Thema: Epp
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Alt 20.10.2014, 23:13
haubentaucher haubentaucher ist offline
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Salut zusammen,

es sollte zwar prägnant sein, aber ich habe es wohl etwas zu spitz formuliert. Die Staffelung, die bald ja für alle verpflichtend ist, erinnert mich fatal an die DSV-Scheine. Ich wollte mal einen C-Schein machen, weil ich mir dachte, das wäre was für mich. Den A und den Amtlichen hatte ich damals schon eine ganze Weile. A-Bär vorher, hieß es dann vom DSV, müsste ich erst noch den BR und den BK machen und dann 1ooo Meilen auf Brücke eines Dampfers mitgefahren sein, um zugelassen zu werden. An dem Tag wurde mir klar, dass es nichts für mich ist, mir Papiere ausstellen zu lassen. Radargeräte konnte ich reparieren, hatte deswegen aber noch kein Geld, selbst eins zu kaufen. Statt dessen gabs "Astronavigation" von Bobby Schenk. Ganz interessant nebenbeibemerkt.

Den Basis würde man mit erlassen, aber dafür vorher Paddel-1 und Paddel-2, weil ich auch so die Richtlinien nicht erfülle.
Beim EPP 3 würde ich sowohl für Wild- als auch Salzwasser ganz sicherlich ein paar richtig gute Sachen lernen, die ich bisher immer anders gemacht habe, vielleicht gar nicht richtig kann und es nie zum tragen kam, weil ich meistens vorsichtig bin.
  • Eine weitere Strecke über die See würde ich am liebsten in einem Surfski oder noch besser in einem OC fahren. Ich bin sehr skeptisch, dass jemand, der EPP-Rollen beherrscht, unter Bedingungen, unter denen er wirklich kentert, per Rolle wieder hochkommt. Andererseits ja auch leicht vermeidbar.
  • Auf ausgesprochene Flachwasserboote sind die Paddel-Pässe ohnehin nicht ausgelegt. Seilfähre rückwärts zum Ufer oder Kurven im aufgekanteten Tourenboot (?!)
  • Für Kleinflüsse halte ich Sit on Tops inzwischen für ganz gut, weil man an Baumhindernissen kein Boot am Popo hängen hat. Baumhindernisse sind bei uns nach schlecht umtragbaren Verblockungen eines der größten Risiken auf großen Bächen. Wo man kentern kann, ist das Wasser zum Rollen ohnehin zu flach.
Leider beschränkt sich der DKV in Bezug auf Boote sehr.

Ich lasse den Jungen gerne ihre Identität, sehe aber auch, dass sie recht früh in eine Schiene gelenkt werden, die dem realexistierenden Paddeln von vor 30 Jahren ähnelt.

Statistisch gesehen haben Führerscheine gar nichts gebracht. Straßenunfälle haben auch zugenommen, seit in Ortschaften 50 gefahren werden soll. Auch die 100 auf Landstraßen haben an den absoluten Zahlen wenig geändert. Ebensowenig der medizinische Fortschritt: Antibiotika haben nach einer kurzen Verschnaufpause gebracht, dass bald alle Erreger antibiotika-resistent sind. Die öffentliche Ordnung, die Kanalisation, das Bildungswesen und der Wein. Nichts von alledem hält, was es verspricht. Erste-Hilfe-Kurse, Wahlversprechen, und der ganze Mist werden von den meisten nach wenigen Wochen restlos aus dem Hirn getilgt. Homer Simson lässt grüßen.

Grüße auch von mir
Chris
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