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Sicherheit Unsicher, welche Sicherheitsvorkehrungen vorm Paddeln nötig sind? Frag erfahrene Paddler.

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  #1  
Alt 01.08.2014, 12:03
Keen Keen ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 02.09.2012
Ort: Essen
Beiträge: 4
Standard Rettungsweste 900 TRIBORD Erfahrungen?

Hallo,

Hab mir gestern die Rettungsweste 900 von TRIBORD mit 150Newton angesehen. Link gebe ich aus Werbegründen mal nicht an.

Macht von der Verarbeitung keinen schlechten Eindruck, den Auftrieb erachte ich als brauchbar. Selbstauslösung im Wasser ist natürlich fürs Kajaken nicht so toll - kann man aber wahrscheinlich (wenn ich weiss wo) lahmlegen und dann nur noch Manuell auslösen.
10€ Ersatzteile fürs wieder Einsatzbereit machen, nach dem Auslösen ... da ich mich aber mit diesen Rettungswesten nicht aufkenne, mal eine Frage an die besser informierten hier.


Achja - ich gedenke die Weste auch beim Segeln ein zu setzen und schange da halt.
Wäre dankbar für eure Meinungen.
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  #2  
Alt 02.08.2014, 08:39
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 613
Standard

Hallo Keen,

so groß sind die Qualitätsunterschiede meiner Ansicht nach nicht. Secumar und Helly Hansen waren bei den Ersten. Die Hausmarken, die es inzwischen gibt sind auch o.k.
Bei einer Secumar, die wir vor längerem hatten, wurde der Mechanismus von Salzluft angegriffen und musste regelmäßig gangbar gemacht werden. Eine für 60 € mit integriertem Lifebelt täte es heute sicherlich ebenso.

Die Selbstauslösung kann man zwar lähmen, man kann sie normalerweise aber auch blockieren. Außerdem gibt es halbautomatische Westen, denen es völlig egal ist, ob Du sie über oder unter Wasser trägst.
Die Westen sind nach Auftriebsklassen unterteilt, die entsprechend bei einfachen, schwierigen oder haarigen Bedingungen einer kraftlos treibenden Person den Kopf über Wasser hält. Auswendig weiß ich es nicht, es gibt auch eine DIN-ISO-EN und sicher auch eine JIS dazu:
  • 100 Newton sind eingeschränkt ohnmachtssicher und ausdrücklich für schönes Wetter am Baggersee
  • 150 Newton sind die kleinsten, die ohnmachtssicher sind, versagen aber bei warm bekleideten Personen und höheren Wellen – je nach Segelrevier eher für die Nerven als für den Ohnmächtigen nach einer Patenthalse
  • 275 Newton für warm bekleidete Personen mit Sicherheitsstiefeln aber ohne weitere Ausrüstung bei Schlechtwetter. Werden bei Sturm idealerweise mit Auftriebsanzug (50 bis 100 N) getragen.
    Diese Westen liegen knapp über der von Dir angepeilten Preisklasse und wären zum Segeln wohl besser. Nur wirst Du damit im aufgeblasenen Zustand nicht Rollen können ...
  • Die dicksten haben wohl aus dem Grund um die 350 Newton und sind nicht mehr extra genormt.
In besonders schwerer See hilft ohnehin nichts – außer an Bord oder noch besser im Hafen bzw. an Land bleiben.

Deinen letzten Satz habe ich leider nicht ganz verstanden. Du meinst sicher "beim Segeln einzusetzen" aber "schange da halt" sagt mir nichts.

VG – Chris
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  #3  
Alt 02.08.2014, 12:35
Keen Keen ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 02.09.2012
Ort: Essen
Beiträge: 4
Standard

Entschuldige, Tippfehler.

"Schwanke da halt"

Danke für die Infos.
Die regulären feststoffwesten für Kajaks liegen, soweit ich weiss, auch nur im 70-150N bereich, oder irre ich mich da? Heißt das - bei Schlechtwetterturns ohne Trocki ist auch deren Leistungbereich stark überschritten?

Den Ohnmachtsfall möchte ich erstmal vernachlässigen, es geht mir ehr um eine brauchbare Weste mit kleinem Packmaß die mich im Notfall über Wasser hält, bis ich wieder aufgegabelt werde und weniger um eine, mit der ich von England bis Deutschland zurückschwimmen kann.

Und es ging um die Info, ob Tribord bekannte Mängel in dem Bereich hat.
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  #4  
Alt 03.08.2014, 08:28
d-harry d-harry ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 25.05.2007
Ort: Köln
Beiträge: 381
Standard

Hallo,
Am besten erst darüber im klaren werden, was die Rettungsweste bringen soll und dann auswählen. Hier ist es die Schwimmhilfe, das erkennbar/ erreichbar bleiben für die Kameraden und die Rettungskräfte und die verlängerung der Rettungszeit.

Auf größeren Flüssen und mittleren Seen sind daher diese "einfachen" Westen mit 70-150N vollkommen ausreichend zum Kajakfahren. Die Ohnmachtsicherheit wirst du auch mit größeren Westen nicht erreichen, wenn du Neopren oder Trockenanzug anziehst. Diese ist mämlich ausschließlich nur für den Fall der nicht auftreibenen Kleidung garantiert, bei normaler Körperstatur. Hast du nun eine Regenhose an, in der sich Luft fängt, oder eine Windjacke unter der Weste wird diese genausowenig Ohnmachtsicher sein, als wenn du über 190cm groß bist oder deinen eigenen Rettungsring trägst.
Wird der Verunfallte auf den Rücken gedreht, bleibt er allerdings meistens stabil.

Über Tribord ist mir Sicherheitstechnisch kein Mangel bekannt. Dürfte das gleiche sein wie die günstigen von HH usw.

Bedenke, das Rettungswesten regelmäßig geprüft werden müssen. Es ist auch eher selten, das die Westen länger als ein/zwei Prüfinterwalle oder 4-5 Auslösungen durchhalten.
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  #5  
Alt 03.08.2014, 09:21
haubentaucher haubentaucher ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.05.2013
Beiträge: 613
Standard

Hallo Keen,

es hängt ganz davon ab, welchen Bedrohungen Du mit der Weste begegnen willst. Feststoff-Rettungswesten mit 100 N tragen noch nicht zu sehr auf, haben einen Ohnmachts-Kragen und sind besser als gar nix. Schwimmen kann man damit halbwegs auf dem Rücken, obwohl der Kragen arg bremst.

Ich habe u.a. eine Schwimmweste mit einem Auftrieb von 50 N. Es gibt auch Vergleichsmodelle mit 70 N und mehr.
  • Damit kann man mit minimalen Schwimmbewegungen gut schwimmen, weil sie einen nicht ständig auf den Rücken drehen will und weil sie wenig bremst. Sie trägt kaum auf und kann bei kaltem Wetter unter einer Jacke getragen werden. Sie behindert auch nicht beim Wiedereinstieg.
  • Nicht mehr so gut ist sie, um einen gekenterten Kajak schwimmend an der Spitze gehalten zu entleeren.
  • Würde man beim Paddeln oder bei Schlechtwetter an der Küste aus einem Kajak herausgefallen plötzlich das Bewusstsein verlieren, würde einem selbst eine 100-N-Rettungsweste kaum was helfen, weil das gekenterte Boot meist eine Neigung zum Durchkentern hat.
  • Zum Paddeln oder zum sportlichen Segeln halte ich eine Automatikschwimmweste für ungünstig, weil sie einmal aufgeblasen sehr groß ist und man bei Schwimmwestenwetter nicht guten Gewissens einfach die Luft rauslässt. Außerdem kann man in Rettungswesten mit 150 oder 300 Newton höchstens gut auf dem Rücken schwimmen.

Mit Schwimmen kann man sich oft besser retten als mit Warten
  • Würde ich auf dem Rhein kentern und wäre aus dem Boot gefallen, z.B. zwischen km 553 und 554 würde ich rechtwinklig auf das Ufer zuschwimmen. Hätte ich eine genügend lange Leine, würde ich mich anschließend ums Boot kümmern oder auch nicht. Würde ich irgend was anderes tun, würde mich an der Stelle der Strom in Richtung Fahrwassermitte ziehen. Käme dann ein Schiff, wäre ich Schaschlik, wie so mancher schon vor mir.
  • Beim sportlichen Segeln muss man auch Schwimmen können. Kleiner Schwank dazu: Ich bin mal auf einer kleinen Jolle aus dem Fußgurt gerutscht, über die Kante, und das Boot ist raumschots noch 30 Meter weiter, bis es gekentert ist. Auf einem Hobie 16 haben wir (mal wieder) einen Stecker gefahren. Ich als Vorschoter noch nicht im Trapez im Riesenbogen davongeflogen. Beides mal bin ich ein ganzes Stück geschwommen und wusste an dem Tag sogar, dass ich es wieder tun würde.

Schwimmen zwecklos
  • Beim Dickschiffsegeln dagegen ist das Überdiekantegehen ein Worst Case und man hat Teile griffbereit, um die Weste gleich wieder einsatzbereit zu kriegen.
  • Der Dampfer fährt mit viel Geschwindigkeit weiter, Schwimmen ist ohnehin zwecklos. Dann würde ich sagen, wenn schon denn schon.
  • Vielleicht dazu einen neoprengefütterten Ovi mit Auftrieb, der den Kaltwasserschock beim Eintauchen mit guten Beinmanschetten abmildert.
  • Vom "Dickschiff" aus bin ich beim Fahren noch nie über die Kante gagangen, trage trotzdem, gerade bei eingeschaltetem Autopilot, quasi immer ein Lifebelt.
    Beim Spisetzen mit eingeschaltetem Autopilot bin ich mal gestolpert. Hinterher ist mir aufgefallen, dass gerade alle unter Deck waren, lesen, pennen, ... Seitdem immer Lifebelt.

.................................................. .......
Zum Auftrieb von Bekleidung
  • Im Winter und Frühling fahre ich mit Neopren. Neopren liefert je nach Dicke ein paar Newton oder ein paar Newton mehr Auftrieb. Ganzkörper-Neopren als etwas optimistischer Faustwert etwa 10 Newton pro Millimeter Neopren. Derzeit 3½ mm und werde mir für kälteres Wasser zusätzlich einen 7 mm zulegen. Die reichen in der Übergangszeit mit Oberflächenwasser um die 10 Grad für einen normalen Tauchgang bis in die 4-Grad-Zone herunter. Für Frostbeulen, längere oder kältere Tauchgänge gibt´s noch Unterzieher, auch aus Neopren.
    Mit Neopren kann man erwiesenermaßen gut schwimmen und sich auch sonst gut bewegen. Leider hat mein Longjohn nach vielen Jahren schon zwei Winkelrisse, weil ich mal an was hängen geblieben bin. Warm ist er immer noch.
  • Ein Trockenanzug (kein Taucher-Trockenanzug) isoliert nur, solange kein Wasser reinkommt. Auch dann und wenn man die Luft durch die Halsmanschette abgelassen hat, schwimmt man damit fast so gut, wie in einem etwas zu großen Jogginganzug. Der eine besser, der andere schlechter. Dafür kann man den Jogginganzug und noch mehr drunterziehen. Bewegt man sich wenig genug, bleibt man sogar trocken, hörte ich. Der Tragekomfort ist dann bemerkenswert. Seekajakfahrer an der Küste oder auf der See, die sich schwimmend kaum retten würden, schwärmen für sowas.


sorry, war kein Klugscheißmodus, bei manchen Tippfehlern fehlt mir scheinbar die Phantasie.

Gruß
Chris
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  #6  
Alt 04.08.2014, 21:51
Selkie Selkie ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 04.06.2012
Beiträge: 22
Standard

chris hat schon ausführlich darüber geschrieben und seiner meinung schliesse ich mich auch an. man muss wissen welche einsatzgebiete die weste abdecken soll. eine selbstaufblasende ist im wildwasser absolut untauglich, erst recht mit handauslösung. im blockigen wildwasser zählen auch dinge wie prallschutz. ich hab eine weste fürs wildwasser, eine fürs jollensegeln und eine für das dickschiff. ich würde bei selbstaufblasenden westen eher zu markenprodukten (secumar/kadematic/...) raten, denn der (relativ teure!) service alle 2 jahre ist dann meiner erfahrung nach problemloser.
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