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Alt 09.09.2018, 10:33
haubentaucher haubentaucher ist offline
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Die Sorge ist wahrscheinlich unbegründet.
Als Immerdabeiboot gibt es unter den Schlauchbooten ausgesprochen gute und ausentwickelte Formen, wie Riverstar, Explorer, Seawave, um mal drei zu nennen. Die Formen der Newcomer müssen sich noch bewähren, wie auch deren Lebenserwartung, denn die Boote werden ja auch mal älter. Eine klitzekleine Undichtigkeit wird man bei einem klassischen Schlauchboot kaum bemerken. Wenn der Druck mal von 0,18 auf 0,13 bar absackt, ist das noch kein Problem. Durch das gleiche Loch kommt beim 4- bis 5-fachen Druck aber etliches mehr durch. Erfahrungen mit sowas gibts seit über 10 Jahren und zwar mit den Hochdruckböden von Schlauchbooten. Die sind normalerweise gut gekühlt, wenn das Boot im Wasser liegt. Dreht man es auf dem Trockenen um und die Sonne bretzelt auf den Boden, sollte man vorher den Druck reduziert haben.

Im Wildwasser, einer der Domänen der Schlauchboote, ist hohe Härte eher ein Nachteil. Das macht sich v.a. bei Verblockungen bemerkbar, aber auch in hohen Schwällen, durch die ein Schlauchkanu leichter durchgeht. Die Schläuche bewirken außerdem, dass ein vollständig vollgeschlagenes Boot immer noch gut zu manövrieren ist und dass ein gekentertes Boot genug Auftrieb bietet. Bei schrafkantigem Gestein ist ein Schlauchboot dafür schnell am Ende. Nun die Nachteile von Schlauchbooten mit den Nachteilen der Feststoffboote zu kombinieren, wird wahrscheinlich kein großer Wurf werden.

Die Aufbauzeit bei den Hochdruckbooten liegt nach Deiner Aussage bei der doppelten Zeit von der, die man tatsächlich für ein Schlauchkanu benötigt (vom Absetzen des Packsacks bis zum ersten Paddelschlag). Mit den genannten 20 Minuten nähert man sich dem Bereich schnell aufbaubarer Faltboote.

Chris
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