzeiten)

1. Kennenlernen der Ausrüstung
2. Anpassen der Boote
3. zeigen des Padelschlages an Land, üben des Paddelschlages
4. Einsteigen ins Boot und los paddeln
Die Neulinge fangen i.d.R. mit einem einfachen Bogenschlag an. Das ist schon automatisch so. Ich mache nun folgende Übungen, in einer Reihenfolge je nach Talent:
Ball zuwerfen, Kämpfen um den Ball
Das Boot an der Spitze des Partners kippen, bis zum Kipppunkt
Geradeaus fahren, auf ein Ziel (8-10 Mal 300 - 800m)
Ball spielen, etwas wilder ;-)
Boote nebeneinander Festhalten und stehen im Boot
Laufen auf den Booten, Vorne und Hinten
Foto ;-)
Anlanden (Paddelbrücke)
Einrutschen lassen vom Ponton
Ausstieg unter Wasser.

2. Tag
8 Teilnehmer 6-10 Mitpaddler, 2 Trainer, 10-18 Uhr (inklusive Fahrzeiten)

Fahren auf dem Fluss
Bootsrutschen fahren/ Wellen
Kehrwasser fahren
Ziehschlag (zeigen)
Gefahren der Natur
Spaß auf dem Wasser haben
8km Paddeln
Abschlussbier
Weises Paddel verleihen

Es wird immer nur ein weiterer Hinweis pro Übung gegeben, um den Teilnehmer nicht zu überfordern. Beispielsweise wird zum geradeaus fahren der Hinweis "das Ziel ansehen" gegeben. Erst später wird (bei Bedarf) der Hinweis "maximal 2 Paddelschläge auf einer Seite" , "gerade sitzen" oder "bremsen mit dem Paddel" gegeben.

Die Trainer sollten in der Lage sein, ein Boot auf dem See(Fluss) alleine zu bergen, leer zu machen und den Teilnehmer wieder ins Boot zu bringen. Das ist viel effektiver als das wieder an landen. Dafür habe ich mir auch einige Hilfsmittel gebaut, wenn jemand den Einstig über das Heck Körperlich nicht schafft. Wir fahren immer mit einem Fachübungsleiter und einem erfahrenen Helfer.
__________________
Das Seepferdchen ist kein Schwimmabzeichen
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  #7  
Alt 09.09.2018, 18:19
Chillosaurus Chillosaurus ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: Kings -town
Beiträge: 1.128
Standard

Im Kanusport wird sehr individuell trainiert. Die Struktur des Lernens wird an Hand der Ergebnisse der regelmäßigen Leistungstests angepasst und meist auf wenige (1 oder 2) Saison-Highlights abgestimmt. Verschiedene Methoden werden in der Planung gezielt vorgesehen. Die Rahmentrainingskonzeption (für die jeweilige Disziplin) gibt übersicht über Inhalte, Methoden, und Planung des Trainings.

Bei den jungen Anfängern steht ein spielerisches Lernen im Vordergrund. Das ist ein grundlegender Unterschied zu der frühzeitigen Leistungsorientierung, die in vielen asiatischen Kulturen (und auch in den Kampfkunstarten) gepflegt wird. Dennoch hat man in der Rahmentrainingingskonzeption schon einige Anhaltspunkte, was in welche Kompetenzen in welcher Altersstufe erreicht werden soll.

Wie der Trainer das umsetzt ist jedem selber überlassen und hängt auch stark von den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Sportler und Rahmenbedingungen (Sportler im Urlaub?, Verletzungen, Wasserstand, Fluss zugefroren?,...) ab. Wichtig sind einfach die kurz- und langfristigen Ziele passend zu wählen.

Anfängertraining hat die zusätzliche Herausforderungen, dass hier sehr schnell deutliche Fortschritte erzielt werden (können), sodass das Training zum Teil nur von einer Einheit auf die Andere geplant werden kann, weil sich der genaue Übungsbedarf nicht vorhersagen lässt.

So wie das hier beschrieben ist, hört es sich ersteinmal so an:
1) Beginn der Stunde schaut sich der Trainer an, was der Sportler aus dem vorigen Training verinnerlicht hat
2) Auf dem tatsächlichen Kenntnissstand wird aufgebaut.
Das kann sinnvoll im Techniktraining sein.

Was ich als Trainer gelernt habe, ist die Motivation der Sportler mitzunehmen. D.h. ich sage den Sportlern nicht nur WAS sie machen sollen, sondern vor allem auch WARUM, damit dem Sportler klar wird, wie das Training sein Ziel unterstützt.

Jetzt ist die Frage, kennt dein Trainer dein Ziel? Macht der Trainer deutlich, wie er dich beim Erreichen unterstützen kann? Kannst du durch gezielte Nachfragen mehr über die zugrundeliegende Planung herausfinden oder sieht sich der Trainer evtl. nur als Aufsichtsperson?
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  #8  
Alt 13.09.2018, 10:07
AndreaTh AndreaTh ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.09.2018
Beiträge: 4
Standard Schluchz

Hallo d-harry: da treten mir die Tränen des Neids in die Augen. Wo unterrichtest du? Falls du mal einen Workshop machst, laß es mich bitte wissen, ich will dabei sein. Dem, was du am ersten Tag machst, da lauf ich seit zwei Jahren vergeblich hinterher. Ich bin jetzt zweieinahlb Jahre in dem Verein und habe dieses Jahr, durch Zufall, mal ein praktisches Kentertraining abgekriegt. Dank meiner bohrenden Nachfragen hatte ich aber schon viel davon gehört.

He, Chillosaurus: das ist ja das Problem, daß hier eben nicht immer der gleiche/die gleichen, also MEIN/E Trainer zugange ist/sind, sondern immer der erfahrenere Paddler, der gerade da ist, an dem zerre ich für weitere Hilfen. Und wenn ich Pech habe, ist einer der eigentlich "zuständigen" Ausbilder, die es durchaus gibt, schon auf dem Wasser, oder gar nicht da, und ich steh am Land mit meinen Fragen.
Ich finde diese Situation generell - unbefriedigend. Darum hatte ich auf eine Systematik gesetzt, die mir helfen würde, mich selbst zu unterrichten.

Es beruhigt mich ja schon mal zu hören, daß nach Meinung erfahrener TRAINER auch das "schaun wir mal" sinnvoll sein und technische Fortschritte bringen kann.

Übrigens ist mir klar, daß in meinem Verein nicht alles zum besten läuft, vorsichtig ausgedrückt, aber es ist nun mal der Verein, der für mich ohne Auto(!) am einfachsten zu erreichen ist.
Fazit: Changing the system from within (Leonhard Cohen)
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  #9  
Alt 13.09.2018, 10:31
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 380
Standard

Die nächste Ausbildung ist dieses Wochenende in Köln und Hattingen. Leider ist der Kurs zum bersten voll.

Ich poste das hier, weil ich möchte, das Kurskonzepte geklont werden. Ich finde es nämlich auch nicht schön, wenn ich Kurse der Saison im April voll sind. Ein Fachübungsleiter sollte da was draus machen. Gerne nehme ich Leute zum Hospitieren dazu.
__________________
Das Seepferdchen ist kein Schwimmabzeichen
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  #10  
Alt 15.09.2018, 22:11
topo topo ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 04.01.2012
Ort: Bad Honnef
Beiträge: 257
Standard

da ja das "weisse Paddel" --> Basisstufe aus dem EPP genannt wurde hier der Link zum gesamten Konzept:

https://www.kanu.de/FREIZEITSPORT/In...and-52128.html
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