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  #1  
Alt 07.08.2018, 12:02
Udo Beier Udo Beier ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 23.01.2007
Beiträge: 1.393
Pfeil Rund Baltrum (Ostfriesland/Nordsee)

Ahoi!

Z.Zt sind gerade zwei Beiträge über Baltrum im „Umlauf“:

=> https://www.google.com/maps/@53.7099064,7.404034,13z (Revier Baltrum)
=> https://www.baltrum.de/inselkarte/ (Inselplan)

Baltrum ist die kleinste bewohnte ostfriesische Insel. Sie ist nur 5 km lang und max. 1,8 km breit. Außerdem liegt sie nur ca. 5 km vom Festland entfernt und kann auch zur Not per Fährschiff erreicht bzw. verlassen werden.

Der erste Beitrag stammt von Dirk Niehaus und ist im SEEKAJAK, Nr. 155/18, S.30-32, erschienen:

„Rund Baltrum: „When the ice is breaking““

Er berichtet über eine SaU-Vereinsfahrt, einer Winter-Umrundung innerhalb von 9 Stunden. Sie fand am 10.02.18 bei anfänglich -6°C und einem zunächst aus SW wehenden 2er Wind statt. Dabei waren 7 Leute in Einer-Seekajaks.

Gestartet wurde vom Hafen Neßmersiel (Slipanlage) um 7 Uhr (=> HW Neßmersiel = 6.53 Uhr / SA = 7.55 Uhr). Gerundet wurde entgegen dem Uhrzeigersinn. D.h. zunächst wurde bei Stauwasser zum ca. 4 km entfernt liegenden Wattenhoch gepaddelt, dann mit ablaufendem Wasser durchs Gat zwischen Baltrum/Langeoog und weiter entlang der Brandungsseite von Baltrum bis zu ihrer Westseite (ca. 11 km). Dort wurde der Tidenwechsel abgewartet (=> NW Baltrum = 13.03 Uhr), um dann gegen 14.30 Uhr mit wieder auflaufendem Wasser über die Ostspitze von Norderney entlang des Fahrwassers zurück zum Neßmersieler Hafens zu paddeln (ca. 5 km). Gegen 16.00 Uhr wurde die Slipanlage erreicht (=> HW Neßmersiel = 19.33 Uhr / SU = 17.24 Uhr).

Die ca. 20 km lange Tour ist nachvollziehbar beschrieben. Es wäre jedoch informativer gewesen, wenn die hier von mir gebrachten Tidendaten – z.B. in einem extra Info-Kasten – aufgeführt und eine übersichtliche Hand-Skizze vom Tourenverlauf gebracht worden wäre. Weiterhin vermisse ich Infos zur verwendeten Seekarte und einen Hinweis auf eine brauchbare Windprognose. Übrigens, am Folgetag herrschte dort an der Küste bei einem 7er Wind Schneetreiben!

Den zweiten Beitrag schrieb Christian Zicke. Er ist im KANU-SPORT, Heft Nr. 8/18, S.4-9., erschienen:

„Im Seekajak rund um Baltrum“

Es handelt sich hierbei um eine 3-tägige kommerzielle Tour hinüber zur zwischen Norderney und Langeoog liegenden Insel. Leider stehen in diesem Bericht „Erlebnisschilderungen“ im Vordergrund, d.h. Fakten zur konkreten Fahrtenplanung fehlen fast vollständig. Sie werden von mir als „Anmerkungen“ ergänzt.

1. Tag: Gestartet wurde mit mind. 7 Leuten in Einer-Seekajaks vom - Baltrum direkt gegenüberliegenden – Fähr- und Bootshafen Neßmersiel. Gepaddelt wurde bis zum Fähr- und Bootshafen von Baltrum.

Anmerkungen:
Parken: Die Autos können nebenan am gebührenpflichten Parkplatz abgestellt werden. Da der Platz nicht hochwasserfest ist, bringt die Parkplatzverwaltung die Autos, die dort mehrere Tage parken, auf einem geschützen Platz hinter dem Deich.
Startzeit: Es empfiehlt sich, bei Hochwasser zu starten; denn dann kann direttissima hinüber nach Baltrum gepaddelt werden, quasi von Slipanlage zu Slipanlage. Alternativ dazu kann z.B. auch an den Steganlagen des Sportbootshafens eingesetzt werden, sofern die Eingangstür nicht verschlossen ist (=> Erlaubnis einholen!).
Entfernung: Je nach Wasserstand beträgt die Strecke min. 5 km.
Gewässerbedingungen: Ab 4 Bft. Wind werden besondere Anforderungen an die „Seegangstüchtigkeit“ gestellt. Sollten anfänglich bzw. zum Schluss einer Tour die Wetterlage zu kritisch sein, bietet es sich bei Baltrum immer an, mit dem Fährschiff überzusetzen!
Schlickwatt: Teile der beiden Häfen fallen recht bald trocken. Das Starten und Anlanden wird dann durch Schlickwatt erschwert. Wer erst kurz vor Niedrigwasser in Baltrum ankommt, sollte an der westlichen Wattfläche außerhalb des Hafens anlanden. Dort ist das Watt nicht durchgehend verschlickt.
Übernachtung: Was die Übernachtung betrifft gilt auch hier: Wer um Erlaubnis fragt, hat in Hafennähe meist die Möglichkeit für 1 Nacht sein Zelt aufzuschlagen. Tagsüber sollte kein Zelt stehnbleiben. Wer länger bleiben will, kann sein Zelt auf dem Platz des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB) – Jugendbildungsstätte (liegt ca. 3 km im Osten der Insel) aufschlagen … sofern dort noch Platz frei ist: http://www.jbs-baltrum.de/ Ansonsten müssten wir uns ein Quartier suchen und unsere Seekajak mit den Bootswagen dorthin rollern!
Sonstiges: Da wohl der Autor daran interessiert ist, möglichst „Kunden“ für seine Touren bzw. Kurs zu gewinnen, erfahren wir in dem Beitrags nichts darüber, nach welcher Karte gepaddelt wird (=> BSH-Seekarte 1170 (Maßstab 1:50.000) (reicht von der Ostspitze von Juist bzw. zur Westspitze von Langeoog) (erhältlich über: www.naudi.de ), woher wir die Gezeitendaten: https://www.bsh.de/DE/DATEN/Gezeiten/gezeiten_node.html (für 7 Tage) und Strömungsdaten: https://www.bsh.de/DE/DATEN/Stroemun...ngen_node.html (für 2 Tage) bekommen und auf welche Windprognosen zurückgegriffen wird (z.B. Windfinder.de).

2. Tag: Da diese Tour zugleich ein kommerzieller EPP 2-Kurs war, stand am zweiten Tag ein „intensives, vertieftes Techniktraining im Focus“, das sowohl im Hafen als auch auf die Brandungsseite der Insel stattfand.

Anmerkungen:
Einsatzmöglichkeiten: Während der Hochwasserphase können wir im Baltrumer Hafen einsetzen, sonst westlich des Hafens im Watt oder wir rollern mit den Bootswagen hinüber zur Seeseite von Baltrum.
Zelten: Wer im Zelt übernachtete, sollte – auch wenn wir meinen, nicht groß aufzufallen – tagsüber abbauen.
Alternativprogramm: Wer nicht zum „Üben“ nach Baltrum gekommen ist, sondern zum Paddeln, der könnte natürlich stattdessen auf Tour gehen, vorausgesetzt die Gezeiten erlauben es und die Gewässerbedingungen sind beherrschbar (=> ab einem 3er Wind aus nördlicher Richtung bzw. bei einlaufender Dünung können auf der Seeseite Brandungsbedingungen entstehen, die nicht mehr jeder Kanute beherrschen wird.
(1) Rund Norderney (günstig, wenn in Norderney spätvormittags Niedrigwasser ist!) (ca. 33 km)
(2) Retour-Tour seeseitig nach Langeoog (günstig, wenn in Langeoog mittags Hochwasser ist!) (ca. 18 km)
(3) Rund Baltrum mit wattseitig nach Dornumersiel und dann seeseitig zurück nach Baltrum (günstig, wenn vormittags im Hafen von Dornumersiel Hochwasser ist). (ca. 25 km)

3. und letzter Tag: An diesem Tag soll entgegen dem Uhrzeigersinn um Baltrum und danach zurück nach Neuharlingersiel gepaddelt werden.

Anmerkungen:
Gezeitenplanung: Am effizientesten ist es, wenn wir so vom Baltrumer Hafen Richtung dem ca. 4 km entferntliegenden Baltrum Wattenhoch gestartet wird, dass dort Hochwasser ist, wenn wir vorbeikommen. Anschließend paddeln wir dann mit ablaufenden Wasser zum Gat zwischen Baltrum und Langeoog („Accumer Ee“) (ca. 5 km) und dann weiter mit der Strömung entlang der Seeseite bis zum Gat zwischen Baltrum und Norderney („Otzumer Balje“) (ca. 7 km). Danach geht es mit wieder auflaufendem Wasser die letzten ca. 5 km zurück bis nach Nessmersiel. Je später wird dort ankommen werden, desto höher wird der Wasserstand im Hafen sein.
Unklarheiten: Im Fahrtenbericht selber wird auf die realisieret Fahrtenplanung kaum eingegangen. Da davon berichtet wird, dass noch in der „Accumer Ee“ das Wasser einlief, ist zu vermuten, dass die letzten ca. 5 km gegen den Tidenstrom und gegen den Wind gepaddelt wurde. Da selbst noch auf der Seeseite „das Wasser (immer mehr auf-)läuft“ scheinen wohl auch die nächsten ca. 7 km gegen die Strömung gepaddelt worden zu sein!? Auf alle Fälle musste wohl an der „Otzumer Balje“ eine ganze Tide abgewartet, bis nach ablaufendem Wasser wieder das auflaufende Wasser kam: „Wir müssen Zeit verplempern, damit wir ausreichend Wasser auf der Wattseite haben, um im Hafen von Neßmersiel nicht im übel riechenden Schlickwatt zu stecken.“ Richtig! Wobei es am einfachsten ist, wenn während der Hochwasserphase der Neßmersieler Hafen angelaufen wird; denn dann kann direkt am Slip (vom 1. Tag) angelandet werden.

Was ich vermisse an dem 6-seitigen Bericht sind etwas mehr Kurz-Infos zur Seemannschaft und Fahrtenplanung sowie eine Kartenübersicht. Anscheinend möchte der Autor mit schönen Bildern (8) und blumigen Worten (1 ½ Seiten Text) nur die „Seeanfänger“ ansprechen und sie als Kunden für seine Seekajakkurs/-touren gewinnen. Schade dass das die KS-Redaktion so einfach hinnimmt. Dass es im KS auch informativer zugehen kann, zeigt Reinhard Groh wenige Seiten später in seinem Adria-Bericht „Von Korfu nach Zakynthos“ (S.12-19). Hier finden wir Kurz-Infos u.a. zum Tourenverlauf und eine – wohl etwas kleine, aber dennoch – informative Kartenskizze.

Randnotiz: Der Autor hat im KAJAK-MAGAZIN (3/18, S.16-25) in dem Beitrag „Wat geht ab im Watt? Seekajak-Abenteuer in der Nordsee“ eine Tour beschrieben, die von Baltrum bis nach Spiekeroog führte: http://kanuforum.de/showthread.php?t=19183
Der Text ist wohl ein anderer und eine informative Übersichtskarte wird nur dort gebracht, aber 5 Fotos (von 7) sind identisch mit dem Baltrum-Bericht.

Gruß aus Hamburg:
__________________
Udo Beier
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